Masterarbeit, 2019
108 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
2.1 Der Begriff „Qualität“
2.2 Qualitätsdimensionen
2.3 Qualitätsentwicklung / Qualität in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe
2.4 Total Quality Management
2.5 Qualitätspolitik
2.6 Qualitätsziele
2.7 Leitbild
3. Öffentliche Kinder- und Jugendhilfe
3.1 Grundlagen
3.2 Struktur und Aufbau
3.3 Aufgaben und Leistungen
4. Gesetzliche Grundlagen zur Qualität in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe
5. Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt
5.1 Aufbau und Organisation
5.2 Jugendhilfe im Landkreis Erlangen-Höchstadt
5.3 Bedarf für Qualitätsmanagement
6. Qualitätsmanagement /-systeme
6.1 Normenbezogene Qualitätsmanagementsysteme am Beispiel der DIN EN ISO 9000 ff.
6.1.1 Grundsätze
6.1.2 Auditierung
6.1.3 Zusammenfassung
6.1.4 Darstellung am Beispiel des DIN-basierten Qualitätsmanagementsystems des Jugendamtes Hamburg
6.1.5 kritische Würdigung
6.2 Modellorientierte Qualitätsmanagementsysteme am Beispiel des EFQM
6.2.1 Die neun Elemente des Qualitätsmanagements nach EFQM
6.2.1.1 Führung
6.2.1.2 Strategie
6.2.1.3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
6.2.1.4 Partnerschaften und Ressourcen
6.2.1.5 Prozesse, Produkte und Dienstleistungen
6.2.1.6 Kundenbezogene Ergebnisse
6.2.1.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse
6.2.1.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse
6.2.1.9 Schlüsselergebnisse
6.2.2 Der kontinuierliche Verbesserungsprozess KVP
6.2.3 EFQM-Bewertungssystem RADAR
6.2.4 Common Assessment Framework
6.2.5 Darstellung am Beispiel des CAF der KGSt Köln
6.2.6 kritische Betrachtung
7. Bestandsaufnahme
7.1 Jugendhilfeplanung
7.2 Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung gemäß § 8a SGB VIII
7.3 Hilfeplan
7.4 Prozesshandbücher
7.5 Einarbeitungskonzept
8. Entwicklung eines eigenen EFQM basierten QM-Systems für das Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt
8.1 Führung
8.2 Strategie
8.3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
8.4 Partnerschaften und Ressourcen
8.5 Prozesse, Leistungen und Dienstleistungen
8.6 Klientenbezogene Ergebnisse
8.7 Mitarbeiterbezogene Ergebnisse
8.8 Gesellschaftsbezogene Ergebnisse
8.9 Schlüsselergebnisse
9. Implementierung des adaptierten QM-Systems
9.1 Widerstände
9.2 Phasen zur Implementierung des QM-Systems
10. Fazit und perspektivische Betrachtung
Ziel der Master-Thesis ist die Entwicklung eines adaptierten Selbstbewertungsverfahrens auf der Grundlage des EFQM-Modells für das Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt, um die Qualität in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe zu sichern und weiterzuentwickeln.
2.4 Total Quality Management
Unter TQM wird eine auf Qualität ausgerichtete Haltung des jeweiligen Managements, bzw. der Führung, verstanden. Es stellt somit eine Managementphilosophie bzw. ein umfassendes Führungskonzept dar, welches die Qualität in den Fokus des Managements rückt. In allem was in einer Organisation geschieht, ist der Aspekt der Qualität berücksichtigt. TQM bedeutet also so viel wie Qualität in allem, was alle Mitarbeiter, Vorgehensweisen und Handlungen überall und jederzeit miteinschließt. (Vgl. Böhm, Wolfgang / Engelhardt, Hans Dietrich 2009b: S. 17) Die wesentlichen Prinzipien der TQM Philosophie sind:
• „Qualität orientiert sich am Klienten
• Qualität wird mit Mitarbeitern aller Bereiche und Ebenen erzielt
• Qualität umfasst mehrere Dimensionen, die durch Kriterien operationalisiert werden müssen
• Qualität ist kein Ziel, sondern ein Prozess, der nie zu Ende ist
• Qualität bezieht sich nicht nur auf Produkte, sondern auch auf Dienstleistungen
• Qualität setzt aktives Handeln voraus und muss erarbeitet werden“ (TQM Training & Consulting [Hrsg] 2018)
Das Qualitätsmanagement, bzw. genauer die Qualitätsmanagementsysteme sollen die erforderlichen Voraussetzungen sowie die Methoden und Instrumente zur Umsetzung des Konzeptes des TQM schaffen. (Vgl. Böhm, Wolfgang / Engelhardt, Hans Dietrich 2009a: S. 31) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass TQM gewissermaßen die Selbstverpflichtung einer Organisation ist, die Optimierung der Qualität ihrer Leistungen in allen Funktionsbereichen sowie auf allen Ebenen unter Einbeziehung und Mitwirkung aller Mitarbeiter anzustreben. Es ist auf die konsequente Wertschöpfung sowie die kontinuierliche Verbesserung ausgerichtet. (Vgl. Böhm, Wolfgang / Engelhardt, Hans Dietrich 2009a: S. 41 - 42)
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit von Qualitätsmanagement in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe angesichts gesetzlicher Anforderungen.
