Diplomarbeit, 2009
67 Seiten, Note: 1
Einleitung
1. Mammakarzinom
1.1. Epidemiologie
1.2. Erkrankungsbild
1.3. Risikofaktoren
2. Standardisierte Therapie beim Mammakarzinom
2.1. Neoadjuvante (präoperative) Chemotherapie
2.2. Chirurgische Therapie.
2.2.1 Brust erhaltende Operation (BEO)
2.2.2 Axilläre Lymphonodektomie
2.2.3 Modifiziert radikale Mastektomie
2.2.4 Ablatio simplex
2.3. Adjuvante Therapie
2.3.1 Postoperative adjuvante Strahlentherapie
2.3.2 Postoperative adjuvante Chemotherapie
2.3.3. Hormonelle Therapie
2.4. Antikörper Therapie (Target Therapie)
3. Nebenwirkungen der konventionellen Therapie von Mammakarzinom
3.1 Nebenwirkungen der Strahlentherapie
3.2 Nebenwirkungen der Zytostatikatherapie
3.2.1 Cyclophosphamid
3.2.2 Methotrexat
3.2.3 Fluorouracil
3.2.4 Epirubicin
3.2.5 Docetaxel, Paclitaxel
3.3 Nebenwirkungen der Hormontherapie
3.3.1 Goserelin, Leuprorelin
3.3.2 Tamoxifen
3.3.3 Fulvestrant
3.3.4 Anastrozol, Lestrozol, Exemestan
3.3.5 Medroxyprogesteronacetat, Megestrolacetat
3.4 Nebenwirkungen der Antikörpertherapie
3.4.1 Trastuzumab
3.4.2 Bevacizumab
4. Ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Nebenwirkungen der Mammakarzinombehandlung
4.1 Übelkeit und Erbrechen
4.2 Diarrhoe
4.3 Mukositis/Stomatitis
4.4 Gewichtszunahme
4.5 Obstipation
4.6 Xerostomie
4.7 Geschmacks/Geruchsstörungen
4.8 Fatigue
5. Immunmodulation
5.1. Definitionen
5.1.1. Immunsystem
5.1.2. Immunmodulation
5.1.3. Immunstimulantien
5.2. Immunmodulation durch Ernährung
5.3. Die Wirkung onkologischer Therapien auf das Immunsystem
6. Komplementäre Therapien
6.1. Definition Komplementärmedizin
6.2. Immuntherapeutische Maßnahmen in der Komplementäronkologie
6.3. Anwendung und Gefahren der komplementären Heilmethoden
7. Nahrungsergänzungsmittel (NEM)
7.1. Definition Nahrungsergänzungsmittel
7.2. Definition von NEM aus ernährungsphysiologischer Sicht
7.3. Vertriebswege für NEM
8. Pflanzliche NEM als Immunstimulantien in der Komplementäronkologie
8.1. Aloe Vera
8.2. Avemar®
8.3. Béres Tropfen
8.4. BioBran
8.5. Carnivora
8.6. COD Tee
8.7. Essiac® Tee (Vitalitea)®, Flor Essence®
8.8. Ginseng
8.9. Haelan 951®
8.10. Kombucha
8.11. Krallendorn
8.12. Lapachotee
8.13. Man Koso
8.14. Noni
8.15. Rooibostee
9. Andere immunstimulierende NEM
9.1. Algen
9.2. Heilpilze
Conclusio
Diese Arbeit untersucht, inwiefern abwehrstärkende pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel als komplementäre Maßnahme das Immunsystem von Brustkrebspatientinnen während der Standardtherapie beeinflussen und ob eine Empfehlung durch DiätologInnen ausgesprochen werden kann.
8.2 Avemar®
Avemar® ist ein Pulverpräparat aus fermentierten Weizenkeimen (Triticum vulgaris), das seit den 90er Jahren zur Immunstimulation bei Tumorpatienten angewendet wird. [Hübner 2008, 44]
Nach Angaben des Herstellers soll es die Immunfunktion stimulieren, den Tumorstoffwechsel stören, antimetastatische Effekte zeigen, Nebenwirkungen der Chemotherapie verringern, die Gewichtszunahme von Krebspatienten fördern und deren Lebensqualität erhöhen. [URL 4]
Die Wirkung des Präparats wird den Polyphenolen zugeschrieben. Laut der Produktinformation der Firma Fresenius Kabi wurden im Avemar® unter anderem Flavonoide und Biochinone nachgewiesen, die nicht nur ein antioxidatives Potenzial haben, sondern vor allem die Umleitung der Glukoseverwertung der Krebszellen verursachen und somit die Metastasierung verhindern. [URL 4]
1. Mammakarzinom: Darstellung der weltweiten Epidemiologie, der Definition des Krankheitsbildes sowie der relevanten Risikofaktoren.
