Magisterarbeit, 2010
125 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 DIE LITERARISCHE VORLAGE – BEAUMARCHAIS’ FIGARO-TRILOGIE
3 MOZARTS LE NOZZE DI FIGARO
3.1 HINTERGRUND UND INHALT
3.2 VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER DER VORLAGE
3.3 DER FIGARO
3.3.1 Figurencharakteristik anhand des Librettos
3.3.1.1 Akt I
3.3.1.2 Akt II
3.3.1.3 Akt III
3.3.1.4 Akt IV
3.3.2 Musikalische Figurenkonzeption Figaros
3.3.2.1 Nr. 1, Duettino, “Cinque... dieci... venti” (Susanna, Figaro)
3.3.2.2 Nr. 2, Duettino, “Se a caso madama” (Susanna, Figaro)
3.3.2.3 Nr. 3, Cavatina, “Se vuol ballare signor Contino” (Figaro)
3.3.2.4 Nr. 10, Aria, “Non più andrai farfallone amoroso” (Figaro)
3.3.2.5 Nr. 16, Finale, “Esci omai garzon malnato” (Susanna, la Contessa, Marcellina, Basilio, Il Conte, Antonio, Bartolo, Figaro)
3.3.2.6 Nr. 19, Sestetto, “Riconosci in questo amplesso“ (Susanna, Marcellina, Don Curzio, Il Conte, Bartolo, Figaro)
3.3.2.7 Nr. 27, Recitativo ed Aria, “Tutto è disposto – Aprite un po” (Figaro)
3.3.2.8 Nr. 29, Finale, “Pian pianin le andrò più presso” (Susanna, La Contessa, Barbarina, Cherubino, Marcellina, Basilio, Il Conte, Antonio, Figaro)
3.3.3 Zwischenfazit I
4 ROSSINIS IL BARBIERE DI SIVIGLIA
4.1 HINTERGRUND UND INHALT
4.2 VERÄNDERUNGEN GEGENÜBER DER VORLAGE
4.3 DER FIGARO
4.3.1 Figurencharakteristik anhand des Librettos
4.3.1.1 Akt I
4.3.1.2 Akt II
4.3.2 Musikalische Figurenkonzeption Figaros
4.3.2.1 Nr. 2, Cavatina, “Largo al factotum della città” (Figaro)
4.3.2.2 Nr. 4, Duetto, “All’idea di quel metallo“ (Figaro, Conte)
4.3.2.3 Nr. 7, Duettino, “Dunque io son” (Figaro, Rosina)
4.3.2.4 Nr. 9, Finale, “Ehi di casa... buona gente...” (Conte, Bartolo, Rosina, Berta Basilio, Figaro, Ufficiale, Coro)
4.3.2.5 Nr. 16, Terzetto, “Ah! qual colpo” (Rosina, Conte, Figaro)
4.3.2.6 Nr. 19, Finaletto, “Di si felice innesto” (Figaro, Berta, Bartolo, Basilio, Rosina, Conte, Coro)
4.3.3 Zwischenfazit II
5 VERGLEICHENDE ANALYSE UND RESÜMEE
Die Arbeit untersucht die unterschiedliche Figurenkonzeption der zentralen Figur Figaro in Mozarts Le nozze di Figaro und Rossinis Il barbiere di Siviglia, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Anlage und musikalischen Umsetzung aufzuzeigen.
3.3.1.1 Akt I
Das Stück wird eröffnet mit der Gegenüberstellung zweier Personen, die offenbar aneinander vorbei reden. Im ersten Duettino misst Figaro penibel, fast pedantisch den Raum aus, während Susanna von ihrem Hut spricht. Dabei fragt sie Figaro nicht nach dessen Meinung, sondern fordert mit rhetorischem Unterton: „Schau, wie gut mein Hut mir steht.“ (HdF 15). Figaros Antwort wirkt gezwungen; sein „noch schöner“ impliziert, dass er vorher schon eine, für Susanna nicht befriedigende Antwort gegeben haben muss. Auch durch die vorgegebenen Regieanweisungen wirkt Susanna egozentrisch und Figaro schon nach wenigen Zeilen etwas unbeholfen im Umgang mit seiner Braut.
