Bachelorarbeit, 2022
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Bedeutung und ökonomische Relevanz des Klimawandels
3. Theorie zu Greenwashing
3.1 Theoretische Grundlagen
3.2 Klimawandel als Folge eines negativen externen Effekts
3.3 Umweltpolitische Instrumente und Maßnahmen
3.3.1 Emissionshandel
3.3.2 Pigou-Steuer
3.3.3 Auflagen
3.3.4 Moral Suasion
3.4 CSR
3.5. Greenwashing
3.5.1 Einführung
3.5.2 Anlässe für Greenwashing
3.5.3 Erscheinungsformen und Arten von Greenwashing
4. Empirische Evidenz zu Greenwashing
4.1 Generelle empirische Evidenz
4.2 Fallstudien zu Greenwashing
4.2.1 BP
4.2.2 Palmöl
4.2.3 Nestlé
4.3 Folgen von Greenwashing
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Greenwashing und dessen Verbindung zu umweltpolitischen Internalisierungsinstrumenten. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Instrumente Greenwashing fördern, und aus welchen Gründen sowie in welchen Erscheinungsformen Unternehmen auf Täuschungstaktiken zurückgreifen, um ein nachhaltiges Image zu suggerieren.
3.5.1 Einführung
Der Begriff Greenwashing oder auch Greenwash ist keine Erfindung der Neuzeit. Er tauchte bereits in den 1960er-Jahren zum ersten Mal auf. Das Konzept Greenwashing entstand als Reaktion auf die Umweltbewegung in den 1960er-Jahren, als durch Bekanntwerden diverser Umweltskandale, wie beispielsweise der Atomindustrie oder der Klimaerwärmung das Vertrauen der Massen in große Konzerne massiv erschüttert und beeinflusst wurde. Als Reaktion auf den Vertrauensverlust tauchten erstmals vermehrt „Greenwashing Maßnahmen“ in Zeitungen oder Zeitschriften auf. In dieser Phase versuchte dann beinahe jedes Unternehmen auf den Zug des Greenwashings aufzuspringen. So wurden in dieser Zeit Atomkraftwerke mit Worten wie „saubere Technologie“ beworben. Allein im Jahr 1969 wurden in den USA von Energieversorgern mehr als 300 Millionen Dollar in Greenwashing Werbung gesteckt. Zum Vergleich waren die verfügbaren Mittel für die Forschung gegen Umweltverschmutzung achtmal kleiner (Emrich, 2015, S. 27–30).
Im Jahre 1990 am Höhepunkt der Umweltbewegung in den USA erkannten einige transnationale Unternehmen den Unternehmensumweltschutz erstmals als eigenen Wert an. Durch neue Marktforschungsergebnisse hatten diese erkannt, dass Verbraucher immer mehr „grüne“ Produkte kaufen wollen. Eine Studie aus dieser Zeit ergab, dass 77 % der Amerikaner als Kaufgrund eines Produkts das Umweltimage des Unternehmens angaben. Das Ergebnis einer anderen Studie zeigte, dass 84 % der Amerikaner Umweltverbrechen gravierender einschätzen als beispielsweise Preisabsprachen. Als Reaktion, auf die eben erwähnten Ergebnisse wollten, möglichst viele Unternehmen in den neuen lukrativen Markt eintreten. So versuchten sie durch Greenwashing ihre Produkte als das „grünste“ Produkt auf dem neuen Markt darzustellen. Eine Folge hieraus war, dass beinahe ein Viertel aller neuen Produkte mit Wörtern wie wiederverwertbar, biologisch abbaubar oder ozonfreundlich beworben wurden (Emrich, 2015, S. 27–30).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Nachhaltigkeit ein und definiert die zentralen Forschungsfragen sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Bedeutung und ökonomische Relevanz des Klimawandels: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des Klimawandels und dessen weitreichende negative wirtschaftliche Folgen für die globale Produktivität.
3. Theorie zu Greenwashing: Hier werden die umweltökonomischen Grundlagen, Internalisierungsinstrumente wie der Emissionshandel oder Auflagen sowie das Konzept und die Ursachen von Greenwashing theoretisch erarbeitet.
4. Empirische Evidenz zu Greenwashing: Die theoretischen Erkenntnisse werden anhand konkreter Fallstudien von Unternehmen wie BP, Nestlé und Shein auf ihre Praxisrelevanz überprüft, um Täuschungsmuster aufzudecken.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, zukünftig strengere Kontrollmechanismen einzuführen, um Greenwashing wirksam zu unterbinden.
Greenwashing, Nachhaltigkeit, Umweltökonomik, Klimawandel, Internalisierungsinstrumente, CSR, Profitmaximierung, Unternehmensimage, Deep Greenwashing, Marktversagen, externe Effekte, Umweltpolitik, Unternehmensverantwortung, Konsumverhalten, empirische Evidenz.
Die Arbeit untersucht die Schattenseiten des Nachhaltigkeitstrends und analysiert, wie Unternehmen Marketingtaktiken nutzen, um ein umweltfreundliches Image vorzutäuschen, ohne diese Standards operativ umzusetzen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Umweltökonomik, der Wirksamkeit umweltpolitischer Instrumente (wie Steuern oder Auflagen) und der kritischen Analyse von Unternehmenspraktiken unter dem Aspekt des Greenwashings.
Ziel ist es, die Rolle politischer Instrumente bei der Entstehung von Greenwashing zu klären sowie die Gründe und Erscheinungsformen dieses Verhaltens in modernen Wirtschaftsunternehmen zu identifizieren.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse, die durch Auswertungen empirischer Daten und Fallstudien zu verschiedenen Konzernen gestützt wird.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Zunächst werden die theoretischen Grundlagen der Umweltökonomik vermittelt, im zweiten Teil folgt die Anwendung dieser Erkenntnisse auf reale Fallbeispiele, darunter BP, Palmöl-Produzenten, Nestlé und Shein.
Wesentliche Begriffe sind Greenwashing, externe Effekte, Nachhaltigkeit, CSR (Corporate Social Responsibility) und das sogenannte Deep Greenwashing.
Deep Greenwashing wird als Strategie definiert, bei der Unternehmen politisch lobbyieren, um schärfere Regulierungen oder verbindliche Umweltauflagen zu verhindern, indem sie Freiwilligkeit vortäuschen.
Der Autor hinterfragt die Integrität vieler CSR-Berichte, da diese oft als reine PR-Instrumente dienen, um von mangelnden tatsächlichen ökologischen Fortschritten abzulenken.
Die Fallstudien belegen, dass Greenwashing quer durch verschiedene Branchen (Energie, Lebensmittel, Mode) verbreitet ist und oft mit einer systematischen Manipulation von Statistiken und Bildern einhergeht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

