Examensarbeit, 2008
90 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem vierten Gottesknechtslied in Jesaja 52,13-53,12 und untersucht die Frage nach der Gewaltüberwindung im Alten Testament. Dabei wird das Lied im Kontext der Gottesknechtslieder und der historischen und theologischen Hintergründe betrachtet.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Definition von Gewalt und stellt die Problematik des Gewaltbegriffs dar. Dabei wird auf die sprachliche und wissenschaftliche Vielschichtigkeit des Begriffs hingewiesen und die Schwierigkeit, Gewalt eindeutig zu definieren, hervorgehoben.
Das zweite Kapitel führt in das vierte Gottesknechtslied ein und erläutert den historischen Kontext sowie die Identität des Gottesknechts. Der Text wird in deutscher Übersetzung präsentiert.
Das dritte Kapitel analysiert den Aufbau, die Gattung und die einzelnen Abschnitte des vierten Gottesknechtsliedes. Der Fokus liegt dabei auf dem Verständnis des Gottesknechts als Opfer, Stellvertreter und Vorbild für die Überwindung von Gewalt.
Das vierte Kapitel untersucht die Spirale der Gewalt und den Umgang mit Gewalt in der heutigen Zeit. Dabei wird auf das Milgram-Experiment eingegangen und die Relevanz des Alten Testaments für die aktuelle Diskussion um Gewalt und Autorität dargestellt.
Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit der Bedeutung des vierten Gottesknechtsliedes in der christlichen Liturgie und betrachtet das Kreuz als Symbol für die Überwindung von Gewalt.
Gottesknecht, Gewalt, Gewaltüberwindung, Leid, Opfer, Stellvertretung, Erlösung, Schuld, Heil, Jesaja, Deuterojesaja, Milgram-Experiment, Christentum, Liturgie, Kreuz, Religion, Theologie
Es handelt sich um den Bibeltext Jesaja 52,13–53,12, der von einem leidenden Knecht Gottes berichtet, der stellvertretend die Schuld der Menschen trägt.
Die Arbeit zeigt auf, dass Gewalt nicht durch Gegengewalt, sondern durch das freiwillige Leiden und die stellvertretende Sühne des Gerechten durchbrochen werden kann.
Der Gottesknecht nimmt die Strafe auf sich, die eigentlich andere verdient hätten, um ihnen Frieden und Heil zu ermöglichen.
Das Experiment wird herangezogen, um die psychologischen Mechanismen von Autorität und Gewalt zu erklären und diese der biblischen Ethik der Gewaltlosigkeit gegenüberzustellen.
Es gilt als eine der wichtigsten prophetischen Vorausdeutungen auf das Leiden und den Tod Jesu Christi und ist zentraler Bestandteil der Karfreitagsliturgie.
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