Masterarbeit, 2024
109 Seiten, Note: 2,3
Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung
1. Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern
2. Erzieherinnen und Erzieher im Kontext von Digitalität
2.1 Was macht das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erzieher aus und welche aktuellen Spezifika lassen sich konstatieren?
2.2 Wie sieht die berufliche Praxis von Erzieherinnen und Erziehern aktuell aus und welche pädagogischen Fachkräfte arbeiten in der Frühkindlichen Bildung?
2.3 Welche Digitalisierungsprozesse lassen sich für das Feld der Kitas durch die Verwendung digitaler Technologien und Dokumentations-Apps konstatieren und wie akzeptieren und nutzen Erzieherinnen und Erzieher dies?
2.4 Wie werden Erzieherinnen und Erzieher heutzutage ausgebildet und welche Bedeutung nimmt hier Digitalität ein?
3. Forschungsstand zur Digitalität
3.1 Was wird in der Forschung unter Digitalität diskutiert und welche unterschiedlichen Positionen im Digitalisierungsdiskurs lassen sich festhalten?
3.2 Welche Position nimmt die Mediendidaktik in der Digitalität ein?
3.3 Wie lässt sich eine didaktische Lernkultur im Kontext von Digitalität für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung bestimmen und welche mediendidaktischen Aspekte sind zu berücksichtigen?
3.4 Welche mediensoziologischen Unterschiede bei Lehrenden und Lernenden in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung sollten Berücksichtigung finden?
3.5 Sind bewahrpädagogische- und medienskeptische Haltungen von Fachschullehrenden, Erzieherinnen und Erzieher eine Frage der Generationen?
3.6 Wie kann digitale Medienkompetenz in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung eingesetzt werden?
3.7 Wie kann Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung implementiert werden?
4. Schlussfolgerungen für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung
4.2 Wie können didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität in traditionelle Lehrmethoden für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung implementiert werden?
4.3 Wie müssten Fachschullehrende geschult und fortgebildet werden, um didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung zu bestimmen?
4.4 Wie können Fachschullehrende zukünftige Erzieherinnen und Erzieher dazu befähigen, trotz bewahrpädagogischer- und medienskeptischer Haltungen didaktische Lernkulturen im Kontext von Digitalität im Berufsfeld auszurichten?
5. Schlussbetrachtung für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung
6. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Kenntnisse zum Thema Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern, um daraus Schlussfolgerungen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Bedeutung hat Digitalität im Berufsfeld der Erzieherinnen und Erzieher und welche Schlussfolgerungen können für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abgeleitet werden?“
3.1 Was wird in der Forschung unter Digitalität diskutiert und welche unterschiedlichen Positionen im Digitalisierungsdiskurs lassen sich festhalten?
In der Forschung wird begrifflich formuliert: „Digitalisierung [meint die] digitale Darstellung von Daten [sowie die] Umwandlung von analogen Daten in digitale“ (Hermann 2004, 333), so übersetzt zumindest das Wörterbuch der deutschen Sprache den Begriff. „Digital [meint die] zahlen- oder ziffernmäßige Darstellung in Stufen […] Es ist vom englischen digit „Ziffer“ abgeleitet, welches wiederum auf das lateinische digitus „Finger“ zurückgeht. Digital bedeutet also so viel wie „an Fingern abzuzählen“ bzw. „in Ziffern darstellbar“[…]: digitalisieren heißt also nichts anderes als „beziffern“ [und] Informationen in Gestalt elektr. Signale speichernd und verarbeitend.“ (Hermann 2004, 333) Anachronistisch sollen analoge Informationen durch Digitalisierung in ein binäres Zeichensystem umgewandelt und als virtuelle online Daten gespeichert werden. Virtuell meint hier „der Möglichkeit nach vorhanden, nur gedacht, scheinbar“ (Hermann 2004, 1496) Daten darzustellen.
