Bachelorarbeit, 2010
33 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Anfängliche Bemerkungen zur Entwicklung des Tonfilms
1.1. Jean Luc Godard
1.2. Die Nouvelle Vague
2. Musik und Geräusche im Film
2.1. Funktionen und Aufgaben von Filmmusik
2.2. Kompositionstechniken von Filmmusik
2.3. Funktionsweise von Filmmusik und das Leitmotiv in Außer Atem
2.4. Sprache und Geräusche
2.5. Der Ton und die Verwendung von Musik In Vorname Carmen
3. Metamalerei in Passion
4. Schlussbetrachtung
Diese Bachelorarbeit untersucht die spezifische Verwendung und Rolle von Filmmusik und Ton in den Werken des Regisseurs Jean Luc Godard. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wie Godard durch den bewussten Einsatz von Musik, Geräuschen und Sprache von konventionellen Darstellungsweisen abweicht und dem Zuschauer eine aktive Rolle bei der Bedeutungserschließung zuweist.
2.3. Funktionsweise von Filmmusik und das Leitmotiv in „Außer Atem“
Außer Atem ist ein früher Film Godard´s aus dem Jahre 1960. Der Film ist sehr wichtig für Godard, denn nach Veröffentlichung dieses Filmes, war er nicht mehr nur Kritiker, sondern er wurde zum berühmten Filmemacher. Er drehte den Film in gerade einmal vier Wochen in Marseille und an verschiedenen Orten in Paris.
Kurz umschrieben, handelt der Film von der Liebe Michel Poiccard´s zum Verbrechen und zu Patricia Franchini. Direkt zu Beginn des Films wird Michel als Autodieb eingeführt, dessen Vorbild Humphrey Bogart ist. Eines Tages wird er beim Autodiebstahl erwischt und erschießt auf der Flucht einen Polizisten. Er beschließt nach Rom zu flüchten, deshalb versucht er in Paris möglichst viel Geld für geklaute Autos zu verdienen. Nach Rom möchte er nicht allein, deshalb sucht er die amerikanische Studentin Patricia Franchini auf und versucht diese als Begleitung zu gewinnen.
Diese ist allerdings gespalten, da sie sich nicht hundertprozentig auf den Ganoven einlassen möchte. Später entscheidet sie sich doch für ihn und gemeinsam stehlen sie ein Auto und sind auf der Flucht. Nachts kommen sie bei einem befreundeten Fotomodel von Michel unter. Am nächsten Morgen jedoch, eilt Patricia alleine in ein Café, um von dort aus die Polizei anzurufen und ihrem Geliebten in den Rücken zu fallen. Als sie zurückkehrt, beichtet sie Michel den Verrat, dieser allerdings hält sich zu lange mit anderen Dingen auf und kann somit nicht mehr rechtzeitig flüchten. Die Polizei kommt und schießt auf ihn. Michel läuft schwerverletzt die Straße entlang, an deren Ende er vor Erschöpfung auf den Boden fällt und im Sterben noch zu Patricia sagt, sie sei zum kotzen, da sie ihn verraten hat. Dies steht laut Godard auch sinnbildlich für den Verrat, der üblichen Filmemacher an die Filmästhetik. Godard erzählt die Geschichte in „zitierenden und knappen Szenen mit klischeehaften Bildern“. Vieles wird lediglich angedeutet und die fehlenden Szenen werden vom Zuschauer als bekannt vorausgesetzt.
Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus der Arbeit auf die Analyse der Filmmusik in Godards Filmen und skizziert die methodische Vorgehensweise anhand dreier Beispiel-Filme.
1. Anfängliche Bemerkungen zur Entwicklung des Tonfilms: Dieses Kapitel bietet einen geschichtlichen Abriss über die technische Evolution des Tonfilms und führt in die filmtheoretischen Ansätze von Jean Luc Godard und der Nouvelle Vague ein.
2. Musik und Geräusche im Film: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Filmmusik, ihre Funktionen und Kompositionstechniken sowie die Bedeutung von Sprache und Geräuschen im Filmkontext detailliert erläutert.
3. Metamalerei in Passion: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse des Films Passion, in dem Godard durch die Verbindung von klassischer Musik und bildender Kunst eine neue Form der filmischen Metamalerei etabliert.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit resümiert die Analyseergebnisse und bestätigt, dass Godard die Musik in seinen Filmen als eigenständige, aktive Mitteilungsebene im Sinne der Nouvelle Vague einsetzt.
Jean Luc Godard, Filmmusik, Nouvelle Vague, Leitmotivtechnik, Tonfilm, Außer Atem, Vorname Carmen, Passion, Metamalerei, Auteur Theorie, Bild-Ton-Schere, Filmgeschichte, Musikfunktion, Audiovisueller Wahrnehmungsraum, Filmtheorie
Die Arbeit untersucht, wie der Regisseur Jean Luc Godard Musik und Ton in seinen Filmen nicht nur als Hintergrundbegleitung, sondern als eigenständiges Gestaltungsmittel einsetzt.
Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Tonfilms, die theoretischen Grundlagen der Filmmusik und die spezifische Analyse von Godards Filmästhetik innerhalb der Nouvelle Vague.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Godard durch den gezielten Einsatz von Musik und Ton die Aufmerksamkeit des Zuschauers lenkt und wie er die konventionelle Erzählweise des Kinos durch diese Techniken bricht.
Die Arbeit basiert auf einer filmtheoretischen Fundierung, die durch eine detaillierte Analyse spezifischer Filmszenen aus drei repräsentativen Werken Godards (Außer Atem, Vorname Carmen, Passion) untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Filmmusik und Ton sowie in drei spezifische Analysen, die jeweils die Leitmotivtechnik, die Asynchronität von Bild und Ton sowie das Konzept der Metamalerei beleuchten.
Die zentralen Begriffe sind Jean Luc Godard, Filmmusik, Nouvelle Vague, Leitmotivtechnik, Metamalerei und Auteur Theorie.
In "Außer Atem" dient die Leitmotivtechnik dazu, die Charaktere Michel und Patricia musikalisch zu charakterisieren und dem Zuschauer Einblicke in deren Innenleben sowie ihre Verbindung zueinander zu geben.
Das Meeresrauschen fungiert als spezifische Geräuschkulisse für die Figur Carmen, welche häufig ihre Gedanken und ihr Inneres offenbart, wenn dieses Geräusch zu hören ist, oft losgelöst vom visuellen Kontext.
Im Gegensatz zu den anderen Filmen, für die Musik teilweise eigens komponiert wurde, verwendet Godard in "Passion" bereits existierende klassische Stücke, um die dargestellten Kunstwerke zu montieren und die "Metamalerei" zu unterstützen.
Godards Einsatz von Jump Cuts, Bild-Ton-Scheren und direkten Ansprachen an das Publikum zielt darauf ab, den Zuschauer aus der filmischen Trance zu reißen und ihn zu einer aktiven, bewussten Auseinandersetzung mit dem Gesehenen zu bewegen.
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