Bachelorarbeit, 2024
105 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Theorien
1.1.1 Theorie des sozialen Lernens
1.1.2 Job Demands-Resources Model
1.1.3 Job Crafting
1.1.4 Boundary Management
1.1.5 Self Determination Theory
1.1.6 Conversation of Resources Theory
1.2 Kontextbezogene Begriffe
1.2.1 WLB
1.2.2 Work-Family-/Family-Work Conflict
1.2.3 Family Supportive Organizational Program
1.2.4 Work-Life Conflict
1.2.5 WLB-Organisationskultur
1.2.6 Work-Life Programme
2 Vorbildfunktion Vorgesetzter
2.1 Führung
2.1.1 Adaptive Führung
2.1.2 Transformational Leadership
2.1.3 Empowering Leadership
2.1.4 Connecting Leadership
2.1.5 LMX
2.2 Family Supportive Supervisor Behavior
2.2.1 Work-Family/Family-Work Enrichment
2.2.2 Work-Family/Family-Work Positive Spillover
3 Theoretische Herleitung
3.1 Fragestellung
3.2 Hypothesen
4 Methode
4.1 Ein- und Ausschlusskriterien
4.2 Vorgehen
4.3 Suchbegriffe
4.4 Einbezogene Quellen/ Studien
5 Ergebnisse
5.1 Folgen WLB-praktizierender Vorgesetzter
5.2 Folgen nicht-WLB praktizierender Vorgesetzter
5.3 Folgen gegensätzlicher WLB-Strategien
5.4 WLB-Strategien Vorgesetzter und deren Auswirkungen auf MA
5.4.1 Förderung der Flexibilität
5.4.2 Reduktion des WLC
5.4.3 Förderung beruflichen Engagements
5.4.4 Förderung der WLB
6 Diskussion
6.1 Limitationen
6.2 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht systematisch, wie die Vorbildfunktion von Vorgesetzten die Funktionalität von Strategien zur Work-Life Balance (WLB) von Mitarbeitenden im Kontext zunehmender Digitalisierung beeinflusst und welche Rolle dabei individuelle Segmentierungs- und Integrationsbedürfnisse spielen.
1.1.2 Job Demands-Resources Model
Das Modell der Arbeitsanforderungen und -ressourcen (Job Demands-Resources Model [JD-R]) von Demerouti et al. (2001) stellt die berufliche Arbeit in den Mittelpunkt. Es untergliedert Arbeitsanforderungen in die zwei Bereiche Arbeitsanforderungen und Arbeitsressourcen und widmet sich dem Zusammenspiel der Eigenschaften der Aufgabe mit der Situation am Arbeitsplatz und dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Die Anforderungen (Demands) werden als negative, die Ressourcen als positive Einflussfaktoren gewertet.
Sind beide in ausgeglichenem Verhältnis, die Anforderungen hoch genug, um motivationssteigernd attraktiv zu sein, bei gleichsam ausreichend Ressourcen, arbeitsbedingten Stress zu kompensieren, gehe dieses mit Zufriedenheit, höherer Motivation, besserer Leistung als auch mehr Wohlbefinden einher (Demerouti et al., 2001), was sich als gelingende WLB werten lässt.
1 Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach der verändernden Wirkung der Vorbildfunktion von Vorgesetzten auf die WLB-Strategien von Mitarbeitenden vor dem Hintergrund der Digitalisierung.
2 Vorbildfunktion Vorgesetzter: Diskutiert verschiedene Führungsstile und das Konstrukt des familienunterstützenden Vorgesetztenverhaltens (FSSB) in ihrer theoretischen Relevanz für das Thema.
3 Theoretische Herleitung: Verknüpft die wissenschaftlichen Modelle (JD-R, Boundary Management, SDT) mit der Forschungsfrage zur Ableitung spezifischer Hypothesen.
4 Methode: Dokumentiert das systematische Vorgehen bei der Literaturrecherche anhand von Ein- und Ausschlusskriterien und der Auswahl der 52 relevanten Studien.
5 Ergebnisse: Analysiert die Studienergebnisse differenziert nach den aufgestellten Hypothesen zu WLB-förderlichem, nicht-förderlichem und gegensätzlichem Vorgesetztenverhalten.
6 Diskussion: Synthetisiert die Befunde, diskutiert Limitationen der aktuellen Studienlage und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsschwerpunkte.
Work-Life Balance, WLB, Führung, Vorgesetztenverhalten, FSSB, Job Crafting, Boundary Management, Mitarbeiterwohlbefinden, Arbeitsanforderungen, Arbeitsressourcen, Arbeitszufriedenheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Systematisches Review.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Vorgesetzte durch ihr eigenes Verhalten als Vorbild fungieren und dadurch beeinflussen, ob und wie Mitarbeitende ihre Work-Life Balance erfolgreich gestalten können.
Zentrale Felder sind Theorien zu Arbeitsanforderungen und Ressourcen, Grenzmanagement zwischen Beruf und Privatleben, verschiedene Führungsstile wie transformationale oder empowernde Führung sowie die konkrete Auswirkung auf Leistung und Zufriedenheit.
Das Hauptziel ist es, durch eine systematische Auswertung wissenschaftlicher Studien zu verstehen, ob und wie die Funktionalität von Strategien zur Work-Life Balance durch die Vorbildfunktion von Vorgesetzten verändert wird.
Es handelt sich um ein systematisches Review (systematische Übersichtsarbeit), in dem die Ergebnisse von 52 internationalen Peer-Review-Studien seit 2010 wissenschaftlich analysiert und zusammengefasst wurden.
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Erklärungsmodelle als auch die konkreten Auswirkungen unterschiedlicher Formen des Vorgesetztenverhaltens (unterstützend vs. missbräuchlich) auf Variablen wie Engagement, Erschöpfung und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeitenden analysiert.
Die zentralen Schlagworte umfassen neben WLB und Führung auch speziellere Begriffe wie FSSB (familienunterstützendes Vorgesetztenverhalten), Arbeitsplatzautonomie und Job Crafting.
Während die Organisationskultur die grundlegenden Annahmen und Werte einer Organisation bezüglich der Integration von Berufs- und Privatleben umfasst, beziehen sich Work-Life Programme auf die konkreten Instrumente und Angebote wie Gleitzeit oder Kinderbetreuung.
Job Crafting wird als ein aktiver Prozess der Mitarbeitenden verstanden, wobei Vorgesetzte durch unterstützendes Verhalten und die Bereitstellung von Ressourcen die Voraussetzung dafür schaffen, dass Mitarbeitende ihre Arbeitsbedingungen für eine bessere WLB eigeninitiativ gestalten können.
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