Diplomarbeit, 2002
197 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Die Marke heute
1.1 Annäherung
1.2 Historische Entwicklung
1.2.1 Die Anfänge
1.2.2 Industriegesellschaft
1.2.3 Konsumgesellschaft
1.3 Vorteile einer Marke
1.3.1 Vorteile für den Konsumenten
1.3.2 Vorteile für Unternehmen
1.4 klassische Markenführung
1.4.1 Basisweisheiten klassischer Markenführung
1.4.2 Markenstrategien
1.4.3 Markendesign
1.4.4 Branding
1.5 Markenmodelle im Überblick
1.5.1 Verhaltenswissenschaftliches Modell: Eisbergmodell ICON
1.5.2 Qualitatives Markenführungsmodell: BAV
1.5.3 Finanztheoretisches Modell: Interbrand
1.5.4 Würdigung weiterer Modelle
2. Paradigmenwechsel
2.1 Historie des Paradigmenwechsel
2.2 Technologisch: Internet als neue Basistechnologie
2.2.1 Basistechnologie Internet
2.2.2 Timeline der Entwicklung
2.2.3 Zahlen, Daten Fakten
2.2.4 Anwendungsgebiete
2.2.4 Besonderheiten des Mediums Internet
2.3 Ökonomisch: Informations- und Wissensgesellschaft
2.3.1 Was ist neu an der neuen Ökonomie
2.3.2 Begriff
2.3.3 9 Regeln der Net-Economy
2.4 Soziologisch: Neue Gesellschaft
2.4.1 Leben
2.4.2 Arbeiten
2.4.3 Lernen
3. BrandNet Modell
3.1 Die Marke: Verschiedene Blickwinkel im Netz
3.1.1 Marke aus Sicht der Konsumenten
3.1.2 Marke aus Sicht der Unternehmen
3.1.3 Marke aus Sicht des Kapitalmarktes
3.1.4 Marke aus Sicht der Öffentlichkeit
3.2 BrandNet Modell: Marke im Mittelpunkt
3.2.1 Märkte
3.2.2 Unternehmen
3.2.3 Kapitalmarkt
3.2.4 Staat
3.2.5 Exkurs: Human Brands
3.3 Makroökonomie: Einflussfaktoren auf ein BrandNet
3.3.1 Technologie
3.3.2 Wirtschaft
3.3.3 Konsumenten
3.3.4 Wissenschaft
3.3.5 Bewusstsein und Glauben
3.3.6 Körper und Gesundheit
3.3.7 Soziologie
3.3.8 Politik
3.4 Mikroökonomie: Spannungsachsen im BrandNet
3.4.1 Spannungsfeld: Unternehmen - Markt
3.4.2 Spannungsfeld: Ethik und Verantwortung - Gewinnmaximierung
3.5 Ansatz für ein Brand-Net Markenbewertungsmodell
4. Markenkern: Differenzierungschancen für Net Brands
4.1 Eigentliche Produktleistung
4.2 Transparenz
4.3 Ethik, Moral, Verantwortung
4.4 Verantwortung auf globaler Ebene
4.5 Community
4.6 Aufmerksamkeit
4.7 Celbration, Inszenierung
4.8 Geben und Nehmen
5. Markenstrategien
5.1 Key-Driver eines Brand-Nets
5.1.1 Netzwerk
5.1.2 Virtualisierung
5.1.3 Globalisierung
5.2 Netzmarkenstrategien
5.2.1 Value-Net-Strategie
5.2.2 Service-Brand-Strategie
5.2.3 Brand-Fokus-Strategie
5.2.4 Community-Brand-Strategie
5.2.5 Customer-Co-Ownership Strategie
5.2.6 Ownsumer-Brand-Strategie
5.2.7 Virtual-Brand Strategie
5.2.8 Franchising-Strategie
6 Markenkommunikation
6.1 Schwierige Rahmenbedingungen
6.1.1 Informationsüberlastung
6.1.2 Kostenexplosion
6.1.3 Erosion der Markenkraft
6.1.4 Probleme bei der Umsetzung von integrierter Kommunikation
6.2 Geänderte Vorzeichen
6.2.1 Cluetrain Manifest
6.2.2 Netzwerkeffekt in der Kommunikation
6.2.3 Verlust der Kontrolle über die Kommunikation
6.3 Markenkommunikations- und Marketinginovationen
6.3.1 Everyone to Everyone Kommunikation (E2E)
6.3.2 Businsess to Consumer Kommunikation (B2B)
6.3.3 Investor Relation (IR)
6.3.4 Interne Kommunikation (IK)
6.3.5 Public Relation (PR)
6.4 Markenkommunikation im Netz
Die Arbeit analysiert die grundlegenden Auswirkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels – vom Industriezeitalter hin zur vernetzten Wissensgesellschaft – auf Marken, das Markenmanagement und die Kommunikation. Ziel ist die Entwicklung eines Modells ("BrandNet"), das die komplexen Wirkungszusammenhänge in einer vernetzten Welt verdeutlicht und Strategien für eine zukunftsorientierte Markenführung ableitet.
