Examensarbeit, 2010
65 Seiten, Note: 2,0
1 EINLEITUNG
2 GRUNDASPEKTE ZUR KONFLIKTTHEMATIK
2.1 Konflikte
2.1.1 Konflikt – Was ist das?
2.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Konflikten
2.3 Konfliktanalyse
2.3.1 Begründungen und Funktionen von Konflikten in der Schule
2.3.2 Konfliktsymptome
2.3.3 Die Sach- und Beziehungsebene von Konflikten
2.3.3.1 Das Eisberg-Modell
2.4 Konfliktmanagement
2.4.1 Umgang mit Konflikten
2.4.1.1 Geschlechtsspezifische Merkmale eines Konflikts
2.4.2 Konflikteskalation
2.4.2.1 Die neun Stufen der Konflikteskalation
2.4.2.1.1 Methoden der Konfliktbehandlung bei den Eskalationsstufen nach Glasl
3 KONFLIKTLÖSUNGEN
3.1 Konstruktive und destruktive Konfliktaustragung
3.1.1 Konstruktive Konfliktaustragung
3.1.2 Destruktive Konfliktaustragung
3.2 Mediation
3.2.1 Die Historie der Mediation
3.2.2 Annäherung an den Terminus Mediation
3.2.3 Merkmale und Kennzeichen einer Mediation
3.2.4 Das Konzept der konstruktiven Konfliktkultur
3.2.5 Mediation zur Schaffung einer konstruktiven Konfliktkultur
3.2.6 Ziele der Schulmediation
3.2.7 Der Ablauf einer Mediation als Konzept in der Schulpraxis
3.2.8 Die Rolle, Aufgaben und Haltung der Mediatoren
3.2.9 Die Lehrkraft als Mediator
4 DURCHFÜHRUNG EINER EMPIRISCHEN STUDIE: INTERVIEWS MIT LEHRKRÄFTEN ALS MEDIATOREN
4.1 Die Auswertung der durchgeführten Interviews
4.2 Diskussion und Ideen der empirischen Analyse
5 FAZIT UND GESAMTREFLEXION
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial von Mediation als Methode zur Konfliktlösung an Hauptschulen unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Effekte. Das Hauptziel ist es, auf Basis einer theoretischen Fundierung und einer empirischen Erhebung bei Lehrkräften zu analysieren, wie Mediation in der schulischen Praxis wahrgenommen wird und inwiefern sie geeignet ist, das Schulklima zu verbessern und Konfliktkompetenzen bei Schülern zu fördern.
2.3.1 Begründungen und Funktionen von Konflikten in der Schule
Konflikte sind nicht immer bemerkbar, egal, wo sie stattfinden. So kommen Konflikte in verbaler, psychischer Art vor, jedoch wird auch Gewalt angewendet, so dass der Konflikt in „physischer Gestalt“ (Walker 2001, S. 9) vorkommt. Schmerzlich sind alle Arten von Gewalt, ob körperlich oder seelisch, ob Rangelei oder Ausgrenzung aus einem Kollektiv. Trotzdem bringen Konflikte nach der angemessenen Behandlung oder Diskussion Vorteile mit sich, die speziell in der Schule eine Chance bieten, eine angenehme Lernatmosphäre zu erreichen.
So äußerte Albert Einstein einst den Satz „Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.“ Positive Gedankengänge zu dem Begriff Konflikt könnten also „Veränderung, Weiterentwicklung, Innovation, Meinungsvielfalt, Diskussion, Kompromiss, Schlichtung, Hoffnung, Konsens, Chance, neue Lösungen“ (Sander /Sander 1997, S. 17) sein. Trotz dieser affirmativen Vorstellungen von einem Konflikt, wird der Terminus primär mit negativen Assoziationen in Verbindung gebracht, wie „Ärger, Aufregung, Spannung, Stress Aggression, Kampf, Angriff, Streit.“ (Sander/Sander 1997, S. 17) Durch diese Ideen kommen zwar Möglichkeiten auf, die einen Konflikt auslösen, konkrete Begründungen stecken aber nicht in ihnen.
