Masterarbeit, 2024
216 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
1.1 Hintergrund
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau und Argumentationsfolge
2. Theoretische Fundierung
2.1 Definition und Abgrenzung von toxischer Führung
2.1.1 Historische Entwicklung des Begriffs
2.1.2 Unterschiedliche Perspektiven und Definitionen
2.1.3 Abgrenzung zu anderen Führungsstilen
2.1.3.1 Der Laissez-Faire-Führungsstil
2.1.3.2 Der charismatische Führungsstil
2.1.3.3 Der autoritäre Führungsstil
2.2 Auswirkungen toxischer Führung auf Mitarbeitende und Unternehmen
2.3 Modelle und Theorien zur toxischen Führung
2.3.1 Toxische Führungsverhaltenstheorien
2.3.2 Systemtheorie und toxische Dynamiken in Organisationen
2.3.3 Das Konzept der „Dark Triad“ in der Führung
2.4 Präventive Ansätze zur Förderung gesunder Führungskultur
2.5 Zusammenfassung des theoretischen Hintergrunds
3. Empirisches Vorgehen
3.1 Übersicht des methodischen Ablaufs
3.2 Forschungsdesign
3.3 Durchführung der Interviews
3.3.1 Auswahl der Experten
3.3.2 Vorbereitung der Interviewleitfäden
3.3.3 Durchführung und Dokumentation der Interviews
3.3.4 Transkription der Interviews
3.4 Auswertung und Kodierung der Daten nach Kuckartz
3.4.1 Einführung in die Methode nach Kuckartz
3.4.2 Vorbereitung und erste Sichtung
3.4.3 Entwicklung und Anwendung des Kategoriensystems
3.4.4 Kodierung und Analyse
3.4.4.1 Kodierung der Daten mit Hauptkategorien
3.4.4.2 Kodierung der Daten mit Subkategorien
3.4.4.3 Kategorien-basierte Analyse entlang der Hauptkategorien
3.4.4.4 Analyse der Subkategorien-Zusammenhänge
3.4.4.5 Analyse der paarweisen Zusammenhänge zwischen Kategorien
3.5 Gütekriterien der qualitativen Forschung
4. Ergebnisbericht
4.1 Kategorien-basierte Ergebnisse
4.2 Ergebnisse der Subkategorien-Zusammenhänge
4.3 Ergebnisse der paarweisen Kategorien-Zusammenhänge
5. Diskussion
6. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht aus qualitativer Perspektive die Erfahrungen von Mitarbeitenden mit toxischen Führungskräften. Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für Dynamiken, Auswirkungen auf das berufliche Engagement und das persönliche Wohlbefinden sowie vorhandene Bewältigungsstrategien zu gewinnen. Hierbei steht die Forschungsfrage im Fokus, wie Mitarbeitende solche Führungserlebnisse wahrnehmen und welche langfristigen Konsequenzen diese für sie haben.
1.1 Hintergrund
In den letzten Jahren ist das Interesse an destruktiven bzw. toxischen Führungsstilen sowohl in der Forschung als auch in der Praxis stark gestiegen (Frehner, 2023, S. 11). Traditionell konzentrierte sich die Diskussion lange Zeit ausschließlich auf die positiven Aspekte von Führung, während negative Eigenschaften von Führungskräften häufig vernachlässigt wurden. Insbesondere das klassische Führungsverständnis betonte Durchsetzungsstärke und autoritäres Verhalten, und problematische Verhaltensweisen blieben in der Praxis oftmals unbeachtet. Das Thema destruktiver Führung wurde lange Zeit nur begrenzt berücksichtigt.
Heute liegt der Fokus der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zunehmend auch auf toxischen Führungsverhalten, insbesondere auf der sogenannten „Dunklen Triade der Persönlichkeit“, die aus den Merkmalen Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie besteht (Frehner, 2023, S. 11). Diese Persönlichkeitsmerkmale sind im Kontext von Leadership besonders relevant, da Führungskräfte mit solchen Eigenschaften häufig charismatisch wirken und sich durch starkes Selbstvertrauen, oberflächlichen Charme, Furchtlosigkeit und Risikobereitschaft auszeichnen. Diese Eigenschaften, die in vielen Unternehmen nach wie vor als karrierefördernd gelten, können jedoch schwerwiegende Folgen für die Organisation und das Wohl der Mitarbeitenden haben.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert den Hintergrund, definiert die Zielsetzung und die Forschungsfrage der Masterthesis.
2 Theoretische Fundierung: Die theoretische Basis umfasst Begriffe, Abgrenzungen von Führungsstilen, Auswirkungen von toxischer Führung sowie Modelle zur Erklärung destruktiven Verhaltens.
3 Empirisches Vorgehen: Hier wird der methodische Prozess beschrieben, insbesondere die qualitative Inhaltsanalyse nach Kuckartz und das Forschungsdesign der Experteninterviews.
4 Ergebnisbericht: Das Kapitel präsentiert die zentralen Ergebnisse der Datenanalyse, segmentiert nach Kategorien und Zusammenhängen.
5 Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden kritisch im Kontext der wissenschaftlichen Literatur reflektiert und in Bezug zur Forschungsfrage gesetzt.
6 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Forschungsfrage abschließend und leitet Implikationen für die Praxis ab.
toxische Führung, Machtmissbrauch, berufliches Engagement, persönliches Wohlbefinden, soziale Unterstützung, Resilienz, destruktives Führungsverhalten, Arbeitszufriedenheit, Dunkle Triade, Organisationskultur, qualitative Forschung, Kuckartz, Arbeitsbelastung, Coping-Strategien, Mitarbeiterbeziehung
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der toxischen Führung und deren Auswirkungen auf das Arbeitsumfeld sowie das individuelle Wohlbefinden der Mitarbeitenden.
Die Untersuchung beleuchtet destruktive Führungsstile, psychologische Mechanismen von Machtmissbrauch, die „Dunkle Triade“ sowie Bewältigungsstrategien in der Arbeitswelt.
Das Hauptziel ist es zu ergründen, wie Beschäftigte ihre Erfahrungen mit toxischen Vorgesetzten beschreiben und welche kurz- sowie langfristigen Folgen dies für ihr berufliches Engagement und ihre Gesundheit hat.
Es handelt sich um eine qualitative Studie, die auf Experteninterviews und der Inhaltsanalyse nach Kuckartz basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung des Vorgehens sowie einen empirischen Ergebnisbericht über die Interviewauswertungen.
Zentrale Begriffe sind toxische Führung, Machtmissbrauch, beruflicher Stress, Resilienz und Organisationskultur.
Sie wird als theoretisches Konzept herangezogen, um zu erklären, wie die Persönlichkeitsmerkmale Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie toxisches Führungsverhalten in Organisationen begünstigen.
Die Ergebnisse zeigen diverse Strategien wie Vermeidung, soziale Unterstützung durch Kollegen, Anpassung oder im Extremfall die Kündigung und Flucht aus dem toxischen Umfeld.
Soziale Unterstützung durch Netzwerke und Kollegen wird als zentraler Puffer identifiziert, der helfen kann, die psychischen Folgen toxischer Führung abzumildern.
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