Bachelorarbeit, 2023
109 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 STAND DER FORSCHUNG
2.1 CORONA UND GESELLSCHAFT
2.1.1 CORONA- VIRUS, ÜBERTRAGUNG, ERKRANKUNG UND BEHANDLUNG
2.1.2 MASSNAHMEN UND GESETZLICHE REGELUNGEN
2.1.3 IMPFUNG GEGEN DAS CORONA-VIRUS
2.1.4 FORSCHUNGSSTAND „GESELLSCHAFTLICHE VERÄNDERUNGEN DURCH DAS CORONA-VIRUS“- CORONA ALS GESELLSCHAFTLICHE UND INDIVIDUELLE KRISE
2.2 SOZIALE AUSGRENZUNG UND DISKRIMINIERUNG
2.2.1 DEFINITION
2.2.2 SOZIALE AUSGRENZUNG IN DER CORONA-ZEIT ALS HERAUSFORDERUNG DER LEBENSGESTALTUNG UNTER ERSCHWERTEN BEDINGUNGEN
2.2.3 URSACHEN FÜR SOZIALE AUSGRENZUNG
2.2.4 SOZIALE AUSGRENZUNG VON CORONA-UNGEIMPFTEN
2.3 RELEVANZ FÜR DIE SOZIALE ARBEIT AUFGRUND DES FORSCHUNGSSTANDS
2.4 NEUE AUFGABEN FÜR DIE SOZIALE ARBEIT DURCH DAS CORONA-VIRUS AUFGRUND DES FORSCHUNGSSTANDES
3 ERKENNTNISSINTERESSE UND FORSCHUNGSFRAGE
4 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
4.1 ERHEBUNGSMETHODE: DAS NARRATIVE INTERVIEW NACH FRITZ SCHÜTZE
4.2 DIE PHASEN DES NARRATIVEN INTERVIEWS:
4.3 ERZÄHLTHEORETISCHE GRUNDLAGEN
4.4 DOKUMENTATION DES FORSCHUNGSPROZESSES
4.5 NARRATIONSANALYSE ALS AUSWERTEMETHODE
5 FORSCHUNGSPROZESS
5.1 DURCHFÜHRUNG DES NARRATIVEN INTERVIEWS
5.2 FORMALE TEXTANALYSE
5.3 STRUKTURELLE UND INHALTLICHE ANALYSE
5.4 ANALYTISCHE ABSTRAKTION
5.5 WISSENSANALYSE
5.6 RELEVANZ FÜR DIE SOZIALE ARBEIT UND NEUE HERAUSFORDERUNG UNTER BETRACHTUNG DES WISSENSCHAFTLICHEN FORSCHUNGSSTANDES UND DER DURCHGEFÜHRTEN QUALITATIVEN FORSCHUNG
6 ERGEBNISSE UND DISKUSSION
6.1 DIE THEORIE DES LABELING APPROACH ALS DEUTUNGSMUSTER FÜR NEUE HERAUSFORDERUNGEN DURCH DIE CORONA-PANDEMIE
6.2 DIE ANOMIETHEORIE ALS DEUTUNGSMUSTER FÜR NEUE HERAUSFORDERUNGEN DURCH DIE CORONA-PANDEMIE
6.3 DIE UNTERSCHIEDLICHEN PROZESSSTRUKTUREN NACH SCHÜTZE IN DER ANALYSE DES BIOGRAFISCHEN INTERVIEWS ALS DEUTUNGSMUSTER FÜR NEUE HERAUSFORDERUNGEN DURCH DIE CORONA-PANDEMIE
6.4 DER VERSUCH DER ERSTELLUNG EINES SOZIALEN DEUTUNGSMUSTERS AUFGRUND DER ZUSAMMENFASSUNG DER ERWORBENEN ERKENNTNISSE
7 FAZIT
Das Hauptziel der Arbeit ist es, die spezifischen Erfahrungen und Herausforderungen einer Person zu untersuchen, die während der Corona-Pandemie den Status "nicht gegen Corona geimpft" innehatte, um daraus Implikationen für das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Erfahrungen hat eine Person, die sich gegen eine Corona-Impfung entschieden hat, in der Zeit der Corona-Pandemie gemacht?“
4.1 Erhebungsmethode: Das narrative Interview nach Fritz Schütze
Als konkrete Forschungsmethode wurde die Technik des narrativen Interviews nach Schütze ausgewählt, die sich gerade in den letzten Jahren zunehmend etabliert hat (vgl. Schütze, 2016, S.21).
