Masterarbeit, 2020
137 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
1.1 Aufgabenstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Hintergrund
2.1 Der Klimawandel
2.2 Klimaschutz und Klimaanpassung
2.3 Umgang mit Unsicherheiten
3. Raumordnung
3.1 Raumrelevante Auswirkungen des Klimawandels
3.2 Die Rolle der Raumordnung bei der Klimaanpassung
3.3 Vorgaben und Instrumente in der Raumordnung
3.3.1 Formelle Instrumente
3.3.2 Informelle Instrumente
4. Das Bundesland Niedersachsen
4.1 Allgemeine Informationen
4.2 Klima und Klimaveränderungen in Niedersachsen
4.2.1 Temperatur
4.2.2 Niederschlag und Verdunstung
4.2.3 Klimatische Wasserbilanz
4.2.4 Meeresspiegel
4.2.5 Extremereignisse
4.2.6 Zusammenfassung
4.3 Raumordnung in Niedersachsen
5. Methodisches Vorgehen
6. Handlungsfelder
6.1 Sektor Freiraum
6.1.1 Boden und Wasser
6.1.2 Fischerei, Land- und Forstwirtschaft
6.1.3 Naturschutz und Biodiversität
6.2 Sektor Siedlungs- und Infrastruktur
6.2.1 Bau- und Verkehrswesen
6.2.2 Industrie, Gewerbe und Tourismus
6.2.3 Menschliche Gesundheit
7. Auswertung
7.1 Raumordnerische Festlegungen zur Klimaanpassung
7.2 Ausschöpfung der Festlegungen zur Anpassungskapazität
7.3 Auswertung der Experteninterviews
8. Interpretation
8.1 Handlungsfeld Boden und Wasser
8.2 Handlungsfeld Fischerei, Land- und Forstwirtschaft
8.3 Handlungsfeld Naturschutz und Biodiversität
8.4 Handlungsfeld Bau- und Verkehrswesen
8.5 Handlungsfeld Industrie, Gewerbe und Tourismus
8.6 Handlungsfeld Menschliche Gesundheit
9. Erkenntnisse
9.1 Anpassungserfordernisse
9.2 Herausforderungen
9.3 Kritische Reflexion
10. Fazit
Die Masterarbeit untersucht, inwieweit die Raumordnung in Niedersachsen zur Anpassung an den Klimawandel beitragen und ihren aktuellen Implementationsstand ausweiten kann. Ziel ist es, den Status quo der Integration von Klimaanpassungsinhalten in Regionalpläne zu bewerten und ein methodisches Grundgerüst zur Identifikation von Handlungsfeldern und Anpassungskapazitäten zu liefern.
3.1 Raumrelevante Auswirkungen des Klimawandels
Die Gesellschaft ist mit ihrer Umwelt in vielfältiger Weise miteinander verwoben. Diese Relationen sind auf unterschiedlichen Ebenen zu erkennen und überschneiden sich in vielfältiger Weise. Die Kombination aus mehreren unmittelbaren Wirkfolgen bewirkt meist weitere mittelbare. So entsteht eine Verknüpfung von Wirkfolgen, die auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereiche einwirken und Reaktionen auslösen. (s. Gruehn et. al. 2010: 10) Die divergenten Wirkbeziehungen zwischen den einzelnen Bereichen können mit Hilfe des DPSIR-Modell (Driving Forces-Pressure-State-Impact-Response) dargestellt werden (s. BMVBS, BBSR 2010: 10). Gegenstand des Wirkbeziehungssystems ist auf der einen Seite der Klimawandel mit seinen Auslösern und Veränderungen und auf der anderen Seite die Gesellschaft mit ihren Anpassungsstrategien. Dazwischen sind die Klimawirkfolgen auf die Gesellschaft einzuordnen (vgl. Abbildung 2). Birkmann definiert eine Klimawirkung als „das Resultat einer multikausalen Wirkbeziehung, an deren Anfang die Veränderungen bestimmter Klimavariablen als Belastung [...] eines klimasensitiven Systems stehen und in deren Folge ökonomische, ökologische und soziale Auswirkungen im betroffenen System eintreten können” (Birkmann et. al. 2011: 14). Raumordnerisch relevante Wirkfolgen des Klimawandels lösen somit einen unmittelbaren Handlungsbedarf aus, da sie sich auf die Inhalte der raumordnerischen Instrumente auswirken.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Klimawandels ein, definiert die zentrale Forschungsfrage und beschreibt den Aufbau der Masterarbeit.