In diesem Zusammenhang ist es notwendig, auf ein grundsätzliches Problem der komplizierten Übersetzungsgeschichte hinzuweisen. Es gibt zahlreiche deutsche Übersetzungen von Knigge (1788), Vulpius (1790) und Giesecke (1792). Im 19. Jahrhundert übertrugen Devrient (1847), Niese (1874), Schletterer (1880) und Levi (1899) den Text ins Deutsche. Max Kalbeck (1906), Siegfried Anheisser (1931) und Georg Schünemann (1939) widmeten sich der Aufgabe zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, teils frei, teils in Anlehnung an vorangegangene Übertragungen. Schon Adolph Freiherr Knigge, der gemeinsam mit seiner Tochter eine Übersetzung der Le nozze di Figaro anfertigte, äußerte sich über die ausgesprochene Schwierigkeit, den italienischen Text Da Pontes ins Deutsche zu übertragen.
1 EINLEITUNG: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Opern von Mozart und Rossini ein, die auf der Figaro-Trilogie von Beaumarchais basieren, und stellt die Forschungsfrage nach den Prinzipien der Figurengestaltung und musikalischen Ausgestaltung von Figaro.
2 DIE LITERARISCHE VORLAGE – BEAUMARCHAIS’ FIGARO-TRILOGIE: Dieses Kapitel analysiert die literarischen Grundlagen der Figaro-Figur bei Beaumarchais und untersucht, ob und wie sich die Figur in den Stücken der Trilogie entwickelt.
3 MOZARTS LE NOZZE DI FIGARO: Hier wird der Hintergrund der Entstehung von Mozarts Oper beleuchtet und eine detaillierte textliche wie musikalische Analyse der Figaro-Rolle anhand ausgewählter Arien und Szenen durchgeführt.
4 ROSSINIS IL BARBIERE DI SIVIGLIA: Das Kapitel widmet sich der Entstehungsgeschichte von Rossinis Oper und untersucht ebenfalls durch Librettoanalyse und musikalische Betrachtung die spezifische Figurenkonzeption seines Figaro.
5 VERGLEICHENDE ANALYSE UND RESÜMEE: Die abschließende Analyse setzt die Erkenntnisse beider Fallstudien zueinander in Beziehung und diskutiert die prinzipiellen Unterschiede in der Konzeption der Figur sowie in der kompositorischen Herangehensweise beider Komponisten.
Figaro, Mozart, Rossini, Le nozze di Figaro, Il barbiere di Siviglia, Beaumarchais, Figurenkonzeption, Opernanalyse, Musikwissenschaft, Libretto, Opera buffa, Charakterentwicklung, Musikalische Gestaltung, Sozialkritik, Komik.
Die Arbeit vergleicht die Gestaltung der Titelfigur Figaro in den beiden berühmten Opern von Wolfgang Amadeus Mozart und Gioachino Rossini.
Die Themenfelder umfassen die literarischen Vorlagen von Beaumarchais, die dramaturgische Entwicklung der Figur Figaro sowie deren spezifische musikalische Ausgestaltung in den Arien und Ensembleszenen beider Werke.
Ziel ist es zu untersuchen, nach welchen Prinzipien die Rolle des Figaro sowohl im Libretto als auch musikalisch gestaltet wurde und inwiefern sich diese Konzepte bei Mozart und Rossini unterscheiden.
Die Arbeit nutzt einen analytischen Ansatz, der Libretto-Analysen mit der Untersuchung musikalisch-kompositorischer Aspekte verknüpft, um ein umfassendes Bild der Figurenkonzeption zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Blöcke, die jeweils Mozarts Le nozze di Figaro und Rossinis Il barbiere di Siviglia detailliert analysieren, von der Hintergrundrecherche bis zur musikalischen Werkbetrachtung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Figaro, Musiktheorie, Opera buffa, Figurenkonzeption und den direkten Vergleich der beiden Komponisten definiert.
Während Mozarts Figaro eine psychologische Entwicklung durchläuft und als komplexer, veränderlicher Charakter gezeichnet wird, erscheint Rossinis Figaro als konsistente, typisierte Figur, deren Fokus stärker auf effektvoller Selbstdarstellung liegt.
Die musikalische Analyse ist essenziell, da sie zeigt, wie die Komponisten die im Text angelegten Charakterzüge Figaros durch harmonische Mittel, Dynamik und motivische Arbeit noch vertiefen oder ironisch brechen.
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