Masterarbeit, 2024
83 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Einordnung
1.2 Ziel und erkenntnisleitende Fragestellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Rahmung
2.1 Begriff und Definition „Multiprofessionalität“
2.2 Multiprofessionelle Teamarbeit (MT) an Schule
2.3 Schulleitungshandeln im Kontext von MT
2.3.1 Einordnung in den Forschungsdiskurs
2.3.2 Rechtliche Stellung der Schulleiterin oder des Schulleiters
3 Empirischer Teil
3.1 Darstellung und Begründung der Forschungsmethode
3.1.1 Datenerhebung
3.1.1.1 Leitfadengeführtes Experteninterview
3.1.1.2 Sampling und Sample
3.1.1.3 Datenschutz
3.1.2 Durchführung der Interviewreihe
3.1.3 Datenauswertung
3.1.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach MAYRING und KUCKARTZ
3.1.3.2 Qualitative Datenanalyse mittels MAXQDA 24
3.2 Darstellung der Ergebnisse
3.2.1 Darstellung des Codierungsprozesses
3.2.2 Darstellung der Codierungsergebnisse
3.2.2.1 Persönlicher Bezug zu multiprofessioneller Teamarbeit/MT (H1)
3.2.2.1.1 Berufserfahrung/Expertise in Bezug auf MT (H1S1.1)
3.2.2.1.2 Mehrwert von MT (H1S1.2)
3.2.2.1.3 Potential für MT im eigenen Berufsalltag (H1S1.3)
3.2.2.1.4 Intrapersonale Biprofessionalität (H1S1.4)
3.2.2.1.5 Kompetenznetzwerk MT (H1S1.5)
3.2.2.2. Rahmen und Verantwortlichkeit für multiprofessionelle Teamarbeit/MT (H2)
3.2.2.2.1 Konzept für MT an der Einzelschule (H2S1.1)
3.2.2.2.2 Organisation /Koordination von MT (H2S1.2)
3.2.2.2.3 Datenschutz bei MT (H2S1.3)
3.2.2.2.4 Finanzierung von MT (H2S1.4)
3.2.2.3 Einstellung zu Leitung von multiprofessioneller Teamarbeit/MT (H3)
3.2.2.3.1 Rolle Schulleitung für gelingende MT (H3S1.1)
3.2.2.3.4 Handlungsempfehlung für die Schulleitung (H3S1.2)
4 Implikationen für die Führungspraxis von MT
4.1 Führungspersönlichkeit Schulleitung
4.2 Datenschutz
4.3 Finanzierung
4.4 Ressourcen für MT – Personal, Zeit, Raum
4.5 Rolle im Team
5 Fazit
5.1 Zentrale Ergebnisse
5.2 Limitation
5.3 Ausblick auf weitere Forschung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des schulischen Leitungshandelns bei der Gestaltung und Führung multiprofessioneller Teams (MT). Ziel ist die Entwicklung handlungsorientierter Empfehlungen für Schulleitungen, um multiprofessionelle Kooperationen in Schulen als Beitrag zur individuellen Schülerförderung und inklusiven Schulentwicklung effektiv zu unterstützen.
1.1 Hintergrund und Einordnung
Im Februar 2024 absolvierte der Autor der vorliegenden Masterarbeit im Rahmen des Studienganges „Schulmanagement und Qualitätsentwicklung“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein Praktikum der beruflichen Aus- und Weiterbildung am Institute of Tourism Studies (ITS) in Malta. Kennzeichnendes Merkmal dieser Bildungseinrichtung für Gastgewerbe und Tourismus mit berufsbildendem und akademischem Profil ist die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen, die an dem dortigen Unterrichtsangebot für die angehenden Absolventen des Hotel-, Event- und Tourismusmanagements, der Gastronomie, des Tour Guiding und der Tauchsicherheit mitwirken. Das Lehrpersonal rekrutiert sich neben den Lehrkräften mit einer grundständigen pädagogischen Ausbildung, z.B. Lehramt Sprachen und Wirtschaft, überwiegend aus der Industrie. Diese Fachkräfte verfügen über eine Berufsausbildung und jahrelange Praxiserfahrung in Bereichen wie Hotelmanagement, Housekeeping, Gastronomie [Chef(fe) de Cuisine, Barchef(in), Konditor(in)], Önologie oder Tauchen und absolvierten für den Unterricht ihres Berufszweigs in der Regel eine pädagogische Zusatzqualifikation.
Kern des Praktikumsaufenthalts am ITS war das Job Shadowing bei der Mentorin, die als Akademische Direktorin die pädagogische Leitung im Bereich Tourismusmanagement am ITS innehat. Dabei erhielt der Autor und Berufspraktikant einen umfassenden Einblick in das effiziente Führen eines solchen multiprofessionellen Lehrkräfteteams. Aus der Reflexion des Praktikumsaufenthaltes heraus entstanden die Überlegung und die Motivation, sich ausführlicher der Thematik des Leitungshandelns bezüglich multiprofessioneller Teamarbeit (MT) im Bildungsbereich im Kontext der Masterarbeit zu widmen.
MT im schulischen Bereich in Deutschland mit ihren unterschiedlichen Variationen und Ausprägungen in der jeweiligen Einzelschule, hat sich als Bestandteil von schulischer Inklusion spätestens seit der deutschlandseitigen Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 als verbindlicher Standard der Bildungslandschaft in der BR Deutschland entwickelt. Mit dieser rechtlichen Verpflichtung zur Umsetzung eines sozialen und bildungsbezogenen inklusiven Schulsystems ging die „doppelte Schulreform“ in Deutschland einher, bei der bis heute die parallele Implementierung von Inklusion und Ganztagsschule im Mittelpunkt steht. Da MT mit hohen normativen Erwartungen verbunden ist, etwa mit einer Steigerung der Schul- und Unterrichtsqualität sowie einer besseren Förderung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen (KIELBLOCK 2020: 48f.; FABEL/GRÄSEL 2022: 2), hat sie im öffentlichen und erziehungswissenschaftlichen Diskurs anschließend
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage, Motivation des Autors und die forschungsleitende Frage nach der Rolle der Schulleitung bei multiprofessioneller Teamarbeit.
2 Theoretische Rahmung: Hier werden zentrale Begriffe definiert, der fachwissenschaftliche Diskurs zu MT an Schulen aufgearbeitet und die rechtliche sowie funktionale Rolle der Schulleitung beleuchtet.
3 Empirischer Teil: Die Methodik der qualitativen Experteninterviews sowie die Auswertung nach MAYRING werden detailliert beschrieben und die Ergebnisse anhand eines Kategorien-Systems visualisiert.
4 Implikationen für die Führungspraxis von MT: Auf Basis der empirischen Befunde werden praxisnahe Handlungsstrategien für Schulleitungen in den Bereichen Führung, Organisation, Finanzen und Teamentwicklung abgeleitet.
5 Fazit: Am Ende werden die wesentlichen Ergebnisse resümiert, methodische Limitationen reflektiert und Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschungsarbeiten benannt.
6 Verzeichnisse: Dieser Abschnitt enthält das umfassende Literaturverzeichnis sowie die Verzeichnisse für Tabellen, Abbildungen und Anlagen.
Multiprofessionalität, Schulleitung, Ganztagsschule, Inklusive Schule, Führungspraxis, Leitfadeninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, Teamarbeit, Bildungsmanagement, Schulentwicklung, Kooperation, Professionen, Schulorganisation, pädagogische Kooperation, Management
Die Arbeit fokussiert auf das Leitungshandeln von Schulleitungen bei der Etablierung und Steuerung multiprofessioneller Teams (MT), um Inklusion und Schulqualität zu fördern.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Multiprofessionalität, die arbeitsrechtliche Stellung der Schulleitung und die praktische Koordination von verschiedenen Professionen im schulischen Alltag.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, die Schulleitungen dabei unterstützen sollen, multiprofessionelle Teams zielorientiert zu führen und die Potenziale verschiedener Fachkräfte optimal zu nutzen.
Der Autor führt eine qualitative empirische Untersuchung durch. Dabei wurden Experteninterviews mit neun Lehrkräften und Schulleitungen geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse (nach MAYRING und KUCKARTZ) ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Rahmung und einen umfangreichen empirischen Teil. Hier werden die Interviewdaten codiert, kategorisiert und in Bezug auf ihre Relevanz für die Führungspraxis analysiert.
Zu den wesentlichen Schlüsselbegriffen zählen Multiprofessionalität, Schulleitung, Inklusion, Kooperationsstrukturen und Schulentwicklung.
Die Experteninterviews zeigten, dass Datenschutzvorschriften in der Praxis oft als Barriere für den notwendigen Informationsaustausch zwischen verschiedenen Professionen wahrgenommen werden, weshalb dieser Aspekt intensiv reflektiert wird.
Das Kompetenznetzwerk umfasst alle an einer Schule beteiligten Professionen, von Lehrkräften über Sozialpädagogen bis hin zu außerschulischen Partnern wie Jugendämtern und Therapeuten, deren Zusammenarbeit für ein inklusives Setting entscheidend ist.
Dieses Konzept beschreibt Personen, die selbst über zwei Qualifikationen verfügen (z.B. Lehrkraft und Therapeut), und beleuchtet deren speziellen Mehrwert für die Teamarbeit an Schulen.
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