Diplomarbeit, 2003
126 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
Bedeutung des Themas
Fragestellung und Ziele der Arbeit
Methodik
Gliederung der Arbeit
1 Ansatz
1.1 Forschungsstandanalyse
1.2 Der analytische Bezugsrahmen
1.2.1 Rahmenbedingungen
1.2.2 Problemstruktur
1.2.3 Akteure
1.3 Zusammenfassung
2 Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien
2.1 Bewertungskriterien
2.2 Die Modelle im Überblick
2.2.1 Das Ausschreibungsmodell
2.2.2 Das Quotenmodell
2.2.3 Die Einspeisevergütung
2.3 Vergleich der Instrumente
2.4 Zusammenfassung
3 Die Förderinstrumente in Deutschland
3.1 Ökonomisch-technische Rahmenbedingungen
3.1.1 Definition und Potentiale erneuerbarer Energien in Deutschland
3.1.2 Entwicklung der erneuerbaren Energien
3.1.3 Stromerzeugung und Verbrauch
3.1.4 Struktur der Stromwirtschaft
3.2 Politische-institutionelle Rahmenbedingungen
3.2.1 Staatsstruktur
3.2.2 Partizipation und Interessenvermittlung
3.2.3 Kompetenzverteilung in der Energiepolitik
3.3 Problemstruktur
3.3.1 Problemdruck
3.3.2 Restriktionen
3.4 Akteure
3.4.1 Politische Akteure
3.4.2 Wirtschaftliche Akteure
3.4.3 Gesellschaftliche Akteure
3.5 Prozessanalyse
3.5.1 Situation vor der gesetzlichen Regelung der Einspeisevergütung
3.5.2 Einspeisevergütung im Stromeinspeisegesetz (1990-1998)
3.5.3 Einspeisevergütung im novellierten Stromeinspeisegesetz (1998-2000)
3.5.4 Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (ab 2000)
3.6 Zusammenfassung
4 Die Förderinstrumente in Großbritannien
4.1 Ökonomisch-technische Rahmenbedingungen
4.1.1 Definition und Potentiale erneuerbarer Energien in Großbritannien
4.1.2 Entwicklung der erneuerbaren Energien
4.1.3 Stromerzeugung und Verbrauch
4.1.4 Struktur der Stromwirtschaft
4.2 Politisch-institutionelle Rahmenbedingungen
4.2.1 Staatsstruktur
4.2.2 Partizipation und Interessenvermittlung
4.2.3 Kompetenzverteilung in der Energiepolitik
4.3 Problemstruktur
4.3.1 Problemdruck
4.3.2 Restriktionen
4.4 Akteure
4.4.1 Politische Akteure
4.4.2 Wirtschaftliche Akteure
4.4.3 Gesellschaftliche Akteure
4.5 Prozessanalyse
4.5.1 Situation vor Einführung des Ausschreibungsmodells
4.5.2 Ausschreibungssystem der Non Fossil Fuel Obligation (1990-1998)
4.5.3 Übergang zum Quotenmodell Renewable Obligation (ab 2002)
4.6 Zusammenfassung
5 Die Förderinstrumente in den Niederlanden
5.1 Ökonomische und technische Rahmenbedingungen
5.1.1 Definition und Potential erneuerbarer Energien in den Niederlanden
5.1.2 Entwicklung der erneuerbaren Energien
5.1.3 Stromerzeugung und Verbrauch
5.1.4 Struktur der Stromwirtschaft
5.2 Politisch-institutionelle Rahmenbedingungen
5.2.1 Staatsstruktur
5.2.2 Partizipation und Interessenvermittlung
5.2.3 Kompetenzverteilung in der Energiepolitik
5.3 Problemstruktur
5.3.1 Problemdruck
5.3.2 Restriktionen
5.4 Akteure
5.4.1 Politische Akteure
5.4.2 Wirtschaftliche Akteure
5.4.3 Gesellschaftliche Akteure
5.5 Prozessanalyse
5.5.1 Freiwillige Vereinbarungen in Umweltplänen
5.5.2 Quotenmodell mit Grüne-Label-System (1998-2000)
5.5.3 Übergang zum Quotenmodell mit Grüne-Zertifikate-System (ab 2001)
5.6 Zusammenfassung
6 Vergleich der Ergebnisse
6.1 Ökonomisch-technische Rahmenbedingungen
6.2 Politisch-institutionelle Rahmenbedingungen
6.3 Problemstruktur
6.4 Akteure
6.5 Ursachen für die Wahl der energiepolitischen Instrumente in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden
6.6 Ansätze zur Verallgemeinerung der Aussagen
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht die Ursachen für die unterschiedliche Wahl energiepolitischer Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden im Zeitraum von 1990 bis 2002. Ziel ist es, Faktoren zu identifizieren, die den politischen Entscheidungsprozess und die Instrumentenwahl maßgeblich beeinflussen.
