Masterarbeit, 2010
80 Seiten, Note: 2
1. Einleitung und Forschungsfrage
2. Problem Übergewicht und Adipositas
2.1 Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas in Deutschland
2.2 Ursachen von Übergewicht und Adipositas
2.3 Fehl- und Überernährung als Mitauslöser von Übergewicht und Adipositas sowie ernährungsbedingten und ernährungsabhängigen Krankheiten
2.4 Therapiestrategie bei Übergewicht und Adipositas sowie ernährungsbedingten und ernährungsabhängigen Erkrankungen
2.5 Ernährungstherapie bei Übergewicht und Adipositas
3. Professionelle Diät- und Ernährungsberatung
3.1 Ziele der Diät- und Ernährungsberatung
4. Was Schulung von der Diät- und Ernährungsberatung unterscheidet
5. Die Anamnese als Start des Beratungsprozesses
6. Verhaltenstherapie bei Übergewicht und Adipositas
7. Methoden zur Erfassung des Ernährungsverhaltens
7.1 Vor- und Nachteile der retrospektiven Ernährungsanamnese
7.2 Die prospektive Ernährungsanamnese (Ernährungstagebuch) als Verlaufskontrolle
7.3 Darstellung der Probleme der Ernährungsanamnese in der Standardliteratur
8. Theoretische Überlegungen zur qualitativen Sozialforschung
8.1 Unterschiede der quantitativen und der qualitativen Sozialforschung
9. Methodenauswahl
9.1 Die qualitative Sozialforschung erschließt auch das Ernährungsverhalten
9.2 Das qualitative Interview als Methode der Datenerhebung
9.3 Das problemzentrierte Interview
10. Konzeption der Untersuchung
10.1 Ernährungsfachkräfte – Gruppe 1
10.2 Patienten / Klienten – Gruppe 2
10.3 Unterschiede in der Beantwortung der Gruppen 1 und 2
11. Ergebnisse der Untersuchung
11.1 Ergebnisse der Untersuchung der Gruppe 1
11.2 Ergebnisse der Untersuchung der Gruppe 2
12. Auswertung der Untersuchung
12.1 Auswertung der Untersuchung der Gruppe 1
12.2 Auswertung der Untersuchung der Gruppe 2
13. Zusammenfassung und Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht den Stellenwert der Ernährungsanamnese sowie der Verlaufskontrolle mittels Ernährungstagebüchern in der praktischen Diät- und Ernährungsberatung von übergewichtigen und adipösen Patienten, um bestehende Probleme in der Praxis aufzuzeigen und alternative Ansätze zu identifizieren.
1. Einleitung und Forschungsfrage
Die Häufigkeit von ernährungsabhängigen und ernährungsbedingten Erkrankungen nimmt in den westlichen Industrienationen zu. Insbesondere die Zahl der Übergewichtigen und Adipösen steigt in allen Bevölkerungsschichten an. Die ernährungsabhängigen und ernährungsbedingten Erkrankungen verursachen hohe Kosten und steigern die Mortalität. Sie werden ausgelöst, begünstigt oder beeinflusst durch Fehl- und/oder Überernährung. Zur Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention solcher Erkrankungen ist die Diät- und Ernährungsberatung ein wichtiges Element der Schulung, Beratung und Information beziehungsweise Behandlung. Die Diät- und Ernährungsberatung wird in Deutschland in der Regel ärztlich angeordnet und sollte durch qualifizierte Fachkräfte wie Diätassistenten und Diplom Ökotrophologen mit entsprechendem Schwerpunkt in strukturierter Form durchgeführt werden.
Die Diät- und Ernährungsberatung hat einen festen Platz in der Prophylaxe und Therapie von Erkrankungen. Ein wesentlicher Bestandteil der Beratung ist die Anamnese (Ernährungsanamnese). Zum einen ist zu Beginn der Diät- und Ernährungsberatung das bisherige Ernährungsverhalten zu analysieren und zum anderen ist im Verlauf der Beratungseinheiten in vielen Fällen die Dokumentation des Ess- und Trinkverhaltens sinnvoll. Viele Ernährungsfachkräfte sehen jedoch insbesondere in der Führung von sogenannten Ernährungstagebüchern Probleme. Diese Probleme bestehen sowohl für sie selbst, da die Auswertung und Besprechung einen nicht zu unterschätzenden Zeitfaktor ausmachen, als auch für die Patienten, denen Ernährungsfachkräfte oftmals unterstellen, dass ihre Angaben nicht stimmen.
