Bachelorarbeit, 2018
56 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
2.1 Altersstereotype: Definition und Entstehung
2.2 Altersstereotype: Aktivierung, Funktion und Inhalte
2.3 Altersstereotype: Wirkungsweise im therapeutischem Kontext
3. Forschungsfrage und Hypothesen
4. Methode
4.1 Studiendesign
4.2 Stichprobe
4.3 Untersuchungsmaterial
4.3.1 Fallvignette
4.3.2 Erhebungsinstrumente
4.4 Studienablauf
4.5 Statistische Auswertung
5. Ergebnisse
5.1 Datenqualität der Variabeln
5.2 Hypothese 1
5.3 Hypothese 2
5.4 Hypothese 3
5.4 Hypothese 4
5.6 Hypothese 5
6. Interpretation und Diskussion
7. Limitation und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welchen Einfluss das Alter eines Patienten mit Todeswunsch auf die Therapieentscheidungen angehender Verhaltenstherapeuten hat und inwiefern Altersstereotype diesen Prozess beeinflussen.
2.3 Altersstereotype: Wirkungsweise im therapeutischen Kontext
Egal in welcher Weise Altersstereotype den Menschen in seinem Denken und Handeln beeinflussen, so stellen diese ein potenzielles Problem im psychotherapeutischen Kontext dar, welches beispielsweise dazu führt, dass bei älteren Patienten eher eine bloße Symptombehandlung durchgeführt wird anstatt aufwendigere Heilmethoden. Diese Tatsache wird mit einer geringen Erfolgsaussicht begründet wird (Gatz & Pearson, 1988). Wie bereits einleitend erwähnt, sind ältere Mensch hinsichtlich der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland stark unterrepräsentiert (Zank, Peters, & Wilz, 2010) und es besteht die Tatsache, dass Menschen im höheren Lebensalter mit psychischen Erkrankungen seltener als jüngere Altersgruppen eine Psychotherapie erhalten bzw. diese in Anspruch nehmen (Hautzinger & Welz, 2004; Karel & Hinrichsen, 2000; Pinquart, Duberstein, & Lyness, 2007).
Obwohl in den letzten Jahren die Behandlungszahlen der 60- bis 70-jährigen Patienten auf einen leichten Anstieg verwiesen, stellen über 70-jährige Patienten in psychotherapeutischen Praxen immer noch eine Seltenheit dar. Der Anteil der älteren Patienten in psychotherapeutischen Praxen beläuft sich hierbei auf 1,1 Prozent (Imai, Telger, Wolter & Heuft, 2008). Im Vergleich zu jüngeren Patienten erfahren ältere Patienten meist eine sehr differenzierte psychotherapeutische Versorgung, welche auf potenzielle Probleme wie einer Fehlinterpretation der beschriebenen psychischen Symptome, der allgemeinen Behandlungsbereitschaft, ausgelösten Gefühle durch Altersstereotype, Behandlungskompetenz sowie der Meinung über den Therapieerfolg, seitens der Psychotherapeuten zurückzuführen ist (James & Haley, 1995; Bouman et al., 2001; Helmes & Gee, 2003; Barnow et al., 2004; Peters, Jeschke & Peters, 2013; Kessler & Bowen, 2015).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische und gesellschaftliche Relevanz der Psychotherapie im Alter unter Berücksichtigung des demografischen Wandels und stellt die Forschungsfrage.
2. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert Altersstereotype, ihre Entstehung und Aktivierung sowie deren spezifische Bedeutung und Wirkungsweise im Kontext der psychotherapeutischen Versorgung.
3. Forschungsfrage und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfrage sowie fünf gerichtete Hypothesen zur Untersuchung der Auswirkungen des Alters eines Patienten auf Therapeuten in Ausbildung formuliert.
4. Methode: Das Kapitel beschreibt das experimentelle Studiendesign, die Stichprobenzusammensetzung (N=114), das Untersuchungsmaterial (Fallvignette) und die statistischen Auswertungsverfahren.
5. Ergebnisse: Die Ergebnisse der inferenzstatistischen Analysen werden dargestellt, wobei die fünf aufgestellten Hypothesen hinsichtlich der Behandlungsbereitschaft, Kompetenzwahrnehmung und Erfolgserwartung geprüft werden.
6. Interpretation und Diskussion: Die Befunde werden interpretiert, mit der bestehenden Literatur diskutiert und methodische Aspekte der Studie kritisch reflektiert.
7. Limitation und Ausblick: Der Abschnitt identifiziert Grenzen der Untersuchung, insbesondere bezüglich der Stichprobengröße und -zusammensetzung, und leitet Empfehlungen für die zukünftige Forschung ab.
Altersstereotype, Altern, Ältere Menschen, demographischer Wandel, angehende Verhaltenstherapeuten, Psychotherapie, Therapieentscheidung, Todeswunsch, Behandlungsbereitschaft, Behandlungskompetenz, Gerontopsychosomatik, Depression, Psychotherapeutische Versorgung, Fallvignette, Suizidalität.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Alters eines Patienten mit Todeswunsch auf die Therapieentscheidungen und die Haltung angehender Verhaltenstherapeuten.
Die zentralen Felder umfassen Altersstereotype, deren psychologische Funktionsweise, die psychotherapeutische Versorgung älterer Menschen sowie die berufliche Einstellung angehender Therapeuten.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob angehende Therapeuten unbewusst von Altersstereotypen beeinflusst werden, wenn sie eine Behandlungsentscheidung bei einem Patienten mit Todeswunsch treffen müssen.
Es wurde ein experimentelles Studiendesign mit einer Matched-Stimuli-Technique und einer standardisierten Fallvignette verwendet, wobei das Patientenalter (52 vs. 86 Jahre) experimentell manipuliert wurde.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die Entstehung von Altersstereotypen und führt empirisch die Datenauswertung zu Behandlungsbereitschaft, Kompetenzeinschätzung und Erfolgsaussichten durch.
Wichtige Keywords sind Altersstereotype, demographischer Wandel, Behandlungskompetenz, Behandlungsbereitschaft und angehende Verhaltenstherapeuten.
Nein, der statistische Vergleich zeigte hier keinen signifikanten Unterschied zwischen den Altersgruppen, weshalb diese Hypothese nicht bestätigt werden konnte.
Die Studie ergab, dass angehende Therapeuten älteren Patienten gegenüber eine geringere Behandlungsbereitschaft zeigen, sich weniger kompetent für deren Behandlung fühlen und weniger vom Erfolg überzeugt sind.
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