Diplomarbeit, 2010
104 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Hinführung zur Thematik
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Kultur als vielfältiges Phänomen
2.1 Interkulturelle Missverständnisse
2.2 Vielfältigkeit des Kulturbegriffes
2.3 Das Kulturkonzept von Hofstede
2.4 Das Kulturkonzept von Hall
2.5 Das Kulturkonzept von Trompenaars
2.6 Kulturstandards nach Thomas
2.7 Zur theoretischen und praktischen Relevanz der Kultur im internationalen Personalmanagement
3. Einordnung Russlands in Kulturdimensionen und Kulturstandards
3.1 Die Widersprüchlichkeit der russischen Seele
3.2 Kollektivismus vs. Individualismus
3.3 Kulturelle Verankerungen der Hierarchieordnung
3.4 Kontextgebundene vs. Kontextungebundene Kulturen: Wichtigkeit von persönlichen Beziehungen
3.5 Umgang mit der Zeit
3.6 Partikularismus vs. Universalismus
3.7 Umgang mit der äußeren Umwelt: Schicksalsergebenheit
3.8 Religion und Sprache
3.9 Auswirkungen für Personalmanagement
4. Neue Anforderung an das Internationale Personalmanagement: Förderung interkultureller Kompetenz
4.1 Personalmanagement als kulturgebundenes Phänomen
4.2 Cultural Diversity Management als betriebswirtschaftliches Instrument zur Nutzung interkultureller Vielfalt
4.3 Interkulturelle Kompetenz – Schlüsselkompetenz der Zukunft
4.3.1 Dimensionen interkultureller Kompetenz
4.3.2 Diagnose interkultureller Kompetenz
4.4 Zu neuen Aspekten in der Personalpolitik in international agierenden Unternehmen
5. Interkulturelle Kompetenz im internationalen Personaleinsatz: interkulturelles Lernen
5.1 Interkulturelles Training und seine Zielgruppen
5.2 Zielsetzungen interkultureller Trainings
5.3 Didaktische Ansätze interkultureller Trainings
5.4 Methoden/Techniken interkultureller Trainings
5.5 Evaluation und Grenzen interkultureller Trainings
5.6 Relevanz und Nutzen interkultureller Trainings
Die Diplomarbeit untersucht die Notwendigkeit interkultureller Kompetenz in internationalen Geschäftsbeziehungen, insbesondere unter Berücksichtigung der kulturellen Besonderheiten Russlands. Das Ziel ist es, Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede zu schaffen und Strategien aufzuzeigen, wie interkulturelle Kompetenz als strategischer Wettbewerbsfaktor im internationalen Personalmanagement etabliert werden kann.
Fallstudie: Beruflich in Russland. Trainingsprogramm für Manager, Fach- und Führungskräfte. (Auszug)
Im Trainingsprogramm „Beruflich in Russland“ werden diverse Interaktionssituationen mit russischen Verhandlungspartnern erlebt, die zentralen russischen Kulturstandards zugeordnet werden können.
Themenbereich: Kollektivorientierung
Beispiel 1: Ein Vorstellungsgespräch
Ausgangssituation: Ein in Russland tätiges deutsches Unternehmen benötigt Programmierer. Viele russische Bewerber sind zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Frau Groß findet die Auswahl schwierig. Sie würde von einem Programmierer erwarten, dass er von sich aus über sein Können spricht und dafür Beispiele bringt, auch ohne gezieltes Nachfragen. Die meisten russischen Bewerber haben sehr gute Zeugnisse, versuchen aber nicht zu beweisen, dass sie für die Stelle geeignet sind. Wenn sie über sich selbst reden müssen, verstummen sie nach ein paar Minuten. Anstatt einiges über sich zu erzählen und dezent auf die eigenen Vorteile hinzuweisen, was zu einem Einstellungsgespräch eigentlich dazugehört, reagieren sie sehr zurückhaltend. Das ist Frau Groß absolut unklar.
Auftrag an die Seminarteilnehmer: Was mag der Grund dafür sein, dass russische Bewerber beim Einstellungsgespräch so zurückhaltend sind?
1. Einleitung: Hinführung zur globalisierten Wirtschaft und Begründung der Relevanz interkultureller Kompetenz für Unternehmen.
2. Kultur als vielfältiges Phänomen: Definition des Kulturbegriffs und Vorstellung theoretischer Modelle von Hofstede, Hall, Trompenaars und Thomas.
3. Einordnung Russlands in Kulturdimensionen und Kulturstandards: Praktische Anwendung der Theorien auf das Beispiel Russland und Analyse der Besonderheiten wie Kollektivismus und Machtdistanz.
4. Neue Anforderung an das Internationale Personalmanagement: Förderung interkultureller Kompetenz: Diskussion über die Notwendigkeit von Diversity Management und die Rolle der interkulturellen Kompetenz als Schlüsselqualifikation.
5. Interkulturelle Kompetenz im internationalen Personaleinsatz: interkulturelles Lernen: Vertiefung der Trainingsmethoden, didaktische Ansätze und Bedeutung der Evaluation für den Erfolg internationaler Einsätze.
Interkulturelle Kompetenz, Internationales Personalmanagement, Globalisierung, Kulturdimensionen, Kulturstandards, Russland, Diversität, Interkulturelles Training, Organisationsentwicklung, Wirtschaftsbeziehungen, Kommunikation, Personalbeschaffung, Personalentwicklung, Assessment-Center, interkulturelles Lernen.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Internationalisierung für das Personalmanagement und verdeutlicht, wie interkulturelle Kompetenz dabei hilft, interkulturelle Konflikte zu bewältigen.
Die zentralen Felder sind die Definition von Kultur, theoretische Kulturkonzepte, deren Anwendung am Beispiel Russland sowie die konkrete Umsetzung im betrieblichen Kontext durch Personalmanagement und interkulturelle Trainings.
Ziel ist die Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede sowie die Reflektion eigener Denk- und Verhaltensmuster, um die interkulturelle Zusammenarbeit in international agierenden Unternehmen zu verbessern.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse führender Konzepte (Hofstede, Hall, Trompenaars, Thomas) und die Anwendung dieser auf das Praxisbeispiel Russland.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des Kulturbegriffs, die Analyse der russischen Kultur als Fallbeispiel und die Darstellung von Personalmanagement-Instrumenten wie Diversity Management und interkulturellen Trainings.
Schlüsselbegriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Diversity Management, interkulturelle Trainings, Internationales Personalmanagement und die spezifischen kulturellen Standards der russischen Föderation.
Russland bietet aufgrund seiner wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung, seiner speziellen Historie und der deutlichen kulturellen Unterschiede zu Deutschland ein besonders anschauliches Feld für die praktische Anwendung der vorgestellten Kulturmodelle.
Sie dient als Ausgangspunkt, um die Widersprüchlichkeit und die Tiefe russischer Verhaltensmuster zu erfassen, die für deutsche Manager oft schwer interpretierbar sind, aber durch die vorgestellten Modelle erklärbar werden.
Da interkulturelle Fehlinterpretationen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen können, bieten Trainings eine präventive Methode, um Mitarbeiter auf die Zusammenarbeit in einem globalen Umfeld vorzubereiten.
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