Bachelorarbeit, 2008
46 Seiten, Note: 2
1. Der Film und seine Geschichte
1.1 Filme im Unterricht
1.2 Kino als Lieblingsort der Freizeitgestaltung von Jugendlichen
1.3 Altersunabhängiges Interesse am Film
2. Charakterisierung der Zielgruppe unter dem psychologisch-sozialen Aspekt
3. Seh-Verstehen als Fertigkeit
3.1 Die Wahrnehmung
3.2 Sehen fördert das Lernen
3.2.1 Arten der Aufmerksamkeit
3.3 Emotionen beim Filmeinsatz
4. Einsatz von Filmsequenzen im Fremdspracheunterricht
4.1 Vorgehensweisen beim Filmeinsatz
4.1.1 Blockverfahren
4.1.2 Intervallverfahren
4.1.3 Sandwichverfahren
4.1.4 Mischformen
4.2 Aufgaben bei dem Filmeinsatz
4.2.1 Aufgaben vor dem Filmeinsatz
4.2.2 Aufgaben während des Filmeinsatzes
4.2.3 Aufgaben nach dem Filmeinsatz
4.3 Rechtliche Aspekte und technische Voraussetzungen
5. Praktischer Teil der Arbeit - Stundenentwürfe
6. Bewertung des Unterrichtmediums „Filmsequenzen“
6.1 Vorteile
6.2 Nachteile
Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die methodisch-didaktischen Möglichkeiten für den Einsatz von Filmsequenzen im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache) für fortgeschrittene Schüler in der Oberschule zu explorieren und zu begründen.
3.2 Sehen fördert das Lernen
Noch nie in der Geschichte waren die Menschen durch so viele Bilder überflutet wie heute. Das Kino, das Fernsehen, Werbeplakate und das Internet sind die Hauptvermittler dieser Bilderflut. Unser Gehirn ist somit ständig damit beschäftigt, diese Bilder zu sortieren und zu selektieren. Unsere Wahrnehmung passt sich an diese Veränderung der Vermittlung von Information und Wissen an: ,,Wir leben in einer Zeit des Umbruchs von einer sprach- zu einer bildzentrierten Kultur. So haben Jugendliche heute eine 30% höhere visuelle und akustische Wahrnehmungsgeschwindigkeit als vor zwanzig Jahren." (Ballstaedt, 2004)
Diese Rezeption heißt aber lange nicht, dass ein langer intensiver Lernprozess eingesetzt wird. Bei massiver ,,Bombardierung’’ des Gehirns mit Reizen, die uns gleichgültig vorkommen, werden die neuen Informationen in Kurztzeitgedächtnis gespeichert. Damit spielt ja beispielsweise die Werbung, die stets neue Geschichten erzählt und ungewöhnliche Bild-Satz-Montagen wählt, um die Zuschauer für den Kauf des beworbenen Produktes zu gewinnen.
Auch im Unterricht gewinnen wir durch eine interessante Unterrichtsgestaltung die Aufmerksamkeit der Lernenden, denn „nur was wir mit den Augen fixieren oder mit den Ohren fokussieren, hat eine Chance konzeptuell und bewusst zu Wissen verarbeitet zu werden.’’ (Assmann in: Ballstaed, S. 4)
1. Der Film und seine Geschichte: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung des Films von den Anfängen der Projektionstechnik bis zum modernen Massenmedium und dessen Einzug in den Unterricht.
2. Charakterisierung der Zielgruppe unter dem psychologisch-sozialen Aspekt: Hier wird das Jugendalter als Übergangsphase analysiert, wobei besonders die Bedeutung der Adoleszenz für die Identitätsfindung und das Lernverhalten hervorgehoben wird.
3. Seh-Verstehen als Fertigkeit: Der Autor definiert das visuelle Verständnis als wichtige Fertigkeit im Unterricht und beleuchtet die kognitiven Grundlagen der Wahrnehmung sowie die Bedeutung der Aufmerksamkeit.
4. Einsatz von Filmsequenzen im Fremdspracheunterricht: Dieses Kernkapitel stellt konkrete methodische Vorgehensweisen und didaktische Übungsformate für verschiedene Phasen der Filmarbeit vor, ergänzt durch rechtliche und technische Hinweise.
5. Praktischer Teil der Arbeit - Stundenentwürfe: In diesem Teil werden drei konkrete Unterrichtsentwürfe präsentiert, die die theoretischen Ansätze der vorangegangenen Kapitel in die Praxis übertragen.
6. Bewertung des Unterrichtmediums „Filmsequenzen“: Das Kapitel bietet eine kritische Reflexion über die Stärken und Herausforderungen beim Einsatz von Filmen und unterstreicht deren positiven Effekt auf die Motivation und Medienkompetenz der Schüler.
DaF-Unterricht, Filmsequenzen, Seh-Verstehen, Medienkompetenz, Fremdsprachendidaktik, Unterrichtsmethodik, Adoleszenz, visuelle Wahrnehmung, Unterrichtsplanung, Stundenentwurf, Filmanalyse, interkulturelles Lernen, Motivation, Fremdsprachenerwerb, Medien im Unterricht.
Die Arbeit untersucht, wie Filmsequenzen effektiv im Deutschunterricht für fortgeschrittene Oberschüler eingesetzt werden können, um die Sprachvermittlung attraktiver und schülerzentrierter zu gestalten.
Im Fokus stehen die Geschichte des Films, die psychologische Einordnung der jugendlichen Zielgruppe, die Didaktik des Seh-Verstehens sowie konkrete methodische Vorgehensweisen bei der Filmarbeit.
Das Hauptziel ist es, Lehrkräften praktische Werkzeuge und methodische Ansätze an die Hand zu geben, um das Potenzial von Filmmedien für den Fremdsprachenerwerb voll auszuschöpfen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachliteratur zur Fremdsprachendidaktik und Psychologie, ergänzt durch die Erstellung und Analyse von praxisnahen Stundenentwürfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung zum Seh-Verstehen und zur Film-Didaktik sowie in einen umfangreichen Praxisteil mit drei ausgearbeiteten Stundenentwürfen zu Themen wie Landeskunde, Fremdenfeindlichkeit und Anglizismen.
Wichtige Begriffe sind DaF-Unterricht, Filmsequenzen, Seh-Verstehen, Medienkompetenz, Fremdsprachendidaktik und methodische Vorgehensweisen wie Block- oder Sandwichverfahren.
Der Autor betont, dass Filme nicht nur nach inhaltlichen Interessen der Jugend gewählt werden sollten, sondern auch dem kulturellen Raum und dem Lernniveau der Gruppe entsprechen müssen, um die Aufmerksamkeit dauerhaft zu sichern.
Literaturverfilmungen können als wertvolle Stütze dienen, unterscheiden sich jedoch vom Buch, weshalb die Schüler die Handlung des Films nicht zwangsläufig mit dem Text gleichsetzen sollten.
Neben Videorekordern oder DVD-Playern werden Computer mit Schnittsoftware hervorgehoben, da sie eine flexiblere Bearbeitung von Sequenzen und die Erstellung eigener Materialien ermöglichen.
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