Bachelorarbeit, 2023
88 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung
2.1 Personelle Zukunft
2.2 Kompensation kurzfristigen Personalmangels
2.2.1 Eintreffzeit verlängern
2.2.2 Ausrücken mit personeller Unterbesetzung
2.3 Kompensation langfristigen Personalmangels
2.3.1 Pflichtfeuerwehr
2.3.2 Monetäre Maßnahmen
2.3.3 Hauptberufliche Kräfte
2.3.4 Personalsparende Feuerwehrtechnik
2.4 Zwischenfazit
3 Methodik
3.1 Forschungsdesign
3.2 Auswahl der Zielgruppen
3.3 Auswahl der Fragen und Gestaltung des Fragebogens
3.4 Durchführung der Studie
4 Analyse und Handlungsempfehlungen
4.1 Aktueller Forschungsstand
4.2 Wesentliche Erkenntnisse
4.2.1 Stichprobenbeschreibung
4.2.2 Eignung der kurzfristigen Handlungsoptionen
4.2.3 Bevorzugte kurzfristige Handlungsoption
4.2.4 Eignung der langfristigen Handlungsoptionen
4.2.5 Bevorzugte langfristige Handlungsoption
4.2.6 Geschlechtsbezogene Bewertung der Handlungsoptionen
4.2.7 Regionale Bewertung der Handlungsoptionen
4.3 Aussagekraft der Daten
4.4 Interpretation der Daten
5 Fazit
6 Literaturverzeichnis
Anhang
A Fragebogen
B Variablenübersicht
C Freitextantworten zum kurzfristigen Personalmangel
D Freitextantworten zum langfristigen Personalmangel
E Rohdaten als Dateien
Die Arbeit untersucht, welche Maßnahmen zur Sicherstellung des Brandschutzes aus Sicht der Bevölkerung und der Feuerwehrdienstleistenden die höchste Akzeptanz aufweisen, wenn Personalgewinnungsmaßnahmen kurz- oder langfristig versagen. Ziel ist es, Handlungsempfehlungen aus einer vergleichenden Perspektive zwischen Experten (Feuerwehr) und Laien (Bevölkerung) abzuleiten.
2.2 Kompensation kurzfristigen Personalmangels
Im vorherigen Abschnitt wurde dargelegt, dass beim kurzfristigen Personalmangel die betroffene Feuerwehr zwar grundlegend über ausreichend Personal verfügen kann, allerdings im konkreten Einsatzfall aus verschiedenen Gründen nicht ausreichend Kräfte zum Einsatz erscheinen. Es ist auch nicht auszuschließen, dass ein schleichend zunehmender substantieller Personalmangel der einzelnen Feuerwehr nicht erkannt und erst in einem Einsatzfall konkret wahrgenommen wird. Dies kann darin begründet sein, dass Probleme, die sich langfristig ergeben und sich (noch) nicht auf die Struktur der Feuerwehr auswirken, ausgeblendet oder vernachlässigt werden (Prezewowsky, 2007, S. 40).
Als Folge für den konkreten Einsatzfall ergibt sich der Umstand, dass von Führungskräften der Feuerwehr die Entscheidung notwendig wird, ob mit zu wenig Personal ausgerückt wird und ggf. an der Einsatzstelle deshalb zunächst nicht zielgerichtet Hilfe geleistet werden kann. Alternativ hierzu kann abgewartet werden, ob noch weitere Einsatzkräfte hinzukommen. Durch dieses Abwarten ist jedoch ein verspätetes Eintreffen an der Einsatzstelle möglicherweise die Folge. Die Lösung für dieses Dilemma kann Führungskräfte vor Herausforderungen stellen. Wolter führt an, dass eine frühzeitige (Nach-)Alarmierung zusätzlicher Feuerwehrkräfte ein bevorzugtes Mittel der betroffenen Freiwilligen Feuerwehren ist, um diese Engpässe zu kompensieren (2011, S. 164). Er gibt aber im gleichen Zuge zu bedenken, dass diese Option nur bei tatsächlicher Verfügbarkeit der zusätzlich alarmierten Kräfte zum Ziel führt und bei ungenügender Sicherheit, ob dieses Personal auch für den Einsatz verfügbar ist, dieser ausgleichende Effekt ausbleiben kann (Wolter, 2011, S. 164). Ist dieses zusätzlich zu alarmierende Personal in der betroffenen Feuerwehr nicht vorhanden, so müssen benachbarte Feuerwehren zur Kompensation herangezogen werden. Hierbei erscheint zumindest fraglich, ob die Einhaltung der Hilfsfrist (vgl. Abschnitt 2.2.1) durch die (zusätzliche) Alarmierung benachbarter Feuerwehren dauerhaft flächendeckend gewährleistet werden kann.
