Diplomarbeit, 2010
98 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Die Lebensphase Jugend
2.1 Die Lebensphase Jugend im gesellschaftlichen Zusammenhang
2.1.1 Die historische Entstehung der Lebensphase Jugend und ihre Expansion
2.1.2 Abgrenzung der Lebensphase Jugend zur Lebensphase Kindheit
2.1.3 Abgrenzung der Lebensphase Jugend zum Erwachsensein
2.2 Die Entwicklungsaufgaben in der Lebensphase Jugend
2.2.1 Probleme bei der Bewältigung der Entwicklungsaufgaben
2.2.2 Transition und Moratorium
2.3 Die Entwicklung der Identität und Persönlichkeit
2.4 Jugendkulturen
3 Gewalt
3.1 Gewaltbegriffe
3.1.1 Zur Abgrenzung von Gewalt und Aggression
3.1.2 Zur Abgrenzung von Gewalt, abweichendem Verhalten und Kriminalität
3.2 Entwicklung einer zweckmäßigen Definition von Jugendgewalt
4 Jugendgewalt in Deutschland
4.1 Formen von Jugendgewalt
4.1.1 Bullying
4.1.2 Cyber - Bullying
4.1.3 Happy Slapping
4.1.4 School Shootings
4.1.5 Rechtsextreme Jugendgewalt
4.2 Zusammenfassung
5 Die Bedeutung der Sozialisationsinstanzen
5.1 Die Sozialisationstheorie
5.2 Die Sozialisationsinstanzen
5.2.1 Die Familie
5.2.2 Die Schule
5.2.3 Die Gleichaltrigengruppe
5.3 Die Bedeutung der Herkunft
5.4 Der Kreislauf der Gewalt
6 Resümee
7 Verzeichnisse
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein differenziertes Verständnis für das viel diskutierte Phänomen der Jugendgewalt in Deutschland zu schaffen, indem sie über die mediale Hysterie hinausblickt, Ursachen beleuchtet und die Relevanz verschiedener Sozialisationsinstanzen untersucht. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, wie Jugendgewalt in ihren Formen zu definieren ist, wie es um ihre Verbreitung steht und welchen Einfluss Familie, Schule sowie Gleichaltrigengruppen auf die Entwicklung gewalttätigen Verhaltens nehmen.
4.1.1 Bullying
„[...] ich hab mich angemeldet,weil meine Freundin unbedingt Hilfe braucht.Sie wird seit vier Jahren von Mitschülern mal mehr,mal weniger gemobbt,in der Hinsicht,dass sie sich immer dumme Sprüche über ihre Kleidung,ihr Make-Up und ihre Interessen anhören muss und ihr ganz oft z.B. die Stühle weggezogen werden,wenn sie sich setzt.Wenn sie an denen vorbei läuft,stöhnen die manchmal und flüstern ihr zu :"oh ****,du törnst mich sooo an" oder so was.Außerdem haben sie sich über die Sachen,die sie zum Essen mitgenommen hat,lustig gemacht,so dass sie sich irgentwann zum Essen auf der Toilette versteckt hat.In den letzten Monaten ist es immer schlimmer geworden.“ (Mobbingforum 2009)
Dieser Erfahrungsbericht aus einem Selbsthilfeforum im Internet für Opfer von Mobbing oder auch Bullying fasst gut zusammen, was unter dieser Form von Jugendgewalt zu verstehen ist. Im deutschsprachigen Raum hat sich dabei die Bezeichnung Mobbing durchgesetzt, obwohl dies auch ein spezifisches anderes Phänomen, welches sich hauptsächlich auf den Arbeitsplatz beschränkt, bezeichnet. Oftmals werden allerdings auch beide Begriffe synonym verwendet, wie etwa auch in sozialwissenschaftlichen Untersuchungen, die sich mit dieser Form der Jugendgewalt befassen (vgl. Fuchs et al. 2009). Aufgrunddessen werden in den folgenden Ausführungen vereinzelt ebenso beide Begriffe gleichermaßen verwendet, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Wenn in der Folge von Mobbing die Rede ist, sind damit explizit die spezifischen Merkmale des Bullying gemeint, dessen Hauptmerkmale im folgenden dargestellt werden sollen.
