Diplomarbeit, 2010
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielssetzung
1.2 Erkenntnisziel und Gang der Untersuchung
1.3 Abgrenzung zentraler Begriffe
1.3.1 Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG)
1.3.2 Mittelständische Unternehmen in Deutschland (KMU)
2 Übergreifende Neuregelungen
2.1 Befreiung von der Buchführungs- und Bilanzierungspflicht
2.2 Anhebung der Schwellenwerte
2.3 Umgekehrte Maßgeblichkeit
3 Wesentliche Änderungen der Rechnungslegung im HGB Einzelabschluss durch das BilMoG
3.1 Änderungen mit übergreifender Bedeutung
3.1.1 Wirtschaftliche Zurechnung
3.1.2 Stetigkeitsgrundsatz
3.1.3 Herstellungskosten
3.1.4 Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertaufholung
3.1.5 Bewertungseinheiten
3.1.6 Währungsumrechnung
3.2 Änderungen der Bilanzierung (Ansatz und Bewertung) einzelner Vermögensgegenstände und Schulden
3.2.1 Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des AV
3.2.2 Latente Steuern
3.2.3 Rückstellungen
3.2.3.1 Sonstige Rückstellungen
3.2.3.2 Pensionsrückstellungen
3.2.4 Eigenkapital
4 Ergebnisse aus der Sicht des Mittelstands
4.1 Pro BilMoG im Einzelabschluss
4.1.1 Deregulierung
4.1.2 Informationswert
4.1.3 Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen
4.1.4 Harmonisierung des internen/externen Rechnungswesen (Controlling)
4.1.5 Realistische Abbildung der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage
4.1.6 Besseres Gesamtrating zur Finanzierung
4.1.7 Verbesserung der Wettbewerbsposition
4.2 Contra BilMoG im Einzelabschluss
4.2.1 Abkehr von der Einheitsbilanz
4.2.2 Abkehr vom Vorsichtsprinzip
4.2.3 Komplexität
4.2.4 Wahlrechte und Ermessensspielräume
4.3 Merkmale der Rechnungslegung mittelständischer Unternehmen in Deutschland
5. Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit analysiert die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Jahresabschlusserstellung mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Das zentrale Ziel ist das Herausarbeiten wesentlicher Vor- und Nachteile der neuen Regelungen im Vergleich zum bisherigen Handelsgesetzbuch.
3.1.1 Wirtschaftliche Zurechnung
Der Grundsatz der Vollständigkeit verlangt u. a., dass der Jahresabschluss sämtliche Vermögensgegenstände zu enthalten hat. Fraglich in diesem Zusammenhang ist die Vorgehensweise bei Fällen, in denen das zivilrechtliche und das wirtschaftliche Eigentum an einem Vermögensgegenstand auseinanderfallen. Bisher ergaben sich diesbezüglich nur in einzelnen Fällen in Form von richterlicher Rechtsprechung explizite Regelungen, z. B. für Eigentumsvorbehalt, Verpfändung und Sicherungsübereignung.
Durch das BilMoG wurde hinsichtlich der Zuordnung von Vermögensgegenständen in der handelsrechtlichen Rechnungslegung eine Klarstellung vorgenommen. Die bis dahin in der Praxis übliche Vorgehensweise wurde somit auch im Gesetz kodifiziert. Erstmals wird ausdrücklich der Grundsatz der wirtschaftlichen Zurechnung als eine Art Generalnorm und entscheidendes Kriterium zur Aufnahme aktivierungsfähiger Vermögensgegenstände in die Bilanz als Regelung eingefügt. Der umgestaltete § 246 Abs. 1 HGB regelt nunmehr ausdrücklich, dass Vermögensgegenstände grundsätzlich in die Bilanz des (zivilrechtlichen) Eigentümers aufzunehmen sind. Der Gesetzgeber bestimmt im Zuge dieser Neuregelung, dass im (Ausnahme-) Fall eines vom zivilrechtlichen Eigentümer abweichenden wirtschaftlichen Eigentümers nicht der zivilrechtliche, sondern der wirtschaftliche Eigentümer zur Bilanzierung dieses Vermögensgegenstandes verpflichtet ist. Demnach setzt sich beim Auseinanderfallen von rechtlichem und wirtschaftlichem Eigentum grundsätzlich die Zurechnung anhand des wirtschaftlichen Eigentums gegenüber der Zurechnung nach dem zivilrechtlichen Eigentum durch. Der rechtliche Eigentumsbegriff ist subsidiär.
1 Einleitung: Darstellung der Problemstellung, Zielsetzung sowie Abgrenzung der zentralen Begriffe BilMoG und Mittelstand.
2 Übergreifende Neuregelungen: Überblick über Erleichterungen bei der Buchführungspflicht, angepasste Schwellenwerte und die Aufgabe der umgekehrten Maßgeblichkeit.
3 Wesentliche Änderungen der Rechnungslegung im HGB Einzelabschluss durch das BilMoG: Detaillierte Untersuchung der neuen Ansätze bei Herstellungskosten, Abschreibungen, Bewertungseinheiten sowie Bilanzierung von Rückstellungen und Eigenkapital.
4 Ergebnisse aus der Sicht des Mittelstands: Analyse der Vor- und Nachteile des BilMoG für mittelständische Unternehmen sowie Charakterisierung der spezifischen Anforderungen an deren Rechnungslegung.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Reformauswirkungen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Rechnungslegung für den Mittelstand.
BilMoG, HGB, Mittelstand, KMU, Jahresabschluss, Rechnungslegung, Bilanzpolitik, Maßgeblichkeitsprinzip, Rückstellungen, Herstellungskosten, Bilanzierung, Bewertung, Wirtschaftliche Zurechnung, Informationsfunktion, Eigenkapital
Die Arbeit untersucht, wie das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) die Erstellung von Jahresabschlüssen in deutschen mittelständischen Unternehmen beeinflusst.
Die Themen umfassen die Deregulierung, die Annäherung an internationale Standards (IFRS), Änderungen bei den Bewertungsgrundsätzen sowie die Auswirkungen auf das Rating von Unternehmen.
Das Ziel ist es, die spezifischen Vor- und Nachteile der neuen handelsrechtlichen Vorschriften für mittelständische Unternehmen detailliert herauszuarbeiten.
Die Arbeit basiert auf einer normativen Betrachtung und Analyse der geltenden Gesetzesänderungen sowie der fachwissenschaftlichen Literatur zum BilMoG.
Der Hauptteil analysiert wesentliche Neuregelungen wie die wirtschaftliche Zurechnung, die Änderung der Herstellungskosten, neue Abschreibungsregeln und die geänderte Bewertung von Rückstellungen.
Die wichtigsten Begriffe sind BilMoG, Mittelstand, Rechnungslegung, Einheitsbilanz, Gläubigerschutz und Informationsfunktion.
Sie führt dazu, dass steuerliche und handelsrechtliche Bilanzansätze stärker auseinanderfallen, was für mittelständische Unternehmen oft einen erhöhten administrativen Aufwand zur Dokumentation mit sich bringt.
Da Mittelständler stark auf Fremdkapital durch Banken angewiesen sind, beeinflussen die Bilanzänderungen (z.B. bei Rückstellungen oder Eigenkapital) die ratingrelevanten Kennzahlen und damit die Finanzierungsmöglichkeiten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

