Bachelorarbeit, 2024
49 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Methodik
3. Die Lebensphase Kindheit
3.1 Begriff Kindheit
3.2 Kindheitsforschung
3.3 Belastungen in der Kindheit
3.4 Entwicklungsaufgaben in der Kindheit
4. Resilienz
4.1 Begriffsdefinition Resilienz
4.2 Resilienzforschung
4.3 Resilienzförderung bei Kindern
4.4 Risiko- und Schutzfaktorenkonzept
4.4.1 Risikofaktoren
4.4.2 Schutzfaktoren
5. Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
5.1 Institution Kindertageseinrichtung
5.2 Ziele und Aufgaben der Reslilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
5.3 Bedeutung der Vernetzung von Kindertageseinrichtungen
6. Methoden der Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
6.1 Resilienzförderung durch Prävention
6.2 Manualisierte Trainings vs. Alltägliche Förderung
6.3 Ebenen der Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
6.3.1 Resilienzförderung der Bezugspersonen
6.3.2 Resilienzförderung der pädagogischen Fachkraft
7. Programme zur Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen
7.1 EFFEKT, Papilio und PRiK im Überblick
7.2 PRiK
7.2.1 Die vier Ebenen von PRiK
7.2.2 Die sechs PRIK-Bausteine
7.2.3 Evaluation von PRiK
8. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle der Resilienz in der frühkindlichen Entwicklung und analysiert Möglichkeiten sowie Grenzen einer institutionalisierten Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen. Im Zentrum steht die Untersuchung, wie verschiedene Methoden und Programme genutzt werden können, um Kinder in der Altersgruppe von 2 bis 6 Jahren resilienter zu machen, wobei insbesondere die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte beleuchtet werden.
4.4.1 Risikofaktoren
Kinder erfahren ihr Aufwachsen in einer Vielzahl von divergenten Kontexten (Brandl, 2012, S.3). Risiko- und Schutzfaktoren üben einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern aus, da sie kontinuierlich mit ihrer Umwelt in Interaktion stehen. In diesem Zusammenhang spielen sowohl innere als auch äußere Einflüsse eine entscheidende Rolle und werden als Risiko- und Schutzfaktoren bezeichnet, die die kindliche Entwicklung in positiver oder negativer Weise beeinflussen können (Petermann, 2005, S.39). Diese Faktoren werden in dem nachfolgenden Abschnitt näher erläutert.
Risikofaktoren sind definiert als Merkmale, die die gesunde Entwicklung eines Kindes gefährden, indem sie das Risiko erhöhen, Krankheiten begünstigen oder die Entwicklung des Kindes hemmen (Seiffge-Krenke, 2007, S.127). Hierbei liegt der Fokus auf Faktoren, die innerhalb einer Risikogruppe im Vergleich zu einer unbelasteten Gruppe die Wahrscheinlichkeit einer Störung erhöhen. Die Präsenz eines solchen Faktors bedeutet nicht zwangsläufig ein nachteiliges Entwicklungsergebnis, steigert jedoch die Wahrscheinlichkeit dafür (Garmezy, 1983, zitiert nach Laucht, 1999, S. 303). Die Auswirkungen von Risikofaktoren sind von zahlreichen Bedingungen abhängig. Ob Risikofaktoren die Entwicklung beeinträchtigen, hängt von der Entwicklungsphase und dem Zeitpunkt des Auftretens während der kindlichen Entwicklung ab (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2020, zitiert nach Hofmann & Kruse, 2021, S.5). Es gibt Phasen erhöhter Vulnerabilität, in denen das Kind anfälliger für risikoerhöhende Faktoren ist. Beispiele dafür sind Übergänge wie der Eintritt in den Kindergarten oder der Wechsel vom Kindergarten in die Schule. In dieser Zeit werden viele Anforderungen an das Kind gestellt, die es bewältigen muss. Wenn in dieser Phase risikoreiche Situationen auftreten, kann dies zu einer beeinträchtigten Entwicklung oder sogar zu psychischen Störungen führen (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2022, S.25). Ebenso spielt die Anzahl gleichzeitig auftretender Risikofaktoren, die Dauer ihrer Einwirkung und die subjektive Wahrnehmung der Risikofaktoren durch das Kind selbst eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der damit verbundenen Probleme (Fröhlich-Gildhoff & Rönnau-Böse, 2018 zitiert nach Hofmann & Kruse, 2021, S.5)
1. Einleitung: Beschreibt die theoretische Relevanz von Resilienz in der frühkindlichen Phase sowie die Forschungsfragen der Bachelorarbeit.
