Masterarbeit, 2024
115 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Begriffsdefinition Gamification
2.2 Begriffsdefinition (Lern-)Spiel
2.3 Begriffsdefinition Game-Based-Learning (GBL)
2.4 Abgrenzung zu Serious Games
2.5 Forschungsstand zu Gamification und GBL
2.6 Spielertypen
2.7 Game-Elemente
2.8 Potentiale und Risiken von Gamification und GBL
2.9 Einordnung in den Bildungskontext
3. Methodik
3.1 Erstellung des Fragebogens
3.2 Der Fragebogen- finaler Aufbau
3.3 Erstellung des Analysebogens
3.4 Der Analysebogen- finaler Aufbau
4. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Auswertung des Fragebogens
4.2 Auswertung des Analysebogens
4.2.1 Kahoot
4.2.2 Quizlet
4.2.3 Learning Apps
4.2.4 Wordwall
4.2.5 Rockalingua
4.3 Interpretation der Ergebnisse des Fragebogens
4.4 Interpretation der Ergebnisse des Analysebogens
5. Implikation für die Praxis
6. Grenzen und Reflexion
6.1 Grenzen der Forschung
6.2 Reflexion des Vorgehens
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Gamification- und Game-Based-Learning-Apps für den Spanischunterricht in Bremen. Ziel ist es, die aktuelle Landschaft verfügbarer Apps zu selektieren, ihr Einsatzpotenzial im lokalen Unterrichtskontext zu bewerten und praxisnahe Empfehlungen für Lehrkräfte abzuleiten.
2.1 Begriffsdefinition Gamification
Der Begriff Gamification, trat erstmal Anfang der 2000er im Bereich der digitalen Medien in Erscheinung. Erst etwa zehn Jahre später wurde er Teil des wissenschaftlichen Diskurses. In diesem Zuge entstanden auch erste Begriffsdefinitionen. Innerhalb dieser existieren zwei Ausrichtungen. Zum einen wird Gamification als „Einfluss von Videospielen auf den Alltag“ verstanden. Damit ist gemeint, dass durch die hohe Popularität von Videospielen in der Gesellschaft deren Einfluss so stark zugenommen hat, dass auch im Alltag vermehrt gespielt wird (vgl. Wolpers 2023: 15). Zum anderen wird unter Gamification, nach der Definition von Deterding et. al. (vgl. 2011b, 2), „die Übertragung spielerischer Designelemente auf nicht spielerische Kontexte“ verstanden. Spielerische Erfahrungen werden demnach genutzt, um in nicht-spielerischen Bereichen eine motivierende oder Interesse weckende Funktion zu erzeugen (vgl. Wolpers 2023: 15f.). Innerhalb dieser Definition sind fünf Komponenten zu finden: die Verwendung, das Spiel, das Design, die Elemente und der Nicht-Spielkontext, welche in den folgenden Teilkapiteln genauer betrachtet werden.
Wolpers (vgl. ebd.: 19) unterscheidet im gleichen Zuge zudem zwischen struktureller und inhaltlicher Gamification. Bei der strukturellen Gamification bleibt der nicht-spielerische Inhalt unberührt und wird lediglich in eine spielerische Umgebung integriert. Hierbei ist beispielsweise das Vergeben von Punkten oder das Erreichen von Leveln gemeint, wenn der*die Lernende eine grammatikalische Übung korrekt absolviert, um beispielsweise eine Motivationssteigerung zu erzeugen. Bei der inhaltlichen Gamification dagegen, werden „die Lerninhalte so verändert, dass sie Teil der spielerischen Umgebung sind“. Dies kann beispielsweise in Form eines Escape Rooms sein (vgl. ebd.: 20).
1. Einleitung: Definiert das Thema und das Erkenntnisinteresse der Arbeit bezüglich digitaler Lehrmethoden im Spanischunterricht.
2. Theoretischer Rahmen: Erläutert die zentralen Begriffe Gamification, Spiel, Lernspiel sowie Game-Based-Learning und ordnet diese wissenschaftlich ein.
3. Methodik: Beschreibt das Forschungsdesign, bestehend aus der Konzeption eines Online-Fragebogens und eines Analysebogens für Apps.
4. Auswertung und Interpretation der Ergebnisse: Präsentiert und bewertet die Daten aus der Umfrage sowie die Ergebnisse der App-Analyse durch den Analysebogen.
5. Implikation für die Praxis: Leitet aus den Ergebnissen konkrete Handlungsempfehlungen für Lehrkräfte zur Integration von Apps in den Spanischunterricht ab.
6. Grenzen und Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vorgehensweise und den methodischen Restriktionen der Untersuchung.
7. Fazit: Bündelt die Haupterkenntnisse und bewertet, ob durch die untersuchten Ansätze aktuelle Ziele im Fremdsprachenunterricht erreicht werden können.
Gamification, Game-Based-Learning, Spanischunterricht, Medieneinsatz, Lehrkräfteumfrage, App-Analyse, Motivation, Fremdsprachendidaktik, digitale Lernmittel, Serious Games, Spielertypen, Lernprozesse, Schulinformatik, Medienkompetenz, Binnendifferenzierung.
Die Masterarbeit untersucht den Einsatz von digitalen Apps, die Gamification- oder Game-Based-Learning-Elemente nutzen, im Spanischunterricht an Bremer Schulen.
Neben der theoretischen Herleitung von Gamification und spielbasiertem Lernen liegt der Fokus auf der praktischen Anwendung, der Haltung der Lehrkräfte und den technischen Rahmenbedingungen.
Ziel ist es zu ermitteln, welche Apps von Bremer Spanischlehrkräften bevorzugt werden, wie diese didaktisch eingebettet sind und welche Hindernisse bei der Nutzung auftreten.
Es wird ein quantitativer Fragebogen für Lehrkräfte mit einem qualitativen Analysebogen für ausgewählte Apps kombiniert, um sowohl Nutzerperspektiven als auch technische Merkmale zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, das methodische Vorgehen, die Auswertung der Umfrageergebnisse sowie eine fachliche Analyse der meistgenutzten Apps.
Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Fremdsprachendidaktik, Gamification, Game-Based-Learning, Medienkompetenz und Lernerorientierung charakterisieren.
Kahoot! erweist sich als sehr beliebt und bietet eine hohe Adaptivität durch individuelle Quiz-Erstellung, ist jedoch stark auf den Live-Wettbewerbsmodus fokussiert.
Die Arbeit zeigt, dass eine kostenlose Verfügbarkeit für Lehrkräfte eine zentrale Bedingung für den Einsatz ist; teure Abonnements wirken hingegen als Barriere.
Es zeigt sich ein ambivalentes Bild: Einerseits wird eine erhoffte Zeitersparnis genannt, andererseits wird der Vorbereitungsaufwand für digital gestützte Stunden häufig als Herausforderung empfunden.
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