1. Einleitung und Forschungsfrage: Diese Einleitung beleuchtet die Zunahme ernährungsbedingter Erkrankungen und hinterfragt die Effektivität aktueller Anamnesemethoden in der Ernährungsberatung.
2. Problem Übergewicht und Adipositas: Das Kapitel diskutiert die globale Prävalenz, Ursachen und die Bedeutung einer strukturierten Ernährungstherapie bei Übergewicht.
3. Professionelle Diät- und Ernährungsberatung: Hier werden die Qualitätsanforderungen an Fachkräfte und die zentrale Rolle der Empathie für den Beratungserfolg dargelegt.
4. Was Schulung von der Diät- und Ernährungsberatung unterscheidet: Die Abgrenzung zwischen pauschaler Wissensvermittlung in Schulungen und patientenzentrierter, dialogorientierter Beratung ist das Hauptthema dieses Kapitels.
5. Die Anamnese als Start des Beratungsprozesses: Dieses Kapitel unterstreicht, dass die Anamnese das unverzichtbare Fundament für jede erfolgreiche Verhaltensmodifikation bildet.
6. Verhaltenstherapie bei Übergewicht und Adipositas: Hier werden verhaltenstherapeutische Ansätze und der Nutzen der Selbstbeobachtung zur Effektivitätssteigerung beschrieben.
7. Methoden zur Erfassung des Ernährungsverhaltens: Das Kapitel vergleicht direkte und indirekte Methoden der Anamnese sowie deren Vor- und Nachteile in der klinischen Praxis.
8. Theoretische Überlegungen zur qualitativen Sozialforschung: Hier wird der methodische Rahmen für die qualitative Untersuchung der Beratungsbeziehung begründet.
9. Methodenauswahl: Die Eignung problemzentrierter Interviews zur Erforschung subjektiven Ernährungsverhaltens wird erläutert.
10. Konzeption der Untersuchung: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign mit der Aufteilung in die Gruppen "Ernährungsfachkräfte" und "Patienten/Klienten".
11. Ergebnisse der Untersuchung: Die erhobenen Daten aus den Interviews mit Fachkräften und Betroffenen werden detailliert und nach Fragestellungen gegliedert präsentiert.
12. Auswertung der Untersuchung: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und im Kontext der bestehenden Beratungspraxis diskutiert.
13. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der ernährungstherapeutischen Dokumentation.
Ernährungsanamnese, Ernährungsberatung, Übergewicht, Adipositas, Ernährungstagebuch, Verlaufskontrolle, Qualitative Sozialforschung, Ernährungsverhalten, Patientenmotivation, Diätassistent, Ökotrophologie, Beratungskommunikation, Dokumentation, Verhaltensmodifikation, Compliance.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit der Qualität und dem Stellenwert der Ernährungsanamnese sowie der Verlaufskontrolle durch Ernährungstagebücher bei der Therapie von Übergewicht und Adipositas.
Zu den Kernpunkten gehören die Unterschiede zwischen Schulung und Beratung, die Bedeutung der Anamnese, der Einsatz von Ernährungstagebüchern und die Herausforderungen der Ernährungskommunikation in der Praxis.
Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, welchen Stellenwert die Ernährungsanamnese sinnvoll einnehmen sollte und ob es alternative, effektivere Methoden oder Verbesserungsansätze für die Dokumentation des Essverhaltens gibt.
Der Autor nutzt die qualitative Sozialforschung und führt problemzentrierte Interviews mit zwei Probandengruppen (Ernährungsfachkräfte und Patienten), um subjektive Perspektiven zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Methoden der Verhaltensanalyse, die Konzeption der empirischen Untersuchung, die Ergebnisdarstellung der qualitativen Interviews sowie deren fundierte Auswertung.
Die zentralen Schlagworte umfassen Ernährungsanamnese, Übergewicht, Ernährungstagebuch, Patientenmotivation, Compliance und Beratungsqualität.
Der Autor betont, dass eine Schulung eher pauschales Wissen vermittelt, während erst die individuelle, dialogorientierte Beratung durch Anamnese und Verlaufskontrolle eine zielgerichtete Verhaltensmodifikation ermöglicht.
Es zeigt sich, dass Ernährungstagebücher zwar ein wichtiges Analysetool sind, aber bei vielen Patienten (insbesondere bei Fremdmotivation oder mangelnder sozialer Unterstützung) mit erheblichen Problemen wie Unvollständigkeit, "Schummeln" oder Angst vor dem Essen verbunden sein können.
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