Praxisbeispiel: Amazon
Amazon hat als Image, der Buchladen im Internet zu sein. Diesem Image gilt es immer wieder gerecht zu werden. Und was Amazon dafür macht ist „ganz weit vorne“. Zum Beispiel wird versucht „seine“ Markengemeinde durch viele Affiliate Programme, schnelle und kostenfreie Lieferung oder einem ein sehr großes Sortiment, verknüpft mit den technischen Feinheiten einer persönlichen Vorschlagliste, ständig aufs Neue zufrieden zu stellen. Bei der One-Click-Bestellung erkennt das System einen wiederkehrenden Kunden, begrüßt ihn persönlich und lässt ihn jeden Artikel mit einem einzigen Mausklick bestellen. Wer sich bei Amazon für ein Buch interessiert, bekommt als Zusatzinformation in der Regel ca. 5 weitere Titel genannt, die von Käufern dieses Buches ebenfalls gekauft wurden. Eine Information, die ausschließlich durch das Verhalten der bisherigen Käufer verknüpft ist. Probleme mit dem Datenschutz gibt es durch dieses Vorgehen keine. Unter der Annahme des gemeinsamen Interesses entsteht so für den Käufer ein Mehrwert.
Doch dies ist noch längst nicht alles. Amazon will demnächst seiner Community ein Forum anbieten, indem mit anderen Lesern über das gelesene Buch oder angrenzenden Fragen diskutiert und Meinungen oder Erfahrungen ausgetauscht werden können. Amazon stellt also eine Plattform zur Verfügung, sowohl für seine Kunden als auch für jeden anderen, der sich den an Diskussionen beteiligen will. Der Erfolg von Amazon spricht für sich: Amazon hat unter anderem die größte Konversionsrate, Besucher zu Käufern, aller im eCommerce aktiven Unternehmen.
1. Die Marke heute: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Marke von ihrer Funktion als einfaches Markierungszeichen bis hin zum komplexen Kommunikationspaket in der heutigen Wirtschaft.
2. Paradigmenwechsel: Hier wird der fundamentale Wandel von der Industrie- zur Informations- und Wissensgesellschaft beschrieben, getrieben durch das Internet als Basistechnologie.
3. BrandNet Modell: Es wird ein Modell eingeführt, das Marken als zentrale Integratoren innerhalb eines komplexen Netzwerks von Stakeholdern wie Kunden, Mitarbeitern, Investoren und Gesellschaft darstellt.
4. Markenkern: Differenzierungschancen für Net Brands: Dieses Kapitel erörtert, wie sich Marken in Zeiten austauschbarer Produkte durch Werte, Ethik, Verantwortung und Gemeinschaft von Wettbewerbern abheben können.
5. Markenstrategien: Es werden verschiedene zukunftsorientierte Ansätze zur Markenführung in vernetzten Märkten vorgestellt, von der Value-Net-Strategie bis zum Franchising.
6. Markenkommunikation: Das Abschlusskapitel analysiert den Wandel der Kommunikation vom Einbahnstraßenprinzip hin zum interaktiven Dialog im Netzwerk und beleuchtet neue Formen wie virales Marketing.
Markenführung, Wissensgesellschaft, Net-Economy, Stakeholder, BrandNet, Branding, Kommunikation, Digitalisierung, Vernetzung, Unternehmensstrategie, Wertorientierung, Gemeinschaft, Individualisierung, Kundenbindung, Produktinnovation
Die Arbeit untersucht, wie Marken im Zuge des gesellschaftlichen und technologischen Wandels von der Industriegesellschaft zur vernetzten Wissensgesellschaft neu definiert und geführt werden müssen.
Die zentralen Themen sind der Paradigmenwechsel durch das Internet, die neue Rolle der Marke als Integrator in einem Stakeholder-Netzwerk sowie moderne Markenstrategien und Kommunikationsformen.
Das Ziel ist die Erstellung eines „BrandNet“-Modells, das Unternehmen dabei unterstützt, die komplexen Zusammenhänge in einer vernetzten Welt besser zu verstehen und entsprechende Handlungsoptionen zu entwickeln.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende theoretische Analyse der historischen und sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen sowie auf die Auswertung zahlreicher Praxisbeispiele für Markenstrategien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Markenentwicklung, die Darstellung der vernetzten Rahmenbedingungen (Paradigmenwechsel), die Herleitung des BrandNet-Modells, Differenzierungsfaktoren (Markenkern), spezifische Strategien sowie neue Ansätze der Markenkommunikation.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Markenführung, Wissensgesellschaft, Net-Economy, Stakeholder, BrandNet, Markenkommunikation und Vernetzung.
Im Gegensatz zu Modellen, die primär auf Absatz oder finanzielle Kennzahlen fokussieren, betrachtet das BrandNet die Marke als ein komplexes, soziales und wirtschaftliches Beziehungsnetzwerk, das alle relevanten Interessengruppen einbezieht.
Die Net-Economy verschiebt den Fokus von der reinen Produktvermarktung hin zur Beziehungsqualität und zum vertrauensbasierten Dialog, wobei Wissen zum wichtigsten Produktionsfaktor wird.
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