Walker nennt in seinem Buch Mediation in der Schule - Konflikte lösen in der Sekundarstufe I verschiedene Verhaltensweisen von Schülern, die zu einem Konflikt führen können, denn sowohl durch Medien als auch persönlich erleben Jugendliche Gewalt, wodurch sie lernen, dass der Stärkere sich durchsetzt. (Vgl. Walker 1995, S. 9) So werden in diesem Zusammenhang vor allem verbale Angriffe wie Beleidigungen als Hauptursache für einen Streit angesehen, zum Beispiel auf Grund des Äußeren oder der Familie. (Vgl. Walker 2001, S. 9) Ebenso werden Unwahrheiten über Mitschüler verbreitet, die diese psychisch beeinflussen, wie auch der „Übergriff an persönlichen Sachen“ (Walker 2001, S. 10) oder Provokationen, Hänseleien wie Pumuckl bei einem rothaarigen Kind.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Konflikten im Schulalltag ein und motiviert die Notwendigkeit von Meditationsverfahren zur Förderung einer konstruktiven Konfliktkultur.
2 GRUNDASPEKTE ZUR KONFLIKTTHEMATIK: Hier werden theoretische Grundlagen zu Konfliktarten, Symptomen und dem Konfliktmanagement, insbesondere unter Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Aspekte, dargelegt.
3 KONFLIKTLÖSUNGEN: Dieses Kapitel erläutert Strategien der Konfliktbearbeitung und fokussiert dabei umfassend auf das Konzept, die Ziele und den Ablauf der Mediation an Schulen.
4 DURCHFÜHRUNG EINER EMPIRISCHEN STUDIE: INTERVIEWS MIT LEHRKRÄFTEN ALS MEDIATOREN: In diesem Teil werden die durchgeführten Experteninterviews an Haupt- und Förderschulen ausgewertet und diskutiert.
5 FAZIT UND GESAMTREFLEXION: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der theoretischen Arbeit und der empirischen Studie zusammen und reflektiert die Rolle der Lehrkraft als Mediator.
Mediation, Konfliktlösung, Schule, Hauptschule, Schulklima, Konfliktkompetenz, Lehrkraft, Schüler, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Gewaltprävention, Konflikteskalation, Sozialisation, Gesprächsführung, Peer-Mediation, Konfliktkultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Mediation als Methode zur gewaltfreien Konfliktlösung in der Schule, wobei der Schwerpunkt auf der Untersuchung geschlechtsspezifischer Effekte bei Schülern liegt.
Die zentralen Themen sind die Definition und Analyse von Konflikten, Möglichkeiten des Konfliktmanagements, die theoretischen Grundlagen der Mediation sowie die Rolle von Lehrkräften als Mediatoren.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Mediation zur Verbesserung der Lernatmosphäre beitragen kann und welche spezifischen Konfliktmuster und Lösungsstrategien bei Jungen und Mädchen an Hauptschulen vorliegen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer empirischen Studie, die auf Leitfadeninterviews mit zehn Lehrkräften an einer Hauptschule und einer Förderschule basiert.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Konfliktmanagements und der Mediation vertieft und anschließend die Ergebnisse der durchgeführten Interviews ausgewertet und kritisch diskutiert.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Mediation, Konfliktlösung, Konfliktkompetenz, Schulklima und Geschlechtsspezifik.
Die Interviews deuten darauf hin, dass Mädchen häufiger verdeckte, verbale oder relationale Konflikte führen, während bei Jungen häufiger physische Gewalt oder Machtdemonstrationen als Konfliktursachen wahrgenommen werden.
Lehrkräfte berichten vor allem von Zeitmangel und organisatorischen Schwierigkeiten im Schulalltag, bemängeln teils fehlende Ausbildung und die Herausforderung, zwischen der pädagogischen Lehrerrolle und der neutralen Mediatorenrolle zu differenzieren.
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