Das narrative Interview gibt dem/der Erzählendem*n mehr Raum als ein Leitfrageninterview. Dies ist dadurch gegeben, dass keine Standardfragen gestellt werden, sondern das Ziel eine freie Erzählung ist (vgl. Mayring, 2002, S.72). Es wird also ganz bewusst auf eine hypothesengeleitete Datenerhebung verzichtet, um so der erzählenden Person die Möglichkeit zu geben, Perspektiven und Schwerpunkte selber zu wählen (vgl. Loch/ Rosenthal, 2002, S.1). Nach Schütze enthält ein narratives Interview letztendlich mehr Informationen als andere Interviewformen, da der/die Befragte sich, wenn er/sie in den Erzählfluss gekommen ist, zumeist in drei Zwänge verstrickt, den Gestaltschließungszwang, den Kondensierungszwang und den Detailierungszwang (vgl. Flick, 2010, S.231). Gestaltschließungszwang bedeutet, dass eine Geschichte so im Gesamtzusammenhang mit allen notwendigen Details erzählt wird, dass der Zuhörer sie verstehen kann. Der Kondensierungszwang führt aus der zeitlichen Begrenzung eines Interviews heraus dazu, dass der/die Erzähler*in sich nur auf ihn/sie relevante Ereignisse beschränkt. Dies zeigt für die spätere Analyse an, was für ihn/sie wirklich bedeutend ist. Durch den Detaillierungszwang werden zum besseren Verständnis auch Hintergrundinformationen zu Personen, Orten, Zeiträumen oder Kausalzusammenhängen preisgegeben, die in einem Leitfrageninterview eventuell gar nicht zur Sprache kommen würden (vgl. Loch/ Rosenthal, 2002, S.4). Das Auswerteverfahren nach Schütze eignet sich sich für eine Einzelfallanalyse, da zunächst nur ein individueller Fall untersucht wird.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der Corona-Pandemie und Skizzierung des Forschungsinteresses an individuell Betroffenen mit dem Status "nicht gegen Corona geimpft".
2 STAND DER FORSCHUNG: Theoretische Einbettung in gesundheitspolitische Maßnahmen, Konzepte sozialer Ausgrenzung und deren Relevanz für die Soziale Arbeit.
3 ERKENNTNISSINTERESSE UND FORSCHUNGSFRAGE: Formulierung der zentralen Forschungsfragen bezüglich der persönlichen Erfahrungen von nicht geimpften Personen.
4 METHODISCHE VORGEHENSWEISE: Darlegung der narrativen Interviewmethode nach Fritz Schütze und der geplanten Auswertungsschritte.
5 FORSCHUNGSPROZESS: Detaillierte Beschreibung der Durchführung des Interviews, der Transkription sowie der Anwendung formaler und inhaltlicher Analyseinstrumente.
6 ERGEBNISSE UND DISKUSSION: Synthese der Forschungsergebnisse unter Anwendung des Labeling Approach und der Anomietheorie zur Reflexion des Gelernten.
7 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Soziale Arbeit.
Corona-Pandemie, Ungeimpft, Soziale Ausgrenzung, Narratives Interview, Fritz Schütze, Stigmatisierung, Soziale Arbeit, Labeling Approach, Anomietheorie, Lebensgestaltung, Krisenbewältigung, Diskriminierung, Individuelle Wahrnehmung, Soziale Identität, Resilienz.
Die Arbeit untersucht qualitativ und narrativ die individuellen Erfahrungen einer Person, die sich während der Corona-Pandemie gegen eine Impfung entschieden hat, und analysiert die daraus resultierenden Ausgrenzungserfahrungen.
Die Arbeit verknüpft gesundheitspolitische Rahmenbedingungen der Pandemie mit soziologischen Theorien über soziale Ausgrenzung, Stigmatisierung und die Rolle der Sozialen Arbeit.
Die zentrale Frage lautet: „Welche Erfahrungen hat eine Person, die sich gegen eine Corona-Impfung entschieden hat, in der Zeit der Corona-Pandemie gemacht?“
Die Autorin nutzt das narrative Interview nach Fritz Schütze, um durch eine tiefgehende biographische Erzählung subjektive Erfahrungen objektiv interpretierbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Stand-der-Forschung-Analyse, die methodische Fundierung sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion eines narrativen Interviews anhand von Prozessstrukturen.
Wichtige Begriffe sind Corona-Pandemie, Soziale Ausgrenzung, Narratives Interview, Labeling Approach, Stigmatisierung und Soziale Arbeit.
Die Anomietheorie wird dazu genutzt, das Verhalten der interviewten Person als mögliche Akzeptanz- oder Ablehnungsreaktion auf den gesellschaftlichen Normenwandel in Krisenzeiten zu interpretieren.
Die Autorin hebt hervor, dass Soziale Arbeit eine politische Dimension besitzt und sich gegen Diskriminierung einsetzen sowie Ressourcen für vulnerable Gruppen bereitstellen muss, um soziale Spaltung zu verhindern.
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