Diplomarbeit, 2010
103 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Grundlagen von Marken
2.1. Begriffliche Grundlagen
2.1.1. Definition Marke
2.1.2. Arten von Marken
2.1.3. Markenrecht und Urheberschutz
2.2. Besonderheiten von Dienstleistungsmarken
2.2.1. Definition und Charakteristika von Dienstleistungen
2.2.2. Herausforderungen bei der Steuerung von Dienstleistungsmarken
2.2.3. Erscheinungsformen von Dienstleistungsmarken
2.3. Entwicklung und aktuelle Bedeutung von Dienstleistungen
3. Grundlagen des Markencontrollings
3.1. Einordnung und Bedeutung des Markencontrollings
3.2. Ziele und Aufgaben des Controllings von Marken
3.2.1. Informationsversorgung und Koordination
3.2.2. Planung und Kontrolle
3.2.3. Markenaudit
3.3. Anforderungen an das Markencontrolling
4. Zielgrößen des Markencontrollings
4.1. Ableitung von Zielgrößen aus übergeordneten Unternehmenszielen
4.2. Anforderungen an die Zielgrößen des Markencontrollings
4.3. Markenstärke
4.3.1. Definition und Bedeutung
4.3.2. Ermittlung und Messung der Markenstärke
4.3.3. Problematik
4.4. Markenwert
4.4.1. Definition und Bedeutung
4.4.2. Berechnung des Markenwerts
4.4.3. Vorteile und Problematik Markenwertmessung
5. Methoden zur Steuerung von Marken
5.1. Strategisches Markencontrolling
5.1.1. Analyse von Marken
5.1.2. Strategiefindung
5.1.3. Strategische Frühaufklärung und Kontrolle von Marken
5.2. Operatives Markencontrolling
5.2.1. Markenwertorientierte Kennzahlen
5.2.2. Markenwertorientierte Budgetierung
5.2.3. Die BrandScorecard als Rahmen für das Markencontrolling
5.2.3.1. BalancedScorecard als Basis der BrandScorecard
5.2.3.2. Die BrandScorecard - Ziele und Aufbau
5.2.3.3. Bewertung des BrandScorecard-Modells
6. Erfolgreiche Umsetzung des Markencontrollings am Beispiel der UBS Bank
6.1. Ausgangssituation und Markenwahrnehmung der UBS
6.2. Ziele und Umsetzung des Swiss Market Approach
6.3. Erfolgsmessung
7. Fazit
Die Diplomarbeit untersucht die Bedeutung und den Einsatz von Markencontrolling im Dienstleistungssektor, wobei die Marke als zentrales Steuerungsinstrument für eine wertorientierte Unternehmensführung analysiert wird. Im Fokus steht die Entwicklung und praktische Anwendung eines Controllingzyklus für Dienstleistungsmarken, um deren Beitrag zum Unternehmenswert messbar und steuerbar zu machen.
2.2.2. Herausforderungen bei der Steuerung von Dienstleistungsmarken
Aus den oben in der Definition nochmals genannten Charakteristika, der Integration des externen Faktors, dem Dienstleistungsnachfrager, der Simultanität von Produktion und Absatz und in erster Linie der Immaterialität oder Intangibilität von Dienstleistungen, ergeben sich die Herausforderungen für das Markenmanagement.
Die Immaterialität der Produkte führt neben einem erhöhten wahrgenommenen Kaufrisiko beim Kunden auch das Risiko des schnellen Vergessens und das Risiko der leichten Nachahmung der Dienstleistung mit sich.
Auf Grund der Intangibilität und der Gleichzeitigkeit von Produktion und Absatz („uno-actu-Prinzip“) von Dienstleistungen ist der Anteil der Eigenschaften der Dienstleistung, die ein Kunde vor dem Gebrauch oder Kauf einsehen und beurteilen kann („search qualities“), sehr gering. Demgegenüber ist der Anteil an „experience qualities“, d.h. Eigenschaften des Produkts, die der Kunde erst nach dem Kauf beurteilen kann, sehr groß. Die Beurteilungsmöglichkeit für den Käufer ist demnach sehr eingeschränkt, weshalb er sich bei seiner Erwartungsbildung vor dem Kauf an sog. Schlüsselinformationen orientiert. Neben den materiellen Komponenten einer Dienstleistung, wie Gebäude und Ausstattung, ist in erster Linie die Marke ausschlaggebend für den Kunden.