2. Methodik: Erläutert die systematische Literaturrecherche als gewählte wissenschaftliche Methode zur Analyse des Forschungsfeldes.
3. Die Lebensphase Kindheit: Definiert den Begriff Kindheit, beleuchtet die aktuelle Kindheitsforschung und thematisiert Belastungen sowie Entwicklungsaufgaben.
4. Resilienz: Behandelt die Begriffsdefinition von Resilienz, die historische Resilienzforschung sowie das zentrale Risiko- und Schutzfaktorenkonzept.
5. Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen: Diskutiert die Rolle der Kita, deren Ziele sowie die essenzielle Bedeutung der Vernetzung im Sozialraum.
6. Methoden der Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen: Analysiert präventive Ansätze, vergleicht manualisierte Trainings mit alltagsintegrierter Förderung und geht auf die Ebenen der Resilienzförderung bei Bezugspersonen und Fachkräften ein.
7. Programme zur Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen: Stellt EFFEKT, Papilio und insbesondere das PRiK-Programm mit seinen Bausteinen und Evaluationen vor.
8. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse sowie ein Ausblick.
Resilienz, Resilienzförderung, Kindertageseinrichtung, Kindheit, Prävention, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Frühkindliche Entwicklung, pädagogische Fachkräfte, psychische Gesundheit, PRiK, Erziehungskompetenz, Bindung, Sozialisation, Interventionsprogramm.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Resilienz als Widerstandskraft in der frühen Kindheit und wie diese gezielt gefördert werden kann, wenn Kinder einen Großteil ihrer Zeit in Kindertageseinrichtungen verbringen.
Zentrale Themen sind die Resilienzforschung, das Risiko- und Schutzfaktorenkonzept, die Möglichkeiten der Kita als Bildungsort und die konkrete Ausgestaltung von Resilienzförderprogrammen.
Das Hauptziel ist es, durch Literaturrecherche herauszufinden, welche Rolle Resilienz frühkindlich spielt, welche Methoden der Förderung in Kitas existieren und wie die praktische Umsetzung für Fachkräfte gestaltet werden kann.
Die Autorin nutzt eine systematische, umfassende Literaturrecherche in wissenschaftlichen Datenbanken, um ein aktuelles Bild der theoretischen Konzepte und praktischen Programme im deutschsprachigen Raum zu zeichnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Kindheit, Resilienz), eine Diskussion der institutionellen Rahmenbedingungen in Kitas sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Präventionsprogrammen wie PRiK.
Neben dem Kernbegriff Resilienz stehen Begriffe wie Prävention, Kita, Risiko- und Schutzfaktoren sowie die Professionalisierung pädagogischer Fachkräfte im Vordergrund.
PRiK zeichnet sich durch einen besonders ganzheitlichen, systemischen Ansatz aus, der neben den Kindern explizit auch die Eltern, das pädagogische Personal und die institutionelle Kultur der Kita in den Förderprozess einbezieht.
Weil Fachkräfte in Kitas als "Stützanker" für Kinder fungieren. Die Arbeit betont, dass nicht nur die Kinder, sondern auch die eigene Resilienz der Fachkräfte (Stichwort: Burnout-Prävention) durch Supervision und Fortbildung gestärkt werden muss.
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