Diplomarbeit, 2002
114 Seiten, Note: 2,3
EINLEITUNG: - (ZEIT-) MANAGEMENT UND (POST-) MODERNE
1 DIE RESSOURCE „ZEIT“
1.1 ZEIT - SUBJEKTIV ERLEBT? BEWUSST WAHRGENOMMEN?
1.2 PROBLEME MIT „DER“ ZEIT
1.3 MANAGEMENT
1.3.1 Managementlehre und Organisationen: Entstehung
1.3.2 Forderungen der Systemtheorie:
1.4 ZEITMANAGEMENT
1.4.1 Auf individueller Ebene
1.4.2 Auf betrieblicher Ebene
1.5 METHODEN UND TECHNIKEN DES ZEITMANAGEMENTS IM KRITISCHEN KONTEXT
1.5.1 Optimale Nutzung der Zeit:
1.5.2 Pareto-Prinzip (80:20-Regel)
1.5.3 ABC-Analyse
1.5.4 Ziele setzen
1.5.5 Zeitplanung
1.5.6 Delegation
1.5.7 Rationelle Information und Kommunikation
1.5.8 Konsequenz und Selbstdisziplin
1.6 PROBLEME DES ZEITMANAGEMENTS
1.6.1 Zum Verständnis der Zeit
1.6.2 Zu Wertvorstellungen und Vorentscheidungen
1.6.3 Zur Gegenwart, Zukunft (Zielorientierung) und einer fraglichen Effektivität?
1.6.4 Zur zusammenfassenden Kritik
1.6.5 Zu große(n) Versprechungen(?)
2 NEUE ZEITEN: - VON DER MODERNE ZUR (POST-) MODERNE?
2.1 VORMODERNE – MODERNE – (POST-) MODERNE
2.1.1 Zur Vormoderne
2.1.2 Zur Moderne
2.1.3 Zur (Post-) Moderne
2.1.4 Das Wichtigste in Kürze
2.2 VON DER RATIONALISIERUNG UND PLURALISIERUNG ZUR SUBJEKTIVIERUNG (INDIVIDUALISIERUNG) UND DIFFERENZIERUNG
2.3 DIE NOTWENDIGKEIT EINES (POST-) MODERNEN ZEITMANAGEMENTS?
2.3.1 „Zeitmanagement“ der Vormoderne?
2.3.2 Zum Managen der Zeit in der Moderne
2.3.3 (Post-) Modernes Zeitmanagement
2.4 ÜBER DAS AUFFANGEN DER (UN-) PÜNKTLICHKEIT...
2.5 (POST-) MODERNE: - FREIHEITSGEWINN ODER –VERLUST?
2.5.1 Effizienz und Effektivität oder: Wie man richtig das Falsche macht?
2.5.2 Die Deregulierung der Arbeitszeit – verlorene Rhythmik?
2.6 ZEIT ZU SCHLIEßEN
3 FAZIT: - ZEITMANAGEMENT UND (POST-) MODERNE
Ziel dieser Arbeit ist es, den epochalen Wandel von der Vormoderne bis zur (Post-) Moderne unter der zentralen Rolle des Zeitmanagements zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob die zunehmende Beschleunigung und Veränderung des Zeitmanagements für das Individuum einen Freiheitsgewinn oder einen Freiheitsverlust darstellt, unter besonderer Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte.
1.5.2 Pareto-Prinzip (80:20-Regel)
Das Pareto-Prinzip besagt, dass man in 20 Prozent der Zeit 80 Prozent der zu leistenden Arbeit schafft und in Folge dessen in den restlichen 80 Prozent der Zeit nur mehr 20 Prozent (vgl. Schlote, A., 1999, S. 6; Seiwert, L. J., 1996, S. 36; Walgenbach, P., 1995, S. 194; Beyer, G., 1992, S. 49 f.).
In der gängigen Literatur wird deshalb die Forderung aufgestellt, den 20-80-„Erfolgsverursachern“ Priorität einzuräumen.
EINLEITUNG: - (ZEIT-) MANAGEMENT UND (POST-) MODERNE: Die Einleitung führt in die Thematik der gesellschaftlichen Beschleunigung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage, ob der Mensch angesichts dieser Entwicklung noch frei ist.
1 DIE RESSOURCE „ZEIT“: Dieses Kapitel behandelt das Verständnis von Zeit als Ressource, die Entstehung des Zeitmanagements und dessen Methoden vor dem Hintergrund ökonomischer Rationalisierungsbestrebungen.
2 NEUE ZEITEN: - VON DER MODERNE ZUR (POST-) MODERNE?: Das zweite Kapitel beleuchtet den historischen Wandel von der Vormoderne über die Moderne bis zur (Post-) Moderne und deren spezifische Anforderungen an die Selbstorganisation und Identitätsbildung des Individuums.
3 FAZIT: - ZEITMANAGEMENT UND (POST-) MODERNE: Das Fazit fasst die kritischen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Problematik der Pluralität und schlägt eine Rückbesinnung auf natürliche Rhythmen als humanere Alternative vor.
Zeitmanagement, Moderne, Postmoderne, Beschleunigung, Subjektivierung, Individualisierung, Zeitverständnis, Effizienz, Effektivität, Identitätsbildung, Fremdbestimmung, Selbstmanagement, Zeitnot, Rhythmik, Freiheitsverlust.
Die Arbeit untersucht die Chancen und Risiken von Veränderungen im Zeitmanagement unter Berücksichtigung der Subjektivierungsdebatte und des Wandels der Gesellschaft von der Moderne zur (Post-) Moderne.
Zu den Themenfeldern gehören das historische Zeitverständnis, ökonomische Prinzipien der Zeitnutzung, gesellschaftliche Transformationsprozesse sowie die psychologischen Auswirkungen auf das Individuum.
Die Forschungsfrage „Zu schnell, um frei zu sein?“ untersucht, ob modernes Zeitmanagement dem Menschen tatsächlich mehr Freiheit bietet oder ihn stattdessen in ein enges Korsett der Kontrolle und Beschleunigung zwängt.
Es handelt sich um eine theoretische, wissenschaftliche Arbeit, die auf Literaturanalyse, historischen Vergleichen und der kritischen Auseinandersetzung mit managementwissenschaftlichen Theorien und soziologischen Debatten basiert.
Der Hauptteil analysiert erstens die Methoden des traditionellen Zeitmanagements und deren kritische Hintergründe sowie zweitens den gesellschaftlichen Epochenwandel, der die strukturellen Rahmenbedingungen unseres Zeiterlebens maßgeblich verändert hat.
Wichtige Begriffe sind Zeitmanagement, Moderne, Postmoderne, Beschleunigung, Subjektivierung, Individualisierung sowie der Gegensatz von Effizienz und Effektivität.
Der Autor stellt das Pareto-Prinzip als Methode vor, die zur Priorisierung von Aufgaben genutzt wird, mahnt jedoch an, diese rein ökonomische Sichtweise kritisch zu hinterfragen.
Der Autor argumentiert, dass die (Post-) Moderne eine eigenständige Epoche mit gravierenden Brüchen in den Lebensläufen ist, die zwar neue Möglichkeiten bietet, aber gleichzeitig den Druck zur Selbstdisziplinierung und die Gefahr der Identitätszersplitterung massiv erhöht.
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