Bachelorarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Marktgegebenheiten und aktuelle Entwicklung
2.1 Relevante Marktteilnehmer
2.2 Funktion der Patente
2.3 Drohende Umsatzeinbußen durch Patentabläufe
3 Das Produktlebenszykluskonzept
3.1 Der klassische Produktlebenszyklus
3.2 Der Produktlebens- und Vermarktungszyklus eines Arzneimittels
4 Life-Cycle-Management zur Generika-Abwehr in der Praxis
4.1 Tamiflu®: Ein vom Patentauslauf bedrohtes Blockbustermedikament
4.2 Generika-Abwehrmaßnahmen im Life-Cycle Konzept
4.2.1 Zieldefinition und Vorgehen
4.2.2 Line Extensions in der Pharmabranche
4.2.3 Frühzeitige Markenpflege und Erfolgsfaktoren einer starken Marke
4.2.4 Eigener Generika-Vertrieb und OTC-Switch
5 Fazit und Ausblick
5.1 Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse
5.2 Ausblick und Schlusswort
Die Arbeit untersucht, wie forschende Pharmaunternehmen ("Innovatoren") durch gezielte Marketingmaßnahmen innerhalb des Produktlebenszyklus-Konzepts den Wettbewerb durch Generika-Hersteller abwehren können. Ziel ist es, unter Analyse des deutschen Pharmamarktes und anhand von Praxisbeispielen wie Tamiflu, Strategien und Erfolgsfaktoren für starke Pharmamarken abzuleiten.
4.2.2 Line Extensions in der Pharmabranche
Von Line Extensions oder Produktlinienerweiterung spricht man bei einer in der Regel patentierbaren Modifikation der Originalsubstanz. Interessant für den Innovator ist eine derartige Strategie beim Übergang von der Wachstumsphase hin zur Reifephase vor dem Patentauslauf. Hierzu sind verschiedene Maßnahmen denkbar. Einerseits kann die Produktpallette über das Anbieten neuer Darreichungsformen erweitert werden. Andererseits kann eine Verbesserung der Patienten-Compliance über eine Veränderung der Galenik und höhere Bioverfügbarkeit angestrebt werden, dass heißt allgemein die Akzeptanz der Präparat-Eigenschaften durch den Patienten zu erhöhen. Molekülvariationen spielen hierbei eine bedeutsame Rolle. Als Praxisbeispiel für eine Line Extension kann man „die Ausbietung der retardierten Form des Grünenthal-Präparats Tramal (Tramadol), die unter dem Warenzeichen Tramal long im Markt eingeführt wurde“, anführen. Ebenso fand bei Aspirin®, einer Marke der Bayer AG, eine Erweiterung auf neue zulassungspflichtige Indikationen statt.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Produktlebenszyklus in der Pharmabranche ein und definiert das Ziel, Abwehrmaßnahmen gegen Generika-Hersteller kritisch zu untersuchen.
2 Marktgegebenheiten und aktuelle Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Besonderheiten des Pharmamarktes, die Rolle der Patente und die ökonomischen Konsequenzen drohender Patentabläufe für die Innovatoren.
3 Das Produktlebenszykluskonzept: Hier werden das klassische Produktlebenszyklus-Modell sowie die spezifischen Besonderheiten des Produktlebens- und Vermarktungszyklus von Arzneimitteln detailliert verglichen.
4 Life-Cycle-Management zur Generika-Abwehr in der Praxis: Dieser Hauptteil analysiert konkrete Abwehrmaßnahmen wie Line Extensions, Markenpflege und den OTC-Switch anhand von Praxisbeispielen.
5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Generika-Abwehr unter Berücksichtigung ethischer Aspekte.
Pharmabranche, Produktlebenszyklus, Generika-Abwehr, Patentschutz, Life-Cycle-Management, Innovator, Line Extension, Markenpflege, OTC-Switch, Pharmamarketing, Arzneimittel, Wettbewerbsstrategie, Blockbuster, Arzneimittelzulassung, Markteintritt
Die Arbeit befasst sich mit den strategischen Möglichkeiten von forschenden Pharmaunternehmen, ihre Medikamente durch gezielte Marketingmaßnahmen im Produktlebenszyklus vor der Konkurrenz durch Generika-Hersteller zu schützen.
Die Arbeit thematisiert den Patentschutz, die Unterschiede zwischen dem klassischen Produktlebenszyklus und dem pharmazeutischen Vermarktungszyklus sowie spezifische Abwehrstrategien.
Das Ziel ist die Ableitung von Handlungsimplikationen und Erfolgsfaktoren für ein marketingstrategisches Vorgehen, um nach Patentablauf wettbewerbsfähig zu bleiben.
Es erfolgt eine theoretische Einordnung in das Produktlebenszyklus-Modell, kombiniert mit einer kritischen Analyse von Praxisbeispielen wie Tamiflu, Aspirin und Viagra.
Der Hauptteil widmet sich konkreten Strategien wie Line Extensions, der professionellen Markenpflege sowie der Vermarktung eigener Generika und dem Übergang zu OTC-Produkten.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Pharmamarketing, Life-Cycle-Management, Generika-Abwehr, Patentablauf und Markenstrategie.
Tamiflu dient als zentrales Fallbeispiel eines "Blockbuster"-Medikaments, an dem die Herausforderungen des Patentauslaufs und die Notwendigkeit von Schutzstrategien verdeutlicht werden.
Das HWG setzt in Deutschland strenge Grenzen für die Vermarktung verschreibungspflichtiger Medikamente, was die Möglichkeiten der Markenpflege und Werbung für Innovatoren signifikant einschränkt.
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