Abschlussarbeit, 2024
56 Seiten
1 Einleitung: Schatz finden – Schatz suchen
2 Ausgangssituation
2.1 Kindergarten
2.2 Welche VHT-Schätze finde ich im Kindergarten?
2.3 Mit Kindergartenkindern Schätze finden
3 Ein wichtiger Schatz für Kinder: die Selbstwirksamkeit
4 Ein weiterer wichtiger Schatz für Kinder: die positive Sprache
5 Basiskommunikationskarten für Kinder
5.1 VHT-Prozess Tom
5.1.1 Die ersten 6 Basiskommunikationskarten
5.1.2 Welche Schätze wurden beim VHT-Prozess gefunden und gefestigt?
5.2 VHT-Prozess Kristin
5.2.1 Die Basiskommunikationskarten 7, 8 und 9
5.2.2 Welche Schätze wurden beim VHT-Prozess gefunden und gefestigt?
5.3 VHT-Prozess Amira
5.3.1 Die Basiskommunikationskarten 10, 11 und 12
5.3.2 Welche Schätze wurden beim VHT-Prozess gefunden und gefestigt?
6 Gesamtreflexion – Welche Schätze wurden bei der VHT-Arbeit mit Kindergartenkindern gefunden?
7 Literaturverzeichnis
8 Gefühlsleiter und Glühbirne
9 Basiskommunikationskarten
Die Arbeit untersucht, wie die VHT-Methode (Video-Home-Training) bei Kindergartenkindern eingesetzt werden kann, um durch das Identifizieren persönlicher Ressourcen und Basiskommunikationsprinzipien die Selbstwirksamkeit sowie die soziale Kontaktfähigkeit zu stärken. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, ob Kindergartenkinder von einer solchen videobasierten Schatzsuche profitieren, um selbstsicherer in Kontakt mit anderen zu treten.
2.3 Mit Kindergartenkindern Schätze finden
Wenn ich mit Kindern mit VHT arbeite, bekomme ich meistens vom Team einen Auftrag und gemeinsam erarbeiten wir eine Fragestellung: Was können wir dafür tun, dass (das Kind) …….?
Ich filme dann das Kind im Kindergartenalltag und nutze dieses Filmmaterial für die Rückschau mit dem Team, den Eltern und dem Kind. Das Tolle beim Filmen von Kindern ist, dass sie sich ohne Überredungskünste filmen lassen. Sie lieben es, gefilmt zu werden und danach den Film anzuschauen.
Bei einer Rückschau mit den Kindern steht immer eine leere Schatzkiste bereit, und bei jeder Ressource, die das Kind entdeckt, sucht es einen Schatz wie Edelsteine, Muscheln, Goldtaler... (die in einer kleinen Materialschale bereit liegen) aus und legt es in die Schatzkiste. Die Schatzkiste füllt sich und am Schluss der Rückschau schauen wir die Schätze noch einmal an, benennen sie und freuen uns gemeinsam, wie wertvoll und einzigartig das Kind ist. Als Erinnerung bekommt das Kind am Ende einer Rückschau ein Standbild-Foto und darf einen Schatz aus der Kiste mit nach Hause nehmen. Das Kind geht in dem Bewusstsein, dass es alle Schätze in sich trägt. Die Kinder entdecken auch viele Schätze wie: Ich kann gut puzzeln, singen, Roller fahren etc.
Bei jedem neuen VHT-Prozess ist es mir eine Hilfe, die Aufträge aufzuschreiben, die an mich vom Team, den Eltern, dem Kind gestellt werden und welche Eigenaufträge ich an mich stelle. Bei dieser Auftragsklärung wurde mir in vielen Prozessen deutlich, dass es Widersprüche gibt. Und die Widersprüche haben in unterschiedlichen Prozessen oft ein ähnliches Thema:
Beispiel: Das Kind hat den Auftrag oder das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit (dass sich jemand um mich kümmert) und nach Liebe (dass mich jemand gern hat, so wie ich bin) und Wertschätzung (dass jemand sieht, dass ich wertvoll bin und dass das, was ich tue, wertvoll ist).
1 Einleitung: Schatz finden – Schatz suchen: Einführung in die zugrundeliegende Haltung der Autorin, die den Fokus auf das proaktive Finden von Ressourcen statt auf das reine Suchen von Problemen legt.
2 Ausgangssituation: Beschreibung des Arbeitskontexts im Kindergarten und der Entwicklung hin zu einer wertschätzenden, systemischen Zusammenarbeit sowie der spezifischen Anwendung von VHT.
3 Ein wichtiger Schatz für Kinder: die Selbstwirksamkeit: Erläuterung des theoretischen Konzepts der Selbstwirksamkeit nach Bandura und der Bedeutung für frühkindliche Entwicklungsprozesse.
4 Ein weiterer wichtiger Schatz für Kinder: die positive Sprache: Untersuchung der Funktionsweise des Gehirns bei Kindern und die daraus abgeleitete Bedeutung einer positiven, bildorientierten Kommunikation.
5 Basiskommunikationskarten für Kinder: Detaillierte Darstellung der VHT-Prozesse von drei Kindern (Tom, Kristin, Amira) unter Verwendung eigens entwickelter Basiskommunikationskarten.
6 Gesamtreflexion – Welche Schätze wurden bei der VHT-Arbeit mit Kindergartenkindern gefunden?: Resümee über die Wirksamkeit der methodischen Arbeit und Reflexion der erzielten Fortschritte bei Kindern, Eltern und dem pädagogischen Team.
VHT, Videobasierte Beratung, Kindergarten, Selbstwirksamkeit, Basiskommunikation, Ressourcenorientierung, Schatzfindung, pädagogische Haltung, Entwicklungsgespräch, positive Sprache, Bildarbeit, Rückschau.
Die Arbeit dokumentiert den Einsatz von „Video-Home-Training“ (VHT) im Kindergartenkontext, um verborgene Stärken und Kommunikationskompetenzen von Kindern sichtbar zu machen und zu fördern.
Zentrale Themen sind die Stärkung der Selbstwirksamkeit, der Einsatz positiver Sprache, die Bedeutung gelungener Kommunikation sowie die intensive Einbindung der Kinder und Eltern in den VHT-Prozess.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob kindergartennahe VHT-Prozesse, unterstützt durch visuelle Hilfsmittel wie „Basiskommunikationskarten“, Kindern helfen, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und leichter positive Kontakte zu knüpfen.
Die Arbeit basiert auf der Methode des VHT (Video-Home-Training) sowie auf systemischen Beratungsansätzen und Erkenntnissen aus der Hirnforschung hinsichtlich positiver Kommunikation.
Der Hauptteil widmet sich theoretischen Grundlagen und der praktischen Anwendung. Er vergleicht drei Fallbeispiele von Kindern, deren Kommunikationsverhalten durch gezielte Rückschauen mit Filmmaterial und Karten positiv verändert wurde.
Wichtige Begriffe sind VHT, Selbstwirksamkeit, Schatzfindung, Ressourcenorientierung, positive Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften.
Die Karten dienen als visuelle Symbole für Kommunikationsregeln und Ressourcen. Sie helfen den Kindern, abstrakte soziale Kompetenzen, wie Blickkontakt oder Zuhören, besser zu verstehen und in ihren Alltag zu integrieren.
Eltern reagieren meist sehr positiv und erstaunt. Sie gewinnen durch die gefilmten Alltagssituationen eine neue, wertschätzende Sicht auf ihr Kind und dessen Entwicklungsschritte, was ihr Vertrauen in die pädagogische Arbeit stärkt.
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