Bachelorarbeit, 2009
78 Seiten, Note: gut
Politik - Allgemeines und Theorien zur Internationalen Politik
Einleitung
Ausgangspunkt und Relevanz des Themas
Zielsetzung der Arbeit
Aufbau der Arbeit
Abgrenzung des Themas
1 Politische und wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs
1.1 Rückblick in die Geschichte Frankreichs
1.2 Wirtschaftliche Einordnung Frankreichs
2 Deutschland und Frankreich im Vergleich
2.1 Kultur und Grundwerte
2.1.1 Grundwerte der Franzosen und Deutschen im Überblick
2.1.2 Kulturdimensionen
2.1.3 Kulturdimensionen nach Hofstede
2.1.4 Kulturdimensionen nach Edward T. Hall
2.1.5 Kulturdimensionen nach Fons Trompenaars
2.1.6 Kulturschocktheorie
2.2 Erziehungsstile und Ausbildungssysteme
2.2.1 Bildungssystem
2.2.2 Erziehung
2.3 Interkulturelle Kommunikation
2.4 Unternehmensstrukturen und Arbeitsweisen
2.4.1 Management und Kontrolle
2.4.2 Besprechungen
2.4.3 Vorträge
3 Praktische Handlungshinweise
4 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, als Leitfaden für Deutsche zu dienen, die einen beruflichen Aufenthalt in Frankreich planen oder geschäftliche Beziehungen mit Franzosen unterhalten. Basierend auf historischen, wirtschaftlichen und theoretischen Grundlagen werden kulturelle Unterschiede analysiert, um praktische Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu geben.
2.4.3 Vorträge
„Franzosen wollen nicht überzeugt, sondern verführt werden.“ Diese Faustregel gilt besonders bei Vorträgen. Ein linearer Vortrag mit vielen Tabellen und Zahlen erzeugt Langweile oder sogar Misstrauen. Zuerst müssen sie ihr Publikum vorbereiten. Das heißt wenn möglich schon vorher durch kleine belanglose Gespräche herausfinden wieviel von der Thematik bereits bekannt ist. Schneiden sie das Thema in einem informellen Gespräch an. Bei dem Erstellen ihrer Präsentation müssen sie sich über die wichtigen Eckpfeiler im Klaren sein. Les messages forts, wobei sie flexibel reagieren können sollten, also Alternativen herausarbeiten müssen. Bei der Darstellung sollten sie Farbe in ihren Vortrag bringen durch z.B. bunte Charts, was nicht bedeutet das die Folien überladen sein sollen. Aber ein kleiner Witz, ein Cartoon schaden nie. Unterstreichen sie auch ihre Aussagen farbig indem sie geistreiche Kommentare machen oder originelle Beispiele bringen. Einleiten sollten sie mit etwas Persönlichem oder Humorvollem, einer kleinen philosophischen Weisheit um das ganze aufzulockern. Unbedingt vermeiden sollten sie geschichtliche Anekdoten die meist nicht lustig, sondern als nervig empfunden werden. „Allez a l’essentiel“, halten sie sich zunächst an das Wesentliche. Das soll helfen erst das Interesse der Zuhörer zu wecken und man vermeidet damit belehrend zu klingen. Heben sie Potentiale und Chancen hervor, anstatt sich auf Risikovermeidung zu konzentrieren (zu zeigen wie sie alles im Griff haben, wirkt in Frankreich nicht).
Einleitung: Vorstellung des Autors und der Motivation, die Bachelor Thesis zu verfassen, um bei kulturüberschreitenden Schwierigkeiten im deutsch-französischen Kontext Aufklärungsarbeit zu leisten.
1 Politische und wirtschaftliche Entwicklung Frankreichs: Ein Überblick über die historische Entwicklung der beiden Länder vom Karolingerreich bis zur Gegenwart sowie eine Analyse der französischen Wirtschaftsstruktur.
2 Deutschland und Frankreich im Vergleich: Ein tiefgreifender Vergleich der beiden Kulturen anhand von Grundwerten, Kulturdimensionen, Erziehungssystemen, Kommunikation und Unternehmensstrukturen.
3 Praktische Handlungshinweise: Konkrete Tipps für Alltag und Beruf in Frankreich, inklusive Themen wie Begrüßung, Korrespondenz und Verhaltensregeln bei Geschäftsessen.
4 Fazit: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse der Arbeit, die betont, wie das gewonnene Verständnis komplexer kultureller Zusammenhänge als praktischer Leitfaden für Expatriates dienen kann.
Deutschland, Frankreich, interkulturelle Kommunikation, Kulturdimensionen, Geert Hofstede, Unternehmenskultur, Managementstile, Geschäftsbeziehungen, Bildungssystem, Erziehungsstile, Integration, Auslandsaufenthalt, Vorurteile, Stereotypen, Wirtschaftsentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der deutsch-französischen Beziehung im beruflichen und kulturellen Kontext und bietet eine Hilfestellung für Deutsche, die in Frankreich tätig sind oder mit Franzosen zusammenarbeiten.
Die zentralen Themen sind historische und wirtschaftliche Hintergründe, der Vergleich kultureller Grundwerte und Arbeitsweisen sowie die Kommunikation zwischen beiden Nationen.
Das vorrangige Ziel ist es, Deutsche auf einen beruflichen Aufenthalt in Frankreich vorzubereiten und Geschäftsbeziehungen durch ein besseres Verständnis kultureller Besonderheiten zu erleichtern.
Der Autor nutzt bestehende Theorien renommierter Wissenschaftler wie Geert Hofstede, Edward T. Hall und Fons Trompenaars, um kulturelle Phänomene und Unterschiede greifbar zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische und wirtschaftliche Einordnung, einen direkten kulturellen Vergleich, eine Gegenüberstellung von Bildungs- und Erziehungssystemen sowie Ausführungen zur Kommunikation und Unternehmensführung.
Schlüsselwörter sind unter anderem interkulturelle Kommunikation, Kulturdimensionen, Managementstile, Unternehmenskultur und Integration.
Der Autor betont, dass Sprache mehr als Vokabeln ist; sie ist ein zentrales Mittel der Kommunikation, das bei Beherrschung hilft, zwischen den Zeilen zu lesen und kulturelle Nuancen zu verstehen.
„System D“ steht für das Improvisationsgeschick der Franzosen, mit wenig Aufwand und viel Einfallsreichtum Ziele zu erreichen, was im Gegensatz zum deutschen Perfektionsstreben steht.
Während in Deutschland Meetings oft linear und ergebnisorientiert geführt werden, sind sie in Frankreich stärker von informellen Aspekten, Selbstdarstellung und dem „Verführen“ statt „Überzeugen“ geprägt.
Die „Synthèse“ ist das abschließende Zusammenfassen der Quintessenz, das in Frankreich als unverzichtbar gilt, um die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu sichern und Wesentliches von Unwesentlichem zu trennen.
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