Diplomarbeit, 2010
118 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Musikindustrie im Wandel
2.1 Marktteilnehmer
2.1.1 Die Labels
2.1.2 Die Kreativen
2.1.3 Die Nachfrager
2.2 Marktentwicklung
2.3 Einfluss des Internets auf die Musikindustrie
2.3.1 Napster die erste Tauschbörse
2.3.2 Unabhängige Anbieter und Abodienste
2.4 Neue Endgeräte für digitale Musik
2.5 Einfluss der Digitalisierung auf die Wertschöpfungskette
3 Technische Grundlagen der digitalen Musik
3.1 Digitalisierung eines analogen Audiosignals
3.2 Audio-Dateiformate
3.2.1 WAV
3.2.2 MP3
3.2.2.1 Wahrnehmungsorientierte Codierung
3.2.2.2 Der Codierungs- und Decodierungsvorgang
3.2.2.3 ID3 Tags
3.2.2.4 Variable Bitrate
3.2.3 Andere Audioformate
3.2.3.1 AAC
3.2.3.2 WMA
3.2.3.3 Ogg Vorbis
3.2.4 Abspielsoftware
3.2.4.1 Windows Media Player
3.2.4.2 Winamp
3.2.4.3 iTunes
4 Rechtliche Grundlagen der digitalen Musik
4.1 Das Urheberrecht
4.1.1 Urheberrecht in Deutschland
4.1.2 Leistungsschutzrecht in Deutschland
4.1.3 Internationales Urheberrecht
4.2 Verwertungsgesellschaften
4.2.1 GEMA
4.2.2 GVL
4.2.3 CELAS
4.3 Digital Rights Management
4.3.1 DRMS
4.3.2 DRM und seine Sicherheit
4.3.3 Rechtliche Aspekte von DRM
4.3.4 Scheitern von DRM bei Musikdownloads
4.4 Die Privatkopie
4.5 Illegale Downloads
5 Anbieter von Musikdownloads im Internet
5.1 Legale Anbieter
5.1.1 Legale, kostenlose Anbieter
5.1.2 Legale, kostenpflichtige Anbieter
5.2 Illegale Bezugsquellen
5.2.1 Illegale Tauschbörsen eine Peer-to-Peer-Anwendung
5.2.2 Fallbeispiel: BitTorrent
5.2.3 Sharehoster
5.2.4 Illegale kostenpflichtige Musik-Download-Shops
6 Kritische Erfolgsfaktoren für Musik-Downloadportale
6.1 Angebotsmodelle
6.1.1 A-la-carte-Downloads
6.1.2 Album und Compilation-Downloads
6.1.3 Musik-Flatrates
6.2 Übertragungsweg
6.2.1 Direktdownload
6.2.2 Streaming
6.3 Preispolitik
6.4 Repertoire
6.5 Zahlungsmodelle
6.5.1 Pay-per-Track und Pay-per-Album
6.5.2 Abonnement
6.5.3 Pre-Paid
6.6 Zahlungsarten
6.6.1 Kreditkarte
6.6.2 Lastschrift
6.6.3 Mobile Payment
6.6.4 PayPal
6.6.5 Firstgate Click&Buy
6.6.6 T-Pay
6.7 Zusatzleistungen
6.7.1 Musikempfehlungen
6.7.2 Charts
6.7.3 Künstlerinformationen und Neuerscheinungen
6.7.4 Rezensionen
6.7.5 Bonus-Material
7 Vergleich ausgewählter Anbieter von Musik im Internet
7.1 iTunes Store
7.1.1 Angebotsmodell und Übertragungsweg
7.1.2 Preispolitik
7.1.3 Repertoire
7.1.4 Zahlungsmodell und Zahlungsarten
7.1.5 Zusatzleistungen
7.2 Amazon
7.2.1 Angebotsmodell und Übertragungsweg
7.2.2 Preispolitik
7.2.3 Repertoire
7.2.4 Zahlungsmodell und Zahlungsarten
7.2.5 Zusatzleistungen
7.3 Musicload
7.3.1 Angebotsmodell und Übertragungsweg
7.3.2 Preispolitik
7.3.3 Repertoire
7.3.4 Zahlungsmodell und Zahlungsarten
7.3.5 Zusatzleistungen
7.4 Napster
7.4.1 Angebotsmodell und Übertragungsweg
7.4.2 Preispolitik
7.4.3 Repertoire
7.4.4 Zahlungsmodell und Zahlungsarten
7.4.5 Zusatzleistungen
7.5 Bewertung der vorgestellten Anbieter
8 Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Diplomarbeit ist es, kritische Erfolgsfaktoