Magisterarbeit, 2009
163 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
Einleitung
Teil A: Methodisch-theoretischer Rahmen
1. Herangehensweise
1.1. Die Auswahl der Werbespots
1.2. Der Aufbau der Arbeit
2. Der Werbespot als Zeichensystem
Teil B: Spotanalysen
1. Der Berg als Herkunftsraum
1.1. Der Berg als Produktäquivalent
1.1.1. Toblerone: („Die einzigartige Welt von Toblerone“)
1.1.2. Volvic: („Fills you with volcanicity“)
1.2. Der Berg als mythischer Raum
1.2.1. Bärenmarke: „Morgenstimmung – Kaffeetraum“
1.2.2. Milka: („Ganz nah am Himmel“)
1.2.3. Weihenstephan: „Herbstmilch“
1.3. Der Berg als Freizeitraum
1.3.1. Calanda: („Calanda alkoholfrei“)
1.4. Der Berg als Heilungsspender
1.4.1. Volvic: („Fühle die vulkanische Natur“)
1.5. Zusammenfassung: Der Berg als Herkunftsraum
2. Der Berg als Produktäquivalent
2.1. Der Berg als Herkunftsraum
2.1.1. Almette: „DLG geprüft“
2.2. Der Berg als mythischer Raum
2.2.1. Rocher: („Die Götter des Olymp“)
2.3. Zusammenfassung: Der Berg als Produktäquivalent
3. Der Berg als Freizeit- und Abenteuerraum
3.1. Der Berg als Freiheits- und Selbstbestimmungsraum
3.1.1. Opel Astra: („I feel free“)
3.2. Der Berg als Identifikationsraum
3.2.1. Wrangler: („On fire“)
3.3. Zusammenfassung: Der Berg als Freizeit- und Abenteuerraum
4. Der Berg als mythischer Raum
4.1. Der Berg als Identifikationsraum
4.1.1. Mars: („Die Lust am Leben“)
4.2. Der Berg als Herkunftsraum
4.2.1. Gösser: „Quelle“
4.3. Zusammenfassung: Der Berg als mythischer Raum
5. Der Berg als Gefahrenraum
5.1. Einleitendes zur Marke Mercedes-Benz
5.1.1. Das Auto als Prestigeobjekt
5.1.2. Die Inszenierung der Marke Mercedes-Benz in den Medien
5.2. Der Berg als Freizeitraum
5.2.1. Mercedes-Benz: („Brems“)
5.3. Der Berg als Selbstverwirklichungs- und Abenteuerraum
5.3.1. Mercedes-Benz: („Aufstiegsschwierigkeiten“)
5.4.Der Berg als metaphorischer Selbstverwirklichungsraum
5.4.1. Mercedes-Benz: „Alpenabenteuer“
5.5. Zusammenfassung: Der Berg als Gefahrenraum
6. Der Berg als Identifikationsraum
6.1. Der Berg als Repräsentant ferner Kulturen
6.1.1. VW Touareg: „Eingeborene“
6.2. MINI: („Jetzt auch in Amerika“)
6.3. Zusammenfassung: Der Berg als Identifikationsraum
Teil C: Zusammenfassung und Anhang
1. Inszenierungsstrategien von Berg und Gebirge – Resümee
Die Arbeit analysiert die vielfältigen Inszenierungsstrategien von Berg und Gebirge in der audiovisuellen Fernsehwerbung der letzten 15 Jahre. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie der Naturraum Berg je nach Produkt und intendiertem Wertesystem semantisiert wird und welche Rolle er in unterschiedlichen narrativen Kontexten einnimmt.
1.1.1. Toblerone: („Die einzigartige Welt von Toblerone”)
Der Spot für die schweizer Schokolade Toblerone etabliert – im Zeichen des Hedonismus – eine besonders wünschenswerte Konzeption der Welt, deren Merkmale auch das beworbene Produkt kennzeichnen. Der hedonistische Konsum ist dabei mit imaginären Konstruktionen von Realität verbunden: Er basiert nicht auf dem, was die Rezipienten als real erkennen, „sondern auf ihren Vorstellungen, wie die Realität aussehen sollte.“ Gemäß dieser Vorstellungen ist die im Rahmen der Diegese dieses Spots dargestellte Genusswelt hochgradig artifiziell und entspricht in ihrer äußeren Gestalt nicht den gewohnten Wahrnehmungserfahrungen. Sie präsentiert sich vielmehr als ein fantastischer Raum: Es ist eine Welt, in der goldene Ströme von Honig fließen, in der feinste Schokolade aus Brunnen sprudelt und auch die Brücken aus dieser süßen Köstlichkeit bestehen. Diese Fantasielandschaft greift also die konkreten Wünsche der Rezipienten nach grenzenlosem Essgenuss als Gestaltungsprinzip auf. Dabei wird allerdings keine Opposition der Natur zur schädlichen Zivilisation aufgebaut, wie es in anderen Nahrungsmittel bewerbenden Spots oftmals der Fall ist. Vielmehr geht es hier um Genuss, Freiheit, Erleben und Befreiung von Normen. So bedeutet der Verzehr von Süßigkeiten immer auch „eine Aufhebung vieler Zwänge, Regelungen und Normen, die wir beim Essen kennen, eine kleine Gegenwelt zu unserer Normalität [...]. Ihr Wert liegt in der momentanen Aufhebung der Regeln, die sonst für diese Gesellschaft verpflichtend sind.“ Die hier präsentierte Welt steht also in Opposition zur Welt des Alltags und der Zwänge. Der Mensch befreit sich in ihr von den ihm durch die Gesellschaft auferlegten Normen, lebt ohne Zwang oder Verpflichtung nur für den eigenen Genuss.
1. Herangehensweise: Definition des Untersuchungsgegenstandes, Auswahl des Korpus (18 Spots) und methodische Grundlagen der strukturalen Textanalyse.
2. Der Werbespot als Zeichensystem: Erläuterung der semiotischen Analyse, des Konzepts des semantischen Raumes nach Lotman und der filmnarratologischen Instrumentarien.
1. Der Berg als Herkunftsraum: Untersuchung des Berges als Symbol für eine unberührte, reine und oft sakrale Natur, die Produkte wie Lebensmittel legitimiert.
2. Der Berg als Produktäquivalent: Analyse von Prozessen, bei denen der Berg visuell oder metaphorisch direkt mit dem Produkt verschmilzt (z.B. Almette, Rocher).
3. Der Berg als Freizeit- und Abenteuerraum: Darstellung des Berges als Kontrastraum zur Arbeitswelt, der Werte wie Freiheit, Selbstbestimmung und Technikbeherrschung verkörpert.
4. Der Berg als mythischer Raum: Fokus auf religiöse oder spirituelle Inszenierungen, in denen der Berg als heiliger Ort für Schöpfungsmythen dient.
5. Der Berg als Gefahrenraum: Analyse der automobilen Werbung, in der die feindliche Natur durch Technik (z.B. Mercedes-Benz Bremssystem) überwunden wird.
6. Der Berg als Identifikationsraum: Untersuchung der Funktion von Landschaften zur Identifikation von Zielgruppen und der Vermittlung kultureller Codes.
Audiovisuelle Werbung, Inszenierung, Berg, Gebirge, Semiotik, Markenkommunikation, Herkunftsraum, Produktäquivalent, Mythos, Gefahrenraum, Identifikationsraum, Filmanalyse, Wertesystem, Naturraum, Werbespot
Die Arbeit untersucht die vielschichtige mediale Inszenierung von Bergen und Gebirgen in der audiovisuellen Fernsehwerbung und wie diese Naturmotive zur Produktlegitimation genutzt werden.
Die Themen umfassen die mediale Konstruktion von Naturräumen, das Verständnis von Werbespots als komplexe Zeichensysteme und die Identifikation zugrunde liegender Werte- und Normensysteme.
Das Ziel ist es, die polymorphen Inszenierungsstrategien von Bergmotiven anhand der Kategorisierung in bestimmte funktionale Raumsysteme herauszuarbeiten und zu analysieren.
Es werden Ansätze der strukturalen Textanalyse, des Konzepts des semantischen Raumes nach Lotman sowie filmnarratologische Betrachtungen verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in sechs motivische Kategorien: Der Berg als Herkunftsraum, Produktäquivalent, Freizeit-/Abenteuerraum, mythischer Raum, Gefahrenraum und Identifikationsraum.
Zentrale Begriffe sind Semiotik, Markenkommunikation, Produktäquivalent, mediale Inszenierung, Wertesphären und der Gegensatz zwischen Natur und industrieller Kultur.
Die detaillierten Protokolle dienen der präzisen technischen Analyse der kinematographisch codierten Elemente (Bild, Ton, Kamera, Schnitt) jedes untersuchten Werbespots.
Weil bei Mercedes-Benz die Sicherheit das zentrale Markenversprechen darstellt, welches sich ideal durch die Inszenierung einer antagonistischen, gefährlichen Natur "beweisen" lässt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