2. Hintergrund: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Klimawandels erläutert, inklusive der Unterscheidung von Klimaschutz (Mitigation) und Klimaanpassung (Adaption).
3. Raumordnung: Dieses Kapitel analysiert die Rolle der Raumordnung als intermediäre Planungsebene und stellt die verfügbaren formellen und informellen Instrumente zur Klimaanpassung vor.
4. Das Bundesland Niedersachsen: In diesem Teil erfolgt eine geografische Einordnung, gefolgt von einer detaillierten Analyse der spezifischen klimatischen Veränderungen und der Organisation der Raumordnung in Niedersachsen.
5. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel legt das methodische Gerüst dar, mit dem die Regionalpläne auf ihre klimarelevanten Festlegungen hin untersucht und ausgewertet wurden.
6. Handlungsfelder: Hier werden relevante Handlungsfelder aus der Deutschen Anpassungsstrategie abgeleitet und in die Sektoren Freiraum sowie Siedlung und Infrastruktur unterteilt.
7. Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der quantitativen Analyse der Regionalpläne und wertet die Experteninterviews aus.
8. Interpretation: Hier werden die Ergebnisse der Analyse kapitelweise interpretiert und auf ihre Bedeutung für die jeweilige Planungspraxis hin hinterfragt.
9. Erkenntnisse: Das Kapitel leitet aus der Analyse Anpassungserfordernisse ab und reflektiert kritisch über die Grenzen und Potenziale der methodischen Vorgehensweise.
10. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Klimawandel, Klimaanpassung, Raumordnung, Regionalplanung, Niedersachsen, Klimaschutz, Anpassungskapazität, Raumrelevanz, Siedlungsentwicklung, Hochwasserschutz, Boden und Wasser, Strategien, Implementierung, Klimafolgen, Fachplanung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Raumordnung in Niedersachsen bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und untersucht den Implementationsstand entsprechender Maßnahmen in den regionalen Raumordnungsprogrammen.
Zentral sind die Handlungsfelder Freiraum (mit Boden, Wasser, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz) sowie der Sektor Siedlung und Infrastruktur (mit Bauwesen, Industrie, Tourismus und Gesundheit).
Das Ziel besteht darin herauszufinden, wie die Raumordnung aktiv zur Klimaanpassung beitragen kann und welche Möglichkeiten bestehen, den aktuellen Implementationsgrad in den regionalen Raumordnungsprogrammen zu erhöhen.
Es wird eine systematische Analyse von insgesamt 15 niedersächsischen Regionalplänen durchgeführt, ergänzt durch Experteninterviews, um den Grad der Ausschöpfung von Anpassungskapazitäten zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit der Klimaanpassung in der Raumordnung, die Analyse des Bundeslandes Niedersachsen sowie die detaillierte Auswertung der regionalen Pläne und deren Interpretation.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Klimaanpassung, Raumordnung, Regionalplanung, Klimafolgen und Anpassungskapazität.
Hochwasserschutz ist einer der wichtigsten Aspekte, da er sowohl als Instrument der Raumordnung fest verankert ist als auch eine direkte Reaktion auf prognostizierte Extremwetterereignisse darstellt.
Diese Unterscheidung verdeutlicht den Wechsel von einer starren, endzustandsorientierten Planung hin zu prozessualen und flexiblen Planungsansätzen, die besser auf unsichere Zukunftsszenarien des Klimawandels reagieren können.
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