Abschlussarbeit, 2021
26 Seiten, Note: 13 Punkte
1. Einleitung
2. Definitionsversuche
3. Geschichtlicher Hintergrund in Deutschland
4. Erlebnispädagogik in der Schule
5. Erlebnis und Wagnis im Sportunterricht
6. Konkrete Umsetzung
7. Fazit
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht, inwiefern erlebnispädagogische Ansätze, insbesondere die Konzepte Erlebnis und Wagnis, sinnvoll in den Sportunterricht integriert werden können, um die Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern zu fördern.
5. Erlebnis und Wagnis im Sportunterricht
Wagnis scheint ein wichtiger Bestandteil für Kinder und Jugendliche zu sein. Das beschreibt Siegbert A. Warwitz in seinem Buch „Sinnsuche im Wagnis“ sehr passend. Für ihn ist die „Neugier ein bedeutsamer Impuls zum Wagnis“ (WARWITZ, 2001, S. 3). Diese Neugier sollte im besten Fall auch im Sportunterricht existieren. Denn eben diese Neugier sollte die SchülerInnen im Sportunterricht antreiben und ermutigen, das Neue und Unbekannte und vielleicht auch Gefahrvolle zu erkunden (vgl. ebd.). Interessant ist dabei der Aspekt, dass laut Autor Wagnisse etwas mit Sinnhaftigkeit zu tun haben und dieses Wort, welches zunächst negativ erscheinen mag, durchaus sehr positiv sein kann. Laut Warwitz sollte man sich also seinen Unsicherheiten und dem Unbekannten stellen, denn durch diese Auseinandersetzung entsteht eine bildungsrelevante Erfahrung (ebd.). Es ist dabei wichtig, die Begriffe Wagnis und Risiko deutlich voneinander zu trennen. Im Sportunterricht soll es um wagen und nicht um riskieren gehen. Denn das „Risiko bedeutet ursprünglich Gefahr laufen“ (WARWITZ, 2001, S. 15). Allerdings lassen sich auch bei dem Begriff Wagnis übereinstimmende Merkmale wiederfinden (ebd.).
Trotzdem spricht man im Sportunterricht vom Wagen und nicht vom Riskieren, denn „das Wagen hebt den Personaspekt heraus, meint die Persönlichkeit als unteilbares Ganzes“ (ebd.). Ein Beispiel: Ich würde etwas riskieren, wenn ich ohne Sicherung im Hochseilgarten klettern gehen. Wagen würde ich etwas, wenn ich mich traue in einer Übung rückwärts auf eine Weichbodenmatte zu fallen. Der Begriff Wagnis „bezieht sich auf die Einstellung, die Haltung, die Entscheidungsgründe des Akteurs, der sich bewusst und freiwillig einer Bedrohung aussetzt“ (WARWITZ, 2001, S. 16). Es geschieht also ein Prozess innerhalb der Person. Viele werden sicherlich eigene Beispiele aus dem Sportunterricht finden, in dem es abzuwägen galt, ob man etwas eingeht oder nicht. Und auch wenn man sich am Ende nicht rückwärts auf die Weichbodenmatte hat fallen lassen, ist trotzdem ein innerlicher Prozess entstanden, der gewinnbringend sein kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Erlebnispädagogik in Krisenzeiten und erläutert das Ziel der Arbeit, deren Integration und Notwendigkeit im Sportunterricht zu untersuchen.
2. Definitionsversuche: Dieses Kapitel nähert sich dem facettenreichen Begriff der Erlebnispädagogik durch verschiedene Definitionen an und differenziert die Begriffe Erlebnis, Abenteuer und Wagnis.
3. Geschichtlicher Hintergrund in Deutschland: Hier wird die Entwicklung der Erlebnispädagogik von den 1930er Jahren bis zur heutigen Etablierung in Schulen und staatlichen Organen skizziert.
4. Erlebnispädagogik in der Schule: Das Kapitel diskutiert Notwendigkeit und Möglichkeiten erlebnispädagogischer Einheiten für die Schulentwicklung, Lehrpläne sowie die soziale Atmosphäre in Klassen.
5. Erlebnis und Wagnis im Sportunterricht: Es werden die theoretischen Konzepte von Wagnis und Risikobewältigung sowie das 3-Zonen-Modell erläutert, um Wege für erlebnispädagogische Übungen im Sportunterricht aufzuzeigen.
6. Konkrete Umsetzung: Hier wird ein praktisches, theoretisch fundiertes Konzept für zwei Doppelstunden mit den Schwerpunkten Kooperation und Vertrauen für eine 7. Klasse am Gymnasium vorgestellt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Chance, dass Erlebnispädagogik als sinnvolle Ergänzung den Schulalltag und den Sportunterricht bereichern kann.
Erlebnispädagogik, Sportunterricht, Erlebnis, Wagnis, Abenteuer, Kooperation, Vertrauen, Persönlichkeitsentwicklung, 3-Zonen-Modell, Reflexion, Selbstwirksamkeit, Schule, Sozialkompetenz, Gruppenprozesse, Schulentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie erlebnispädagogische Ansätze sinnvoll im schulischen Kontext und insbesondere im Sportunterricht eingesetzt werden können, um die Persönlichkeitsentwicklung von Lernenden zu fördern.
Die Arbeit behandelt unter anderem die theoretische Definition der Erlebnispädagogik, historische Hintergründe, die Bedeutung von Wagnis und Risiko sowie die praktische Umsetzung im Schulsport durch Kooperations- und Vertrauensübungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sportlehrkräfte ohne eine spezialisierte Ausbildung erlebnispädagogische, wagnisreiche Situationen im Sportunterricht gestalten können, um die Klassengemeinschaft und soziale Kompetenzen zu stärken.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Entwicklung und systematischen Darstellung eines praktischen Stundenkonzepts für den Sportunterricht.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Annäherung an die Erlebnispädagogik, die Analyse ihres Nutzens für die Schule und das spezifische Konzept von Wagnis im Sport, gefolgt von einer konkreten Stundenplanung für die Unterrichtspraxis.
Die zentralen Begriffe sind Erlebnispädagogik, Erlebnis, Wagnis, Abenteuer, Sportunterricht, Kooperation, Vertrauen und Reflexion.
Während Risiko ursprünglich "Gefahr laufen" bedeutet, hebt das Wagnis den Personaspekt hervor; es bezieht sich auf die bewusste, freiwillige Einstellung des Individuums, sich einer Herausforderung zu stellen, ohne dass dabei eine reale Gefahr für Leib und Wohl entsteht.
Das 3-Zonen-Modell (Komfort-, Lern- und Panikzone) dient als wichtiges Instrument für die Planung erlebnispädagogischer Übungen, um sicherzustellen, dass Schülerinnen und Schüler zwar in der Lernzone gefordert, aber vor Überforderung in der Panikzone geschützt werden.
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