Bullying bezeichnet eine weit verbreitete Form von jugendgewaltätigen Verhalten, welches sich hauptsächlich in der Schule abspielt. Dies liegt in dem Fakt begründet, dass junge Menschen in der Schule mit Abstand die meiste Zeit verbringen und sich dort die zwischenmenschlichen Kontaktmöglichkeiten der Jugendphase konzentrieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Jugendgewalt ein, thematisiert die mediale Verzerrung der Problematik und formuliert das Ziel der Arbeit, einen differenzierten Blick auf Ursachen und Ausprägungen zu werfen.
2 Die Lebensphase Jugend: Dieses Kapitel skizziert die Lebensphase Jugend als biografiebestimmende Phase, analysiert die historischen Bedingungen sowie die zentralen Entwicklungsaufgaben und Konzepte wie Transition und Moratorium.
3 Gewalt: Hier erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem schwierigen Gewaltbegriff und dessen Abgrenzung zu Aggression, abweichendem Verhalten und Kriminalität, um eine Arbeitsdefinition für Jugendgewalt zu erarbeiten.
4 Jugendgewalt in Deutschland: Dieser Hauptteil analysiert die tatsächliche Verbreitung von Jugendgewalt auf Basis von Schülerbefragungen und detailliert spezifische Formen wie Bullying, Cyber-Bullying, Happy Slapping, School Shootings und rechtsextreme Jugendgewalt.
5 Die Bedeutung der Sozialisationsinstanzen: In diesem Kapitel wird die Sozialisationstheorie angewandt, um den Einfluss von Familie, Schule und Gleichaltrigengruppen auf die Entstehung gewalttätigen Verhaltens zu untersuchen und das Modell des "Kreislaufs der Gewalt" zu begründen.
6 Resümee: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und formuliert weiterführende Hypothesen zur Dynamik und Prävention von Jugendgewalt.
Jugendgewalt, Lebensphase Jugend, Sozialisation, Bullying, Cyber-Bullying, Happy Slapping, School Shootings, Rechtsextremismus, Kriminalstatistik, Dunkelfeld, Familie, Schule, Peergroup, Gewaltprävention, Entwicklungsaufgaben.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem viel beachteten Thema Jugendgewalt, wobei sie das Ziel verfolgt, das Phänomen jenseits medialer Aufregung wissenschaftlich fundiert zu beleuchten.
Zentrale Schwerpunkte sind die Definition von Gewalt, die aktuelle Verbreitung und Formen von Jugendgewalt in Deutschland sowie der tiefgreifende Einfluss der Sozialisationsinstanzen Familie, Schule und Gleichaltrigengruppen.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Jugendgewalt definiert werden kann, welches Ausmaß sie tatsächlich hat und wie verschiedene Sozialisationsinstanzen die Entstehung gewalttätigen Verhaltens begünstigen.
Der Autor stützt sich auf eine theoretische Herleitung soziologischer Begriffe und zieht zur empirischen Untermauerung vor allem repräsentative Studien des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) heran.
Im Hauptteil werden zunächst die Formen von Jugendgewalt, von klassischem Bullying bis hin zu School Shootings, detailliert erläutert. Anschließend erfolgt eine Analyse des "Kreislaufs der Gewalt" innerhalb der Sozialisationsinstanzen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jugendgewalt, Sozialisation, Bullying, Kriminalstatistik, Dunkelfeld und Prävention charakterisieren.
Die Schule wird als "komplexes soziales Erfahrungsfeld" betrachtet. Negativer Leistungsdruck, eine belastete Lehrer-Schüler-Beziehung sowie die soziale Selektion an bestimmten Schulformen können laut Autor das Risiko für abweichendes Verhalten erhöhen.
Der Begriff beschreibt, wie sich negative Einflüsse aus Familie, Schule und Gleichaltrigengruppen gegenseitig verstärken können, wodurch es für betroffene Jugendliche besonders schwer wird, aus einem gewaltgeprägten Verhalten auszubrechen.
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