Diplomarbeit, 2010
93 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ziel
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen des Wissensmanagement
2.1 Definition
2.2 Leitbegriffe und Basiselemente des Wissensmanagement
2.2.1 Zeichen, Daten, Informationen und Wissen
2.2.2 Erscheinungsformen von Wissen
2.2.3 Organisatorisches und kollektives Wissen
3 Konzepte und Modelle
3.1 Konzept des Wissensmanagement nach Nonaka/Takeuchi
3.2 Konzept des Wissensmanagements nach Probst et al
3.3 Konzept nach Reinmann-Rothmeier (Münchner Modell)
3.4 Wissensmarktmodell nach North
4 Methoden zur Unterstützung des Wissensmanagements
4.1 Förderung des Wissensaustauschs und der Wissensnutzung
4.1.1 Lessons Learned
4.1.2 Story Telling/ Learning History
4.2 Repräsentation und Erhebung von Wissen
4.2.1 Wissenslandkarten
4.2.2 Prozessmodellierung
4.3 Planungs- und Analysemethoden
4.3.1 Wissensintensitätsportfolio
4.3.2 Wissensmanagementportfolio
4.4 Organisationsmethoden
4.4.1 Wissensfördernde Organisationsformen
4.4.2 Communities of Practice
4.5 Bewertungsmethode / Balanced Scorecard
5 Softwaretechnische Unterstützung des Wissensmanagements
5.1 Groupwaresysteme
5.1.1 Kommunikationssysteme
5.1.2 Workflow-Management-Systeme
5.2 Inhaltsorientierte Systeme
5.2.1 Dokumenten-Management-Systeme
5.2.2 Content-Management-Systeme
5.2.3 Portalsysteme
5.3 Systeme der künstlichen Intelligenz / Expertensysteme
5.4 Führungsinformationssysteme
5.4.1 Data Warehouse Systeme
5.4.2 OLAP Systeme
5.4.3 Data Mining Systeme
6 Web 2.0
6.1 Ursprung und Entwicklung des Internets
6.2 Definition von Web 2.0
6.3 Anwendungsklassen
6.3.1 Ajax
6.3.2 RSS-Feeds
6.3.3 Weblogs
6.3.4 Wikis
6.3.5 Mashup
6.3.6 Social Tagging
6.3.7 Social Networks
7 Semantic Web
7.1 Definition
7.2 Die Idee
7.3 Konzepte
7.3.1 Annotationen
7.3.2 Ontologien
7.4 Architektur des Semantic Webs
7.5 Techniken
7.5.1 Unicode
7.5.2 Uniform Resource Identifier (URI)
7.5.3 Extensible Markup Language (XML)
7.5.4 Ressource Description Framework (RDF)
7.5.5 Web Ontology Language (OWL)
8 Web 3.0
8.1 Unternehmenswiki
8.2 Twitter
8.3 Suchmaschinen im Web 3.0
9 Fallbeispiel
9.1 Leguan GmbH
9.2 Zentrale Komponenten des web-basierten Büros
9.3 Wissens- und Informations-Management-System (WIMS)
9.4 Projektsteuerung
10 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Bedeutung von Wissen und Wissensmanagement für Unternehmen zu untersuchen und aufzuzeigen, wie moderne Web 3.0-Technologien zur Optimierung dieser Prozesse beitragen können, was abschließend anhand eines praxisnahen Fallbeispiels illustriert wird.
3.1 Konzept des Wissensmanagement nach Nonaka/Takeuchi
Das Modell von Nonaka/Takeuchi stellt die Übergänge zwischen implizitem und explizitem Wissen als Wissensspirale dar und beschreibt damit den Wissensentwicklungsprozess. Dieses Modell kann als Modell der lernenden Organisation betrachtet werden. Es werden zwei Dimensionen der Wissenserzeugung dargestellt. Zum Einen die ontologische Dimension und zum Anderen die epistemologische Dimension. Die ontologische Dimension bildet die Schichten der Wissenserzeugung ab, die vom Individuum bis hin zur Interaktion mit dem Unternehmen ausgehen. Bei der epistemologischen Ebene werden die verschiedenen Arten von Wissen beschrieben. Das Modell beruht auf der Annahme, dass durch die Interaktion zwischen implizitem und explizitem Wissen, neues Wissen geschaffen wird. Und die Umwandlung nur im sozialen Prozess zwischen Menschen möglich ist.
Die Theorie beruht auf den vier Arten der Wissensumwandlung die in der Abbildung 2 dargestellt sind.
1. Die erste Art beschreibt die Umsetzung von implizitem Wissen eines Menschen zu implizitem Wissen eines Anderen. Dieses wird als Sozialisation bezeichnet. Erfahrungen werden geteilt und es werden gemeinsame mentale Modelle oder technische Fertigkeiten erzeugt. Es werden innere Werte, Normen und Moralvorstellungen unbewusst auf Dritte übertragen. Dies kann zum Beispiel ohne Verwendung von Sprache durch Imitation oder in persönlichen Gesprächen geschehen.
2. Die zweite Art beschreibt die Externalisierung (Artikulation), dies ist der Prozess bei dem implizites Wissen zu explizitem Wissen umgewandelt wird. Es entstehen explizite Konzepte. Die Konzepte können durch das Bilden von Metaphern, Hypothesen und Modellen unterstützt werden und an Dritte weitergegeben werden. Da neue explizite Konzepte aus implizitem Wissen geschaffen werden, wird die Externalisierung als der Schlüsselprozess bei der Wissensumwandlung gesehen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Wissen als Produktionsfaktor ein und definiert das Ziel der Arbeit, Wissensmanagement-Methoden mit Web 3.0-Technologien zu verknüpfen.
2 Grundlagen des Wissensmanagement: Dieses Kapitel definiert den Begriff Wissensmanagement und erläutert Basiselemente wie Zeichen, Daten, Informationen sowie die verschiedenen Wissensarten.
3 Konzepte und Modelle: Es werden zentrale theoretische Modelle vorgestellt, darunter das Spiralmodell von Nonaka/Takeuchi und das Bausteinmodell von Probst et al., um Wissensprozesse zu strukturieren.
4 Methoden zur Unterstützung des Wissensmanagements: Dieses Kapitel präsentiert praktische Methoden wie Lessons Learned, Wissenslandkarten und die Balanced Scorecard zur Förderung des Wissensaustauschs und der Wissensnutzung.
5 Softwaretechnische Unterstützung des Wissensmanagements: Es wird untersucht, wie Groupware, Workflow-Management-Systeme, Content-Management-Systeme und Führungsinformationssysteme wissensintensive Aufgaben unterstützen können.
6 Web 2.0: Dieses Kapitel definiert Web 2.0 und erläutert verschiedene Anwendungsklassen wie soziale Netzwerke, Wikis und Weblogs als moderne Werkzeuge der digitalen Kommunikation.
7 Semantic Web: Es werden die Konzepte und Techniken des Semantic Webs, wie Ontologien, RDF und OWL, beschrieben, die eine maschinelle Verarbeitung von Daten ermöglichen.
8 Web 3.0: Dieses Kapitel führt in Web 3.0 ein, das Web 2.0 und Semantic Web kombiniert, und zeigt praktische Anwendungen wie Unternehmenswikis und moderne Suchmaschinen auf.
9 Fallbeispiel: Ein konkretes Beispiel der Leguan GmbH illustriert, wie ein web-basiertes Wissensmanagement-System in einem Unternehmen erfolgreich implementiert werden kann.
10 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Wissensmanagement und modernen Web-Technologien zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl technologische als auch menschliche Faktoren für den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen.
Wissensmanagement, Web 2.0, Web 3.0, Wissensspirale, Wissenslandkarten, Semantic Web, Ontologien, Information, Kollaboration, Unternehmenswiki, Wissensintensität, Wissensmarktmodell, Data Mining, Social Tagging, Prozessmodellierung
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Wissen als strategische Ressource effizient managen können und welche Chancen moderne Web 3.0-Technologien für die Optimierung dieser Wissensprozesse bieten.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, praktische Methoden zur Wissenserhebung und -nutzung, softwaretechnische Unterstützungs-Systeme sowie die Evolution des Internets hin zum Web 3.0.
Das Ziel ist es, verschiedene Aspekte des Wissensmanagements theoretisch zu durchdringen und die Verbindung zu Web 3.0-Technologien praktisch aufzuzeigen, wobei die Kombination am Ende durch ein Fallbeispiel belegt wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Modelle und Konzepte des Wissensmanagements sowie einer fallstudienbasierten Untersuchung zur Anwendung dieser Prinzipien in der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Betrachtung von Wissensmanagement-Konzepten, eine Analyse von Methoden und Software zur Unterstützung, eine detaillierte Erläuterung der Web-Entwicklung bis zum Web 3.0 und ein konkretes Fallbeispiel zur Anwendung.
Wissensmanagement, Web 3.0, Semantic Web, Wissenskarten, Wissensspirale, kollaborative Software und IT-gestützte Prozessoptimierung sind die zentralen Begriffe der Publikation.
Das Fallbeispiel der Leguan GmbH dient als positives Praxisbeispiel dafür, wie ein web-basiertes Bürokonzept den Wissensaustausch effizient fördern und durch den Einsatz moderner Technologien Wettbewerbsvorteile schaffen kann.
Ontologien werden als essentiell für das Semantic Web dargestellt, da sie ein allgemeines Vokabular zur Verfügung stellen, welches Informationen für Maschinen interpretierbar macht und somit die semantische Vernetzung von Inhalten unterstützt.
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