1 Einleitung: Beschreibt die Herausforderungen für ehrenamtliche Feuerwehren durch demographischen Wandel und gesellschaftliche Veränderungen sowie die Forschungsfrage der Thesis.
2 Theoretische Fundierung: Erläutert die Grundlagen des Brandschutzes und definiert verschiedene kurz- und langfristige Kompensationsmöglichkeiten bei Personalmangel.
3 Methodik: Beschreibt das Forschungsdesign der Online-Umfrage, die Auswahl der Zielgruppen und die Gestaltung des Fragebogens zur Ermittlung der Akzeptanz.
4 Analyse und Handlungsempfehlungen: Präsentiert die Ergebnisse der Datenauswertung, inklusive der Stichprobenbeschreibung und der Bewertung der einzelnen Handlungsoptionen.
5 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und ordnet sie in den Kontext der zukünftigen Personalgewinnungsstrategien ein.
Freiwillige Feuerwehr, Personalmangel, Personalgewinnung, Akzeptanzforschung, Brandschutz, Bevölkerungsschutz, Hilfsfrist, Ehrenamt, Handlungsoptionen, Online-Umfrage, Risikokommunikation, Monetäre Anreize, Berufsfeuerwehr, Feuerwehrtechnik.
Die Bachelor-Thesis analysiert die Möglichkeiten und Grenzen, den Personalmangel bei Freiwilligen Feuerwehren auszugleichen, insbesondere durch verschiedene kurz- und langfristige Handlungsoptionen.
Zentrale Themen sind die Notwendigkeit der Eintreffzeit, der Umgang mit Unterbesetzung, monetäre Anreize für das Ehrenamt, die Unterstützung durch hauptberufliche Kräfte und der Einsatz moderner Feuerwehrtechnik.
Das Ziel ist es zu untersuchen, welche Maßnahmen zur Sicherstellung des Brandschutzes aus Sicht der Bevölkerung und der Feuerwehrleute die höchste Akzeptanz genießen, wenn die klassische Personalgewinnung versagt.
Der Autor nutzt eine quantitative Online-Umfrage (Standardisierter Fragebogen), um ein vergleichendes Stimmungsbild zwischen der breiten Bevölkerung und Feuerwehrdienstleistenden zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Problematik, die methodische Herleitung der Studie und eine detaillierte deskriptive statistische Analyse der Umfrageergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind Freiwillige Feuerwehr, Personalmangel, Ehrenamt, Akzeptanz, Brandschutz und Risikokommunikation.
Die Hilfsfrist ist entscheidend für den Einsatzerfolg. Der Autor stellt heraus, dass hier ein Zielkonflikt zwischen dem Warten auf Personal (verspätetes Eintreffen) und dem sofortigen Ausrücken mit Unterbesetzung (Gefahr der mangelnden Wirksamkeit) bei den Befragten kontrovers diskutiert wird.
Die Arbeit analysiert geschlechtsbezogene Abweichungen in der Akzeptanz, wobei sich bei bestimmten langfristigen Handlungsoptionen wie dem Einsatz von Feuerwehrtechnik deutliche Unterschiede in der Zu- oder Ablehnung zeigten.
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