Historisch betrachtet stellt der Autor Stalder (2021) in seiner Monographie „Kultur der Digitalität“ die Wege zur Digitalität dar. Nach seiner Auffassung hat Marshall McLuhan das Ende der Moderne als kulturelle Epoche bereits vor einem halben Jahrhundert ausgerufen, die er, mit Verweis auf die gedruckte Schrift als prägendes Medium, die Gutenberg-Galaxis nannte. Damals war das noch abstrakte medienwissenschaftliche Spekulation, heute erleben wir dies als konkrete Realität des Alltags. Alte kulturelle Formen, Institutionen und Gewissheiten erodieren und neue Formen, Institutionen etc. haben sich in der Mitte der Gesellschaft herausgebildet. Die enorme Vervielfältigung der kulturellen Möglichkeiten ist für den Autor ein Ausdruck dessen, was er im Folgenden als Kultur der Digitalität bezeichnet. Kultur selbst versteht er als geteilte soziale Bedeutung, was sich nicht auf den Einzelnen beschränken kann. Er postuliert dies als die Folge eines weitreichenden, unumkehrbaren gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Menschen beteiligen sich an kulturellen Prozessen, immer weitere Dimensionen der Existenz werden zu Feldern kultureller Auseinandersetzungen und in zunehmend komplexeren Technologien wird soziales Handeln eingebettet, ohne, dass diese Prozesse kaum zu denken und schon gar nicht zu bewerkstelligen wären.
1. Digitalität und deren Bedeutung für das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern: Einleitung in die Relevanz digitaler Medien im Berufsfeld und die Problematik bewahrpädagogischer Haltungen in der Ausbildung.
2. Erzieherinnen und Erzieher im Kontext von Digitalität: Analyse des Berufsfeldes, der beruflichen Praxis sowie aktueller Digitalisierungsprozesse und Ausbildungsstrukturen.
3. Forschungsstand zur Digitalität: Diskussion theoretischer Positionen zur Digitalität, mediendidaktischer Aspekte und der Haltungen von Fachschullehrenden und Auszubildenden.
4. Schlussfolgerungen für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung: Ableitung didaktischer Implikationen, wie Lernkulturen und Professionalisierung der Lehrenden im Kontext von Digitalität gestaltet werden können.
5. Schlussbetrachtung für die Digitalisierung in der Erzieherinnen- und Erzieherausbildung: Zusammenfassung der zentralen Arbeitsthesen und der Notwendigkeit einer umfassenden, zukunftsorientierten Ausbildung.
6. Ausblick: Identifikation zukünftiger Herausforderungen und Forschungsdesiderate im Bereich der Digitalisierung in der Frühkindlichen Bildung.
Digitalisierung, Erzieherausbildung, Mediendidaktik, Digitale Kompetenz, Bewahrpädagogik, Medienkompetenz, Lernkultur, Fachschulen für Sozialpädagogik, Blended Learning, Mediatisierung, Mediensozialisation, Digitale Transformation, Medienpädagogik, Digitale Lernräume, Berufsfeld Frühkindliche Bildung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss des digitalen Wandels auf das Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern und wie dieser Wandel in der Ausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik gestaltet werden kann.
Neben der Definition von Digitalität und Digitalisierung stehen die mediendidaktische Einordnung, der Forschungsstand zu Haltungen von Lehrenden sowie Konzepte für moderne Lehr-Lern-Formate und die Notwendigkeit der Lehrerprofessionalisierung im Fokus.
Das Ziel ist es, auf Basis wissenschaftlicher Kenntnisse Schlussfolgerungen für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung abzuleiten, um angehende Fachkräfte besser auf die digitale Welt vorzubereiten.
Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auswertung aktueller pädagogischer sowie mediensoziologischer Studien, um den Diskurs kritisch zu beleuchten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des aktuellen Berufsfeldes, eine theoretische Auseinandersetzung mit Digitalität in der Forschung sowie die konkrete Ableitung von Anforderungen an Didaktik, Lehrmethoden und die Qualifizierung des Lehrpersonals.
Zentrale Begriffe sind Digitalisierung, Erzieherausbildung, Medienkompetenz, Bildungs- und Erziehungspartnerschaft sowie digitale Lernkulturen.
Die Arbeit identifiziert oft eine bewahrpädagogische und medienskeptische Haltung, wobei sich zeigt, dass digitale Kompetenzen häufig informell erworben werden und eine gezieltere Qualifizierung des Lehrpersonals erforderlich ist.
Medienkonvergenz wird als Chance gesehen, die Trennung zwischen formalem und informellem Lernen zu überbrücken und hybride Lernformen wie Blended Learning mittels moderner Technologien in den Unterricht zu integrieren.
Sie beschreibt, dass Unterrichtsprozesse so gestaltet werden müssen, dass die eingesetzten Lehr-Lern-Formen auch Vorbildcharakter für die spätere Berufspraxis der Absolventen haben.
Die Arbeit postuliert, dass moderne digitale Lernumgebungen als „dritter Pädagoge“ fungieren können, wenn sie personalisierte und kooperative Lernprozesse unterstützen.
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