3.1 Ökonomisch-technische Rahmenbedingungen
Das technische Referenzpotential, d. h. der in absehbarer Zeit unter gegebenen strukturellen Voraussetzungen maximal mobilisierbare Beitrag von EE zur Stromerzeugung in Deutschland, beläuft sich auf 525 TWh/a und würde damit annähernd den gesamten Strombedarf decken (vgl. UBA 1999:5). 2000 war dieses Potential mit 31,4 TWh/a zu ca. 6 % ausgenutzt (vgl. STIFTUNG ENERGIEFORSCHUNG BADEN-WÜRTTEMBERG 2001:I-191). Die Potentiale treten regional in unterschiedlicher Stärke auf und stammen zu 86 % aus den fluktuierenden Quellen Windenergie und Solarstrahlung; „eine weitgehende Erschließung des Potenzials (...) [ist] von daher bestenfalls langfristig möglich“ (STIFTUNG ENERGIEFORSCHUNG BADEN-WÜRTTEMBERG 2001:I-192).
3.1.2 Entwicklung der erneuerbaren Energien
Abb. 3-1 zeigt die Entwicklung der EE-Stromerzeugung in Deutschland. Prozentual gesehen ist der Anteil regenerativer Energien an der Stromerzeugung von rund 3 % im Jahr 1990 auf etwas mehr als 7 % im Jahr 2001 angestiegen; im Jahr 2002 könnte laut Bundeswirtschaftsminister Müller die 8 %-Marke erreicht werden (vgl. BMWI 2002a). Der prozentuale Anteil der EE an der Stromerzeugung konnte nach Einführung der Einspeisevergütung innerhalb von zehn Jahren (1990-2000) annähernd verdoppelt werden (vgl. Abb. 3-1). Der Gesamtumsatz der EE-Branche ist um 20 % auf rund 8,2 Mrd. € von 2000 bis 2001 gewachsen. Den größten Anteil mit rund 40 % hat die Windenergie, gefolgt von Biomasse mit rund 30 % sowie Wasserkraft und Solarenergie mit je rund 14,5 % (vgl. BMU 2002d).
Einleitung: Einführung in die Thematik der energiepolitischen Instrumente, Zielsetzung der Arbeit und Darstellung des methodischen Vorgehens bei der Policy-Analyse.
1 Ansatz: Analyse des Forschungsstandes und Entwicklung eines analytischen Bezugsrahmens anhand der Variablen Rahmenbedingungen, Problemstruktur und Akteure.
2 Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien: Übersicht und theoretische Einordnung der Fördermodelle sowie Definition von Bewertungskriterien für den anschließenden Ländervergleich.
3 Die Förderinstrumente in Deutschland: Detaillierte Untersuchung der Entwicklung der Einspeisevergütung in Deutschland unter Berücksichtigung der spezifischen politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen.
4 Die Förderinstrumente in Großbritannien: Analyse des Übergangs vom Ausschreibungsmodell (NFFO) zur Quotenregelung (RO) im Kontext der britischen Strommarktliberalisierung.
5 Die Förderinstrumente in den Niederlanden: Betrachtung der freiwilligen Vereinbarungen und der späteren Einführung eines Quotenmodells mit grünen Zertifikaten.
6 Vergleich der Ergebnisse: Synthese und vergleichende Auswertung der Ergebnisse aus den drei Länderkapiteln sowie Ableitung allgemeiner Hypothesen zur Instrumentenwahl.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Aufzeigen von weiterem Forschungsbedarf.
Erneuerbare Energien, Energiepolitik, Einspeisevergütung, Quotenmodell, Ausschreibungsmodell, Policy-Analyse, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Liberalisierung, Strommarkt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Zertifikatehandel, Energieeffizienz
Die Arbeit untersucht die Gründe für die Wahl spezifischer Förderinstrumente für erneuerbare Energien in drei europäischen Ländern im Zeitraum 1990-2002.
Die Analyse konzentriert sich auf die Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien und die Niederlande.
Verglichen werden die Einspeisevergütung, Ausschreibungsmodelle und Quotenregelungen (teilweise kombiniert mit Zertifikatehandel).
Es wird eine vergleichende Policy-Analyse durchgeführt, die den politischen Entscheidungsprozess anhand ausgewählter Variablen (Rahmenbedingungen, Problemstruktur, Akteure) untersucht.
Ziel ist es herauszufinden, warum sich Länder trotz vergleichbarer Herausforderungen für unterschiedliche energiepolitische Instrumente entschieden haben und ob Trends oder Ursachen identifizierbar sind.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören erneuerbare Energien, Energiepolitik, Fördermodelle, Instrumentenwahl und Policy-Analyse.
Die Arbeit zeigt, dass die Einspeisevergütung als effektiv für den Anlagenzubau wahrgenommen wurde und durch eine starke Koalition aus Investoren, Anlagenbetreibern und Politik gestützt wurde.
Die EU beeinflusst die nationale Politik maßgeblich durch Vorgaben (z.B. Richtlinien), fördert den Wettbewerb und drängt auf Harmonisierung, was besonders in Großbritannien zur Einführung von Quotenmodellen beitrug.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

