Masterarbeit, 2008
111 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungshintergrund
2.1 Konzeption der gesundheitsbezogener Lebensqualität
2.2 Historie der Lebensqualitätsforschung
2.3 Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Kindern und Jugendlichen
2.4 Einflussfaktoren der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
2.4.1 soziodemografische Einflussfaktoren
2.4.2 weitere Einflussfaktoren
2.5 Forschungsfrage und Hypothesen
3 Methoden
3.1 Studiendesign
3.2 Operationalisierung
3.2.1 Der Kindl-Fragebogen
3.2.2 Operationalisierung der Einflussfaktoren
3.2.2.1 Altersgruppen
3.2.2.2 soziale Lage
3.2.2.3 Migrationshintergrund
3.2.2.4 Familiensituation
3.2.2.5 Gewichtsstatus
3.2.2.6 Ernährungsverhalten
3.2.2.7 Körperliche Aktivität
3.2.2.8 Menstruation
3.3 Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Die Untersuchungspopulation
4.2 Deskription der gesundheitsbezogenen Lebensqualität
4.3 Wirkung der Einflussfaktoren auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Untersuchungspopulation
5.2 Gesundheitliche Lage der 10 – bis 15- jährigen Mädchen in Berlin
5.3 Risiko- und Schutzfaktoren
5.3.1 Alter
5.3.2 soziale Lage
5.3.3 Migrationshintergrund
5.3.4 Familiensituation
5.3.5 Gewichtsstatus
5.3.6 Ernährungsverhalten
5.3.7 Körperliche Aktivität
5.3.8 Menstruation
5.4 Methodenkritik
6 Empfehlungen
Die Masterarbeit hat zum Ziel, die gesundheitliche Lage von 10- bis 15-jährigen Mädchen in Berlin (n=1824) abzubilden. Dabei wird insbesondere untersucht, welche soziodemografischen, familiären und verhaltensbezogenen Einflussfaktoren die gesundheitsbezogene Lebensqualität bestimmen, um daraus Risiko- und Schutzfaktoren abzuleiten sowie Interventionsbedarf aufzuzeigen.
1 Einleitung
Die gesundheitliche Situation der Kinder und Jugendlichen in den Industrienationen hat sich in den letzten hundert Jahren grundlegend verändert (vgl. Kurth et al. 2002). Die Kindersterblichkeit ist enorm zurückgegangen. Die gravierenden Gesundheitsprobleme haben sich gewandelt. Es ist eine Verschiebung von den Infektionskrankheiten zu den chronisch-degenerativen Erkrankungen zu verzeichnen. Die chronisch-degenerativen Krankheiten sind mit erheblichen Einschränkungen im Alltag und enormen Kosten für das Gesundheitssystem verbunden.
Die gesundheitsbezogene Lebensqualität hat sich als Kriterium zur Darstellung des Gesundheitszustandes etabliert. Es beinhaltet, im Gegensatz zu den bisherigen klassisch medizinischen Kriterien, die eigene Sichtweise über körperliches Befinden, Funktionsfähigkeit, kognitive und emotionale Verfassung sowie soziale Einbindung. (vgl. Bullinger et al. 1994, Ravens-Sieberer et al. 2007)
Gesundheitsbezogene Lebensqualität und ihre Einflussfaktoren können wertvolle Daten zur Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren bei Mädchen liefern und Interventionsbedarf aufzeigen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen können Gesundheitsförderung und Intervention erfolgreich zur Reduktion von Risikoverhalten und zur Prävention von chronisch-degenerativen Krankheiten eingesetzt werden.
Ziel der Masterarbeit ist die Darstellung der gesundheitlichen Lage von 10-15 jährigen Mädchen in Berlin (n=1824). Die Daten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität der Mädchen werden ausgewertet und ihre Einflussfaktoren analysiert, um Risiko- und Schutzfaktoren zu identifizieren und Interventionsbedarf aufzuzeigen. Die Ergebnisse der Masterarbeit sollen so einen Beitrag zur Public Health Forschung leisten. Der Vergleich mit dem Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KIGGS) ist eine weitere Intention.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die veränderte gesundheitliche Situation bei Kindern und Jugendlichen ein und begründet die Relevanz der gesundheitsbezogenen Lebensqualität als Forschungsgegenstand.
2 Theorie und Forschungshintergrund: Hier werden Definitionen der gesundheitsbezogenen Lebensqualität dargelegt, die Forschungshistorie skizziert und der aktuelle Stand der Forschung zu Einflussfaktoren sowie Hypothesen zur Forschungsfrage formuliert.
3 Methoden: Dieses Kapitel erläutert das Studiendesign der BSCOC-Studie, die Operationalisierung der KINDL-Fragebögen und Einflussfaktoren sowie die angewandten Verfahren der statistischen Datenanalyse.
4 Ergebnisse: Es erfolgt die detaillierte deskriptive Beschreibung der Untersuchungspopulation sowie die Darstellung der statistischen Ergebnisse zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität in Abhängigkeit von den untersuchten Einflussfaktoren.
5 Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden mit anderen Studien wie KIGGS und HBSC verglichen, vor dem Hintergrund des Forschungsstandes interpretiert und einer kritischen Methodenkritik unterzogen.
6 Empfehlungen: Basierend auf den identifizierten Risiko- und Schutzfaktoren werden gesundheitsfördernde Interventionsprogramme für Kinder und Jugendliche vorgeschlagen, um Lebensbedingungen nachhaltig zu verbessern.
Gesundheitsbezogene Lebensqualität, Mädchen, Berlin, Kindl-Fragebogen, Einflussfaktoren, Public Health, soziale Lage, Migrationshintergrund, Ernährungsverhalten, körperliche Aktivität, Gewichtsstatus, Risiko- und Schutzfaktoren, Adoleszenz, BSCOC-Studie, Intervention.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Analyse der gesundheitsbezogenen Lebensqualität bei 10- bis 15-jährigen Mädchen in Berlin und untersucht systematisch die Einflussfaktoren, die sich förderlich oder belastend auf diesen Gesundheitszustand auswirken.
Die Schwerpunkte liegen auf der gesundheitlichen Lage in der Adoleszenz, der Analyse von sozialen und familiären Rahmenbedingungen, dem Gesundheitsverhalten (Ernährung, Bewegung) und dem Gewichtsstatus der untersuchten Mädchen.
Das primäre Ziel ist es, Risiko- und Schutzfaktoren für die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Berliner Mädchen zu identifizieren, um fundierte Empfehlungen für notwendige Interventionen und Programme zur Gesundheitsförderung abzuleiten.
Es handelt sich um eine Querschnittsstudie (BSCOC-Studie), bei der 1842 Mädchen in Berliner Schulen mittels standardisierter Fragebögen und medizinischer Messungen untersucht wurden. Die Datenanalyse erfolgte unter anderem mittels multipler linearer Regression.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte methodische Vorgehensweise, die deskriptive Darstellung der Studienergebnisse zur Lebensqualität sowie die tiefergehende Diskussion dieser Ergebnisse im Kontext der Public Health Forschung.
Wichtige Begriffe sind gesundheitsbezogene Lebensqualität, KINDL-Fragebogen, soziale Lage, Ernährungsverhalten, körperliche Aktivität, Adipositas und Gesundheitsförderung.
Die Studie zeigt einen deutlichen sozialen Gradienten: Mädchen aus Familien mit höherem sozioökonomischem Status berichten eine höhere Lebensqualität. Zudem ist das Aufwachsen bei beiden leiblichen Eltern ein signifikanter Schutzfaktor im Vergleich zu anderen Familienkonstellationen.
Beide Faktoren sind zentrale Einflussgrößen. Regelmäßige körperliche Aktivität und optimales Ernährungsverhalten wirken statistisch signifikant positiv auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität, während Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung als Risikofaktoren identifiziert wurden.
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