2. Standardisierte Therapie beim Mammakarzinom: Übersicht über chirurgische, adjuvante sowie neoadjuvante Behandlungsformen inklusive Antikörper- und Hormontherapien.
3. Nebenwirkungen der konventionellen Therapie von Mammakarzinom: Detaillierte Auflistung der unerwünschten Wirkungen durch Strahlen-, Zytostatika-, Hormon- und Antikörpertherapien.
4. Ernährungstherapeutische Maßnahmen bei Nebenwirkungen der Mammakarzinombehandlung: Empfehlungen zur Linderung von Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe oder Fatigue durch gezielte Ernährung.
5. Immunmodulation: Erläuterung der Grundlagen des Immunsystems sowie der theoretischen Möglichkeiten der Immunstimulation durch Ernährung und onkologische Therapien.
6. Komplementäre Therapien: Definition der Komplementärmedizin und Diskussion über den Stellenwert immuntherapeutischer Maßnahmen in der Onkologie.
7. Nahrungsergänzungsmittel (NEM): Rechtliche Einordnung, Definition sowie Analyse der gängigen Vertriebswege für Nahrungsergänzungsmittel.
8. Pflanzliche NEM als Immunstimulantien in der Komplementäronkologie: Ausführliche wissenschaftliche Betrachtung von 15 spezifischen pflanzlichen Mitteln, deren Wirkung und Nebenwirkungen.
9. Andere immunstimulierende NEM: Analyse von weiteren Mitteln wie Algen und Heilpilzen, die von Patientinnen oft fälschlicherweise als Pflanzen wahrgenommen werden.
Conclusio: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage mit dem Ergebnis, dass die Anwendung dieser Mittel mangels Evidenz derzeit abzulehnen ist.
Mammakarzinom, Nahrungsergänzungsmittel, Ernährungstherapie, Immunmodulation, Zytostatikatherapie, Komplementärmedizin, Nebenwirkungen, Fatigue, Pflanzenpräparate, Onkologie, Evidence-based, Brustkrebs, Immunstimulantien, Ernährung, Therapiebegleitung
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz von abwehrstärkenden pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln bei Brustkrebspatientinnen, die sich gleichzeitig in einer onkologischen Standardtherapie befinden.
Die zentralen Felder umfassen onkologische Standardtherapien, deren Nebenwirkungen, ernährungstherapeutische Ansätze zur Linderung dieser Nebenwirkungen und die kritische wissenschaftliche Überprüfung von komplementären pflanzlichen Präparaten.
Das Ziel ist zu klären, inwiefern pflanzliche Mittel das Immunsystem von Patientinnen beeinflussen und ob DiätologInnen deren Anwendung als ergänzende Maßnahme empfehlen können.
Es handelt sich um eine hermeneutische Arbeit, bei der eine umfassende Literaturrecherche in Fachbibliotheken und via medizinischer Fachjournale durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Standardtherapien, die ernährungstherapeutische Bewältigung von deren Nebenwirkungen sowie die detaillierte Analyse von 15 pflanzlichen und zwei weiteren immunstimulierenden Produkten.
Wichtige Begriffe sind Mammakarzinom, Nahrungsergänzungsmittel, Immunmodulation, Ernährungstherapie und Komplementäronkologie.
Der Autor rät von der Einnahme ab, da ein Wirkstoff in Aloe Vera die tumorbekämpfende Wirkung des Zytostatikums Cisplatin abschwächen kann.
Der Autor stellt fest, dass Patienten oft mehrere Präparate gleichzeitig einnehmen, was zu monatlichen Kosten führen kann, die im vierstelligen Euro-Bereich liegen.
Da es sich oft um eine hauseigene Herstellung handelt, besteht die Gefahr, dass das Getränk pathogene Keime enthält, die für geschwächte Patienten lebensgefährlich sein können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

