Bachelorarbeit, 2022
41 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Das Interesse an Naturwissenschaft
3. Motivation
3.1 Lernmotivation
3.1.1 Extrinsische Motivation
3.1.2 Intrinsische Motivation
3.3 Studien zur Motivation beim Lernen
4. Modell des motivationalen Lernklimas im Chemieunterricht
4.1 Grundlegende Theorien
4.1.1 Die pädagogische Theorie des Interesses
4.1.2 Selbstbestimmungstheorie der Motivation
4.2 Variablen
4.3 Modellerklärung
5. Stichprobe zur Motivation im Chemieunterricht
5.1 Fragestellungen und Hypothese
5.1 Lerngruppe
5.2 Datenerhebungsinstrument
5.3 Durchführung
5.4 Ergebnis
5.4.1 Auswertung der REALVersion
5.4.2 Auswertung der IDEALVersion
5.4.3 Wunsch-Wirklichkeits-Differenz
6. Diskussion
6.1 Forschend-entwickelnde Unterrichtsverfahren
6.2 Bezug zum Alltag
6.3 Kooperatives Lernen
7. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das motivationale Lernklima im Chemieunterricht einer 9. Jahrgangsstufe. Ziel ist es, unter Anwendung des MoLe-Modells von Bolte Defizite in der Unterrichtsgestaltung aufzudecken und durch fachdidaktische Methoden wie forschend-entwickelnde Unterrichtsverfahren, Alltagsbezüge und kooperatives Lernen Möglichkeiten zur Steigerung der Schülermotivation aufzuzeigen.
4.1 Grundlegende Theorien
Das „Modell des motivationalen Lernklimas im Chemieunterricht“ basiert auf der pädagogischen Theorie des Interesses und auf der Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan (1993). Von den Theorien ausgehend hat Bolte (2004) sieben Variablen entwickelt nach denen das Modell aufgebaut ist. Um diese zu verstehen, werden zunächst beide Theorien erklärt.
4.1.1 Die pädagogische Theorie des Interesses
Grundlegend basiert diese Theorie auf der Definition des Begriffes „Interesse“. Allgemein wird Interesse als eine Person-Gegenstand-Beziehung definiert. Dabei werden nicht nur unter Gegenstand des Interesses Objekte definiert, sondern auch die Personen, die als Gegenstand des Interesses angesehen werden können. Dabei gibt es drei Merkmale, die die Beziehung zwischen Gegenstand und Person kennzeichnen (Streller, Bolte, Dietz, & Noto La Diega, 2019, S. 78).
Das erste Merkmal ist der kognitive Aspekt. Dieser beschreibt, dass die Interessenshandlung mit einem Zuwachs von Wissen einhergeht und somit das Wissen einer Person in dem Gegenstandsbereich erweitert wird.
Ein weiteres Merkmal ist der emotionale Aspekt. Dieser betrifft die Gefühle, die die Interessenshandlung begleiten. Das Empfinden einer Handlung als anregend und spannend kann als ein Beispiel für die Gefühlswahrnehmung während einer Handlung gelten.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz der Motivation im Chemieunterricht dar und erläutert die Durchführung einer Erhebung in einer 9. Klasse an einem XY-Gymnasium.
2. Das Interesse an Naturwissenschaft: Dieses Kapitel thematisiert die Ergebnisse der PISA-Studie und den Zusammenhang zwischen Unterrichtswahrnehmung und dem Interesse der Jugendlichen an Naturwissenschaften.
3. Motivation: Es erfolgt eine theoretische Einordnung von Motivationskonzepten, unterteilt in Lernmotivation sowie deren intrinsische und extrinsische Ausprägungen.
4. Modell des motivationalen Lernklimas im Chemieunterricht: Vorstellung der theoretischen Grundlagen (Interessentheorie, Selbstbestimmungstheorie) und des MoLe-Modells zur Analyse der Unterrichtsgestaltung.
5. Stichprobe zur Motivation im Chemieunterricht: Detaillierte Darstellung der empirischen Erhebung, des Datenerhebungsinstruments sowie der Auswertung der REAL- und IDEALVersion.
6. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse mit Fokus auf methodischen Lösungsansätzen wie forschend-entwickelnde Unterrichtsverfahren, Alltagsbezügen und kooperativem Lernen.
7. Fazit: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse sowie Ausblick auf mögliche Erweiterungen und die Rolle der Lehrkraft.
Chemieunterricht, Motivation, Lernklima, MoLe-Modell, Interesse, Selbstbestimmungstheorie, Partizipation, Experimente, Schülervorstellungen, forschend-entwickelndes Unterrichtsverfahren, Alltagsbezug, kooperatives Lernen, Unterrichtsqualität, Schülermeinung, pädagogische Theorie.
Die Arbeit untersucht, wie das motivationale Lernklima in einer 9. Jahrgangsstufe wahrgenommen wird und welche fachdidaktischen Maßnahmen ergriffen werden können, um die Schülermotivation im Chemieunterricht gezielt zu steigern.
Im Zentrum stehen die Lernmotivation, das Interessenkonstrukt, die Selbstbestimmungstheorie sowie die Faktoren des MoLe-Modells wie Partizipation, Anforderungsniveau und Alltagsbezug.
Das Ziel ist die Identifikation von Defiziten im Unterricht durch einen Abgleich zwischen dem Ist-Zustand (REALVersion) und den Wunschvorstellungen der Schüler (IDEALVersion), um darauf basierend konkrete Optimierungsmöglichkeiten abzuleiten.
Es wurde eine quantitative Erhebung mittels zweier Fragebögen (REAL- und IDEALVersion) durchgeführt, die auf dem Modell des motivationalen Lernklimas von Bolte (2004) basieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Motivationskonzepte, die explizite Herleitung der sieben Modellvariablen sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Stichprobe.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Motivation, MoLe-Modell, Chemieunterricht, Schülerpartizipation und forschend-entwickelndes Lernen definieren.
Die Schüler ordnen den Unterricht in nahezu allen abgefragten Dimensionen als „weder-noch“ ein, was auf ein Fehlen sowohl starker Begeisterung als auch deutlicher Ablehnung hinweist.
Die Auswertung der offenen Fragen zeigt, dass sich die Schüler primär mehr Experimente und ein stärkeres selbstständiges Erforschen von Themen sowie alltagsnahe Inhalte wünschen.
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