Bei einer bekannten Marke, die im Markt etabliert ist, geht der Kunde automatisch von einer entsprechenden Gesamtqualität aus, wodurch sich das wahrgenommene Kaufrisiko stark vermindert. Unternehmen, die starke Marken für ihre Dienstleistungen entwickelt haben, befriedigen daher das Bedürfnis des Kunden nach Sicherheit.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die steigende Relevanz von Marken für den Unternehmenserfolg und begründet die Notwendigkeit eines systematischen Markencontrollings angesichts des Strukturwandels im Dienstleistungssektor.
2. Grundlagen von Marken: Dieser Teil definiert den Markenbegriff, differenziert zwischen verschiedenen Markenarten und erarbeitet die spezifischen Merkmale sowie Herausforderungen von Dienstleistungsmarken.
3. Grundlagen des Markencontrollings: Es werden die Funktionen des Markencontrollings als Steuerungsinstrument erläutert, Aufgaben wie Markenaudits definiert und Anforderungen an ein solches System abgeleitet.
4. Zielgrößen des Markencontrollings: Dieses Kapitel diskutiert den Markenwert und die Markenstärke als zentrale Kennzahlen und beschreibt Methoden zu deren Messung sowie die damit verbundenen Herausforderungen.
5. Methoden zur Steuerung von Marken: Hier werden strategische und operative Controlling-Instrumente vorgestellt, darunter die Analyse von Marken, Strategiefindung und die Anwendung der BrandScorecard.
6. Erfolgreiche Umsetzung des Markencontrollings am Beispiel der UBS Bank: Anhand einer Fallstudie wird die praktische Anwendung eines Kommunikationskonzepts zur Steuerung der Marke „UBS“ im Schweizer Markt detailliert nachvollzogen.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Marken trotz ihrer emotionalen Natur mittels Controlling objektiv steuerbar sind und als essenzielle immaterielle Vermögenswerte zur nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Markencontrolling, Dienstleistungsmarken, Markenwert, Markenstärke, Unternehmensführung, BrandScorecard, Markenidentität, Markenimage, Controllingzyklus, Wettbewerbsvorteil, Dienstleistungssektor, Markenmanagement, Kennzahlen, Unternehmenswert, UBS Bank.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und Bedeutung des Markencontrollings speziell für den Dienstleistungssektor als Instrument zur wertorientierten Unternehmensführung.
Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung von Dienstleistungsmarken, die Messung von Markenstärke und Markenwert sowie die praktische Steuerung dieser Marken mittels spezifischer Controlling-Instrumente.
Ziel ist die Darstellung eines Controllingzyklus, der es ermöglicht, Marken als immaterielle Wertschöpfer messbar und steuerbar zu machen, um so einen nachhaltigen Beitrag zum Unternehmenswert zu leisten.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse zur Herleitung von Definitionen und Modellen, kombiniert mit einer praxisnahen Fallstudienmethode zur Veranschaulichung der theoretischen Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden zur Messung von Markenkennzahlen (wie Markenwert und Markenstärke) sowie Ansätze zur strategischen und operativen Steuerung, inklusive eines detaillierten Praxisbeispiels.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Markencontrolling, BrandScorecard, Dienstleistungsmarken, Markenstärke und wertorientierte Unternehmensführung geprägt.
Sie dient als ganzheitlicher Rahmen, der qualitative und quantitative Kennzahlen zusammenführt und die Lücke zwischen strategischer Markenführung und operativem Controlling schließt.
Die UBS implementierte den „Swiss Market Approach“ (unter dem Motto „You & Us“), um durch ein ganzheitliches Kommunikationskonzept und interne Mitarbeiterprogramme die Sympathiewerte und die Kundennähe im Schweizer Heimatmarkt zu verbessern.
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