Diplomarbeit, 2010
106 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Derzeitiger Erkenntnisstand
1.2 Gegenstand und Ziel der Arbeit
1.2.1 „Integrierte Versorgung“
1.3 Hypothesen
2 Material und Methoden
2.1 Studiendesign
2.2 Probanden
2.2.1 Ein- und Ausschlusskriterien
2.2.2 Zusammensetzung der Stichprobe
2.3 Methoden
2.3.1 Allgemeines Vorgehen
2.3.2 Assessments
2.3.2.1 Western Ontario and McMaster Osteoarthritis Index (WOMAC)
2.3.2.2 Knee and Osteoarthritis Outcome Score (KOOS)
2.3.2.3 MOS-36 Item Short Form Health Survey (SF-36)
2.3.2.4 Klinisches Globalurteil zur Verbesserung (Likert – Skala)
2.3.3 ZEBRIS 3D-Ganganalyse
2.4 Statistische Verfahren
3 Ergebnisse
3.1 Deskriptive Statistik
3.1.1 Patientendaten
3.1.2 Therapie
3.1.3 Fragebögen
3.1.3.1 WOMAC
3.1.3.2 KOOS
3.1.3.3 SF-36
3.2 Auswertung der Hypothesen
3.2.1 Hypothese 1 (H01)
3.2.2 Hypothese 2 (H02)
3.2.3 Hypothese 3 (H03)
3.2.4 Hypothese 4 (H04)
3.2.5 Hypothese 5 (H05)
4 Diskussion
4.1 Interpretation der Ergebnisse
4.2 Methodenkritik
4.3 Schlussfolgerungen und Ausblick
5 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist die Evaluierung der Rehabilitationsergebnisse von Gonarthrose-Patienten, die sich einer Knietotalendoprothesenimplantation im Rahmen des Programms der „Integrierten Versorgung“ unterzogen haben, um die Effektivität dieses Versorgungsansatzes zu prüfen.
1.1 Derzeitiger Erkenntnisstand
Eine Arthrose kann jeder Mensch bekommen. In der modernen Industriegesellschaft nehmen durch den stetigen Anstieg der Lebenserwartung und den wachsenden Anteil der Senioren an der Gesamtbevölkerung die geriatrischen Krankheitsbilder einen immer höheren Stellenwert ein. Degenerative Gelenkerkrankungen, insbesondere die Gonarthrose, werden zunehmend relevanter [16; 31; 53].
Durch eine hohe Inanspruchnahme der ambulanten und stationären Versorgung verursacht die Arthrose hohe Behandlungskosten. Diese wurden nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes im Jahr 2002 auf mindestens sieben Milliarden Euro geschätzt. Dies entspricht fast 30 % der direkten Kosten, die durch die Gruppe der Muskel- und Skeletterkrankungen insgesamt verursacht werden. Degenerative Gelenkerkrankungen machen auch einen erheblichen Anteil aller Arbeitsunfähigkeitstage, Frühberentungen und Rehabilitationsmaßnahmen aus und gehört dadurch auch volkswirtschaftlich zu den bedeutenden chronischen Krankheiten [21; 40].
Der Begriff „Arthrose“ oder auch „Arthrosis deformans“ kennzeichnet eine ungeklärte, nicht entzündliche, langsam progrediente, degenerative Veränderung der Knorpel- und Knochenstruktur eines oder mehrere Gelenke mit zunehmender Gelenkdeformierung [22]. Der kranke Knorpel wird abgerieben, bis der Knochen erreicht ist. Der Knochen wächst um das kranke Gelenk als Abstützreaktion herum und bildet knöcherne Zacken. Die Folge sind Fehlstellungen, Gelenkverformungen und knotige Verdickungen der betroffenen Gelenke. Das abgeriebene Knorpel und Knochenmaterial kann eine Entzündung der umgebenden Gelenkhaut (Synovialitis) und Gelenkblockaden auslösen, was auch mit einer Überwärmung und Rötung einher gehen kann. Ein Gelenkerguss kann ebenfalls entstehen, man spricht dann von einer „aktivierten“ bzw. „dekompensierten Arthrose“. Der Begriff „stumme“ bzw. „kompensierte Arthrose“ wird für den Zustand der degenerativen Gelenkveränderung ohne aktuelle Beschwerdesymptomatik verwendet [22; 25].
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Gonarthrose in der modernen Gesellschaft, die medizinische Klassifikation und das Ziel der Arbeit im Kontext der „Integrierten Versorgung“.
2 Material und Methoden: Erläutert das Längsschnitt-Studiendesign, die Charakteristik der 72 Probanden sowie die eingesetzten Assessment-Instrumente und Ganganalyseverfahren.
3 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Statistik der Patientendaten sowie die statistische Auswertung der fünf aufgestellten Hypothesen mittels T-Tests, Korrelationen und Regressionen.
4 Diskussion: Interpretiert die erzielten Ergebnisse im Vergleich mit bestehender Fachliteratur und reflektiert die methodischen Stärken sowie Schwächen der Studie.
5 Zusammenfassung: Fasst die Haupterkenntnisse der Studie zusammen, insbesondere die signifikante Verbesserung der Patientenzustände und die Vergleichbarkeit von ambulanter und stationärer Rehabilitation.
Gonarthrose, Knieendoprothese, Integrierte Versorgung, Rehabilitation, WOMAC, KOOS, SF-36, Ganganalyse, Lebensqualität, Patientenbefragung, Orthopädie, Versorgungsforschung, Endoprothetik, klinische Ergebnisse, Funktionsstatus.
Die Diplomarbeit evaluiert die Ergebnisse von Rehabilitationsmaßnahmen bei Patienten mit einer Knietotalendoprothese, die im Rahmen der „Integrierten Versorgung“ im Sophien- und Hufeland-Klinikum Weimar betreut wurden.
Zentrale Themen sind die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die physische Kniefunktion, die Auswirkungen der Rehabilitation auf das Gangbild und der Vergleich verschiedener Rehabilitationsformen.
Das Hauptziel besteht in der wissenschaftlichen Evaluierung der Rehabilitationserfolge, um die Effektivität des Modells der „Integrierten Versorgung“ für Knie-TEP-Patienten zu belegen.
Die Studie nutzt eine Längsschnitterhebung, bei der Daten mittels standardisierter Fragebögen (WOMAC, KOOS, SF-36, Likert-Skala) sowie einer 3D-Ganganalyse (ZEBRIS-System) retrospektiv und prospektiv erfasst und statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die methodische Beschreibung, die detaillierte Darstellung der Ergebnisse – einschließlich deskriptiver Statistik und Hypothesentests – sowie eine kritische Diskussion der Daten im Kontext der medizinischen Fachliteratur.
Die wichtigsten Schlagworte sind Gonarthrose, Knieendoprothese, Integrierte Versorgung, Rehabilitation, Lebensqualität und Ganganalyse.
Sie dient als spezifischer Versorgungsrahmen, dessen Effektivität und Patientenorientierung durch die Analyse der Behandlungsergebnisse auf ihre Wirksamkeit hin geprüft wurde.
Die Studie konnte keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Rehabilitationsformen bei den untersuchten Patienten feststellen, was darauf hindeutet, dass beide Ansätze zu ähnlichen Ergebnissen führen.
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