Masterarbeit, 2010
144 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
1. Forschungsfrage und Methode
2. Kontext
2.1. Ashwin Raman
2.1.1. Biografie
2.1.2. Arbeitsweise
2.2. Journalistisches Selbstverständnis
2.2.1. Journalismus in Deutschland
2.2.2. Berichterstattungsmuster
2.2.3. Der Journalist
2.2.4. Berufliches Selbstverständnis
2.2.5. Journalistisches Selbstverständnis
2.3. Selbstverständnis Dokumentarfilmer
2.3.1. Dokumentarfilm
2.3.2. Dokumentarfilmstile nach Nichols
2.3.3. Der Dokumentarfilm als Autorenfilm
2.3.4. Rollenmodell Dokumentarfilmer
2.4. Zusammenfassung
3. Auswertung des Leitfadeninterviews
3.1. Berufsauffassung und Motivation
3.2. Arbeitsweise
3.3. Einordnung in die Rollenmodelle
3.3.1. Rollenmodell der Journalisten
3.3.2. Rollenmodell der Dokumentarfilmer
4. Filmanalyse
4.1. Methoden
4.2. Begründung der Filmauswahl
4.3. Daten zu „Somalia - Land ohne Gesetz“
4.4. Inhaltsangabe
4.5. Dramaturgie
4.6. Tonebene
4.6.1. Kommentar
4.6.2. Musik und Atmo
4.7. Bildebene
4.8. Dramatisierungsstrategien
4.9. Sequenzanalyse
4.9.1. Auswahl der Sequenz
4.9.2. Analyse von Sequenz 11
4.10. Zusammenfassung und Bewertung
4.10.1. Objektivität
4.10.2. Bedeutung des Kommentars
4.10.3. Zusammenfassung
4.11. Genreeinordnung
5. Abgleich mit dem Selbstverständnis Ashwin Ramans
5.1. Abgleich mit dem Leitfadeninterview
5.2. Überprüfung der Rollenbilder
5.3. Fazit
Ziel der Arbeit ist es, das berufliche Selbstverständnis des Journalisten und Dokumentarfilmers Ashwin Raman zu analysieren und zu prüfen, ob er diesem in seiner täglichen Arbeit, insbesondere bei der Kriegsberichterstattung, gerecht wird.
2.3.1. Dokumentarfilm
Versuche, den Begriff des Dokumentarfilms zu definieren, gibt es zwar viele, was wohl als Indiz dafür zu werten ist, wie schwierig sich dieses Unterfangen gestaltet. Peter Kerstan umschreibt die Situation sehr treffend: „Kaum dass man eine Definition wagt, wissen alle anderen sofort, dass sie falsch ist. Meistens allerdings haben sie selbst keinen besseren Vorschlag.“ Und tatsächlich lassen sich für die meisten Definitionen Dokumentarfilme finden, die per Definition ausgeschlossen werden müssten.
In der 7. Auflage seines Standardwerks „Fernsehjournalismus“ definiert Axel Buchholz den Dokumentarfilm wie folgt: „Dokumentarfilme unterscheiden sich von Spielfilmen dadurch, dass sie Sachverhalte abbilden, die unabhängig von der Vorstellung ihrer Autoren existieren. Genauso wie fernsehjournalistische Filme sind auch Dokumentarfilme nicht fiktionale Filme. Dokumentarfilmer verstehen sich aber kaum als journalistische Berichterstatter, sie haben den Anspruch, sich mit der vorgefundenen Wirklichkeit künstlerisch kreativ auseinander zu setzen. So wird die Haltung des Filmemachers – ein Begriff, bei dem ästhetische und ethische Gesichtspunkte ineinander übergehen – zum entscheidenden Kriterium für die Gestaltung eines Dokumentarfilms. Eine moralische und politische Auseinandersetzung mit dem Thema ist daher für Dokumentarfilmer genauso wichtig wie Überlegungen zur Darstellungsweise, zur technischen Ausrüstung und zur Organisation der Dreharbeiten.“
0. Einleitung: Motivation und Zielsetzung der Arbeit, Einleitung in das Thema der Berichterstattung aus Krisengebieten durch Ashwin Raman.
1. Forschungsfrage und Methode: Formulierung der Kernfrage bezüglich der Übereinstimmung von Selbstverständnis und Arbeit sowie Erläuterung der angewandten qualitativen Methoden wie Leitfadeninterviews und Filmanalyse.
2. Kontext: Darstellung des biografischen Hintergrunds von Ashwin Raman und theoretische Einbettung in bestehende Rollenkonzepte des Journalismus und Dokumentarfilms.
3. Auswertung des Leitfadeninterviews: Analyse der persönlichen Berufsauffassung und Motivation Ramans basierend auf einem geführten Experteninterview.
4. Filmanalyse: Exemplarische Untersuchung des Films „Somalia - Land ohne Gesetz“ hinsichtlich Dramaturgie, Tonebene, Bildebene und Objektivität.
5. Abgleich mit dem Selbstverständnis Ashwin Ramans: Synthese der Ergebnisse aus Interview und Filmanalyse zur Beurteilung, inwieweit der Autor seinem beruflichen Selbstverständnis gerecht wird.
Ashwin Raman, Dokumentarfilm, Journalismus, Kriegsberichterstattung, Rollenmodell, Selbstverständnis, Filmanalyse, Somalia, Leitfadeninterview, Handlungsrelevanz, Dokumentarfilmstile, Medienethik, One-Man-Team, Kriegsgebiet, Krisenregion.
Die Arbeit untersucht das berufliche Selbstverständnis des Kriegsberichterstatters und Dokumentarfilmers Ashwin Raman und vergleicht dieses mit seiner tatsächlichen Arbeitsweise in seinen Filmen.
Die zentralen Felder sind die Journalismusforschung, die Theorie des Dokumentarfilms, die Analyse des Berufsalltags in Krisengebieten sowie die kritische Filmanalyse.
Das Hauptziel ist zu ermitteln, ob Ashwin Raman in der täglichen Arbeit den hohen moralischen und ethischen Ansprüchen gerecht wird, die er in einem Leitfadeninterview an sich selbst stellt.
Es wird eine Kombination aus qualitativer Forschung angewendet, insbesondere Leitfadeninterviews zur Erhebung des Selbstbildes und eine detaillierte Filmanalyse zur Überprüfung der filmischen Umsetzung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Kontext), eine qualitative Auswertung des Interviews mit Raman sowie eine detaillierte Filmanalyse seines Werkes über Somalia.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Kriegsberichterstattung, Dokumentarfilm, Selbstverständnis, Medienethik und das Rollenmodell nach Weischenberg.
Die Arbeitsweise als Einzelkämpfer führt laut Arbeit zu einer sehr subjektiven, aber authentischen Sichtweise, die Ramans Rollenmodell als „Beobachter“ prägt, jedoch im Widerspruch zu seinem Anspruch auf objektive Dokumentation stehen kann.
Der Autor stellt fest, dass Raman zwar den Anspruch auf Objektivität erhebt, seine Filme jedoch stark durch seine persönliche Perspektive und den Kommentar geprägt sind, was ihn eher in die Rolle eines „Erklärers“ rückt.
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