Masterarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit
2. Grundlagen zum Einzelhandel
2.1 Einzelhandel im Wandel
2.1.1 Konzentration im Handel
2.1.2 Wandlung zum Käufermarkt und Wertewandel bei den Käufern
2.1.3 Technologische Entwicklungen
2.2 Einordnung der Standortpolitik bei den absatzpolitischen Instrumenten des Handels
2.3 Betriebsformen des Handels
2.3.1 Traditionelle Absatzformen
2.3.2 Moderne Absatzformen
3. Standortpolitik im Einzelhandel
3.1 Begriff des Standortes
3.2 Standorttheorien im Einzelhandel
3.2.1 Das Hotelling Gesetz
3.2.2 Gravitationsmodelle zur Bestimmung räumlicher Einflusszonen im Einzelhandel
3.3 Standortentscheidungen im Einzelhandel
3.3.1 Standortfaktoren
3.3.2 Standortanalysen
3.3.3 Prozess des Standortwahl
4. Ermittlung der Kundenpräferenzen bei der Wahl der Einkaufsstätte
4.1 Methodenauswahl
4.2 Umfragekonzeption
4.2.1 Fragen zum Einkaufsverhalten
4.2.2 Fragen zu demographischen Faktoren
4.3 Umfragedurchführung
4.4 Auswertung der Umfrageergebnisse
4.4.1 Auswertung der demographischen Merkmale
4.4.2 Präferenzen hinsichtlich des Betriebstyps
4.4.3 Bestimmung des Einzugsgebiets
4.4.4 Verbundkäufe bei Lebensmitteleinkäufen
4.4.5 Betriebstyptreue
4.4.6 Auswertung der Rangfolge der Attraktivitätsmerkmale
5. Empfehlungen hinsichtlich der Standortentscheidung im Lebensmitteleinzelhandel
5.1 Empfehlungen hinsichtlich der Wohnortgröße und des Verkehrsmittels
5.2 Empfehlungen hinsichtlich der Verbundkäufe und der Kundentreue
5.3 Empfehlungen hinsichtlich der Attraktivitätsmerk-male
5.3.1 Bewertung standortabhängiger Merkmale
5.3.2 Bewertung standortunabhängiger Merkmale
6. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Analyse des Faktors Standort im Lebensmitteleinzelhandel, um ein Modell zu entwickeln, das Einzelhandelsunternehmen bei der methodischen Prüfung und Auswahl optimaler Standorte unterstützt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Konsumentenpräferenzen und Standortfaktoren interagieren, um den langfristigen Erfolg einer Filiale zu gewährleisten.
3.2.1 Das Hotelling-Gesetz
Die traditionelle Standortlehre hat ihren Ursprung um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Die Standorttheoretiker Hotelling, Weber, von Thunen, Christaller und Losch gehören zu den Gründern dieser Lehre. In den Theorien werden sowohl Fragen der unternehmerischen Standortwahl als auch gesamtwirtschaftliche Aspekte zu den Standortstrukturen betrachtet, die hier nicht näher betrachtet werden. Diese Ansätze haben gemeinsam, dass auf die Transportkosten ein besonderes Augenmerk gelegt wird, was für die damalige Zeit eine Neuerung darstellt.
Zu den für diese Arbeit relevanten Standortwahltheorien zählen diejenigen von Harald Hotelling und Alfred Weber. Letzterer entwickelte die Industriestandorttheorie, bei der drei Faktoren bei der Wahl eines Standortes im Fokus stehen: die Höhe der regionalen Roh- und Kraftstoffpreise, die Arbeitskosten und die Transportkosten. Die Nachfragerseite spielt in seinen Überlegungen keine Rolle. Daher ist diese Theorie für die Einzelhandelsbranche nicht anwendbar und wird nicht näher betrachtet.
In dem im Jahr 1929 erschienenen Aufsatz Stability in Competition schildert der US- amerikanische Volkswirt Harald Hotelling die Situation zwischen zwei Verkäufern, die ein identisches Gut entlang einer Linie anbieten, und prüft mathematisch, welcher Standort für die beiden Anbieter optimal ist. Den Transportkosten, die für die Käufer entstehen, wird hierbei eine besondere Rolle zugeschrieben. Laut Hotelling kann der Preis für das Gut bei den Anbietern variieren, ohne dass einer der beiden zahlungsunfähig wird, allerdings nur in Höhe der Transportkosten zu dem anderen Anbieter. Die Tatsache, dass sich die Wettbewerber und ihre Waren oder Dienstleistungen immer mehr ähneln, wird als Hotellings Gesetz oder auch als Prinzip der minimalen Differenzierung bezeichnet.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland und unterstreicht die Relevanz einer fundierten Standortwahl für den langfristigen Unternehmenserfolg.
2. Grundlagen zum Einzelhandel: Analysiert den branchenweiten Wandel wie Konzentration und Technisierung sowie die Einordnung der Standortpolitik als absatzpolitisches Instrument.
3. Standortpolitik im Einzelhandel: Erläutert theoretische Konzepte wie das Hotelling-Gesetz und Gravitationsmodelle und definiert relevante harte sowie weiche Standortfaktoren.
4. Ermittlung der Kundenpräferenzen bei der Wahl der Einkaufsstätte: Dokumentiert die methodische Vorgehensweise und Auswertung einer Online-Umfrage, die das Einkaufsverhalten und die Präferenzen der Konsumenten beleuchtet.
5. Empfehlungen hinsichtlich der Standortentscheidung im Lebensmitteleinzelhandel: Leitet aus den Umfrageergebnissen konkrete Empfehlungen ab und stellt ein Modell zur Bewertung von Standorten vor.
6. Fazit: Resümiert die wissenschaftlichen Erkenntnisse und betont die Notwendigkeit, sowohl quantitative Daten als auch qualitative Konsumentenpräferenzen für tragfähige Standortentscheidungen zu nutzen.
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Der Fokus liegt auf der Analyse und Optimierung der Standortwahl für Unternehmen im Lebensmitteleinzelhandel unter Berücksichtigung theoretischer Modelle und empirischer Kundendaten.
Die zentralen Felder umfassen die Standorttheorie, die Analyse aktueller Handelsstrukturen, die Identifikation harter und weicher Standortfaktoren sowie die Untersuchung von Konsumentenpräferenzen.
Ziel ist es, ein praxisorientiertes Modell zu entwickeln, das Einzelhandelsentscheider bei der systematischen Bewertung und Auswahl optimaler Standorte unterstützen soll.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Standorttheorien mit einer empirischen Online-Umfrage (n=233), deren Ergebnisse mittels statistischer Analysemethoden, wie dem Chi-Quadrat-Test, ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung von Standortmodellen, die detaillierte Auswertung der eigenen Umfrage sowie die Ableitung spezifischer Handlungsempfehlungen.
Standortwahl, Lebensmitteleinzelhandel, Standortfaktoren, Kundenpräferenzen, Standortmodelle, Einzelhandelsstrategie und Daten gestützte Entscheidungsfindung.
Die Analyse zeigt, dass mit zunehmender Größe des Ortes das Auto an Bedeutung verliert, während in Großstädten vor allem fußläufige Erreichbarkeit und die Nutzung des Fahrrads eine zentrale Rolle spielen.
Diese Differenzierung hilft Entscheidern zu priorisieren: Standortabhängige Faktoren wie Wohnortnähe müssen bei der Standortwahl zwingend durch externe Daten bewertet werden, während unabhängige Faktoren intern beeinflussbar sind.
Die Umfrage zeigt, dass nur eine kleine Minderheit der Konsumenten ihre Lebensmitteleinkäufe gezielt mit anderen Einkäufen in Shoppingcentern verknüpft, was die Standortwahl in solchen Zentren für reine Lebensmittelhändler oft weniger begründet macht.
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