2. Begriffsklärungen: Es werden grundlegende Termini wie Qualität, Qualitätsdimensionen und Total Quality Management (TQM) definiert und auf den Kontext der Sozialen Arbeit angewendet.
3. Öffentliche Kinder- und Jugendhilfe: Das Kapitel erläutert die Strukturen sowie Aufgaben der Jugendhilfe und leitet die Bedeutung von Qualität in diesem Sektor her.
4. Gesetzliche Grundlagen zur Qualität in der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe: Hier werden die relevanten Paragraphen des SGB VIII, insbesondere § 79a, und deren Auswirkungen auf die Qualitätsentwicklungspflichten beleuchtet.
5. Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt: Das Amt wird hinsichtlich seines Aufbaus, seiner Organisation und des spezifischen Bedarfs für Qualitätsmanagement kurz vorgestellt.
6. Qualitätsmanagement /-systeme: Eine vergleichende Analyse von normenbezogenen (DIN EN ISO) und modellorientierten (EFQM, CAF) Qualitätsmanagementsystemen dient als theoretische Basis.
7. Bestandsaufnahme: Es werden bereits vorhandene Steuerungsinstrumente und Verfahren im Amt (z. B. Jugendhilfeplanung, Hilfeplan) auf ihre Qualitätstauglichkeit hin untersucht.
8. Entwicklung eines eigenen EFQM basierten QM-Systems für das Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt: Entwicklung eines auf die Behördenstruktur adaptierten QM-Modells unter Berücksichtigung der neun EFQM-Kriterien.
9. Implementierung des adaptierten QM-Systems: Erläutert werden der Prozess der Einführung, potenzielle Widerstände und die notwendige Projektorganisation.
10. Fazit und perspektivische Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Bedeutung struktureller Qualitätsarbeit in der Jugendhilfe.
Qualitätsmanagement, Jugendamt, EFQM-Modell, Kinder- und Jugendhilfe, SGB VIII, Qualitätsentwicklung, Organisationsentwicklung, Prozessmanagement, Kinderschutz, Hilfeplanung, Sozialmanagement, Selbstbewertung, Sozialgesetzbuch, Führung, Leistungserbringung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und Adaption eines systematischen Qualitätsmanagements für Jugendämter, konkret für das Amt für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt.
Die zentralen Themen sind das EFQM-Excellence-Modell, die gesetzlichen Vorgaben zur Qualitätsentwicklung im SGB VIII und die Besonderheiten einer Behörde im Kontext der öffentlichen Jugendhilfe.
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxistauglichen Selbstbewertungsverfahrens, das an die speziellen Anforderungen und Strukturen eines Jugendamtes angepasst ist.
Neben der Literatur- und Grundlagenanalyse wird eine Adaption des EFQM-Modells sowie des Common Assessment Framework (CAF) vorgenommen, um diese für die öffentliche Verwaltung spezifiziert nutzbar zu machen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Instrumente im Amt ERH sowie die detaillierte Adaption der EFQM-Kriterien (Führung, Strategie, Mitarbeiter etc.) an den Behördenkontext.
Die wichtigsten Schlagworte sind Qualitätsmanagement, EFQM, Jugendhilfe, Kinderschutz, SGB VIII und Organisationsentwicklung.
Das Modell musste angepasst werden, da Behörden ein Wächteramt innehaben und sich ihre Ziele bei der Arbeit mit Klienten maßgeblich von gewinnorientierten Unternehmen der freien Wirtschaft unterscheiden.
Das SGB VIII, insbesondere durch den § 79a, verpflichtet öffentliche Jugendhilfeträger zu einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung, ließ jedoch bisher konkrete Umsetzungshilfen vermissen, welche diese Arbeit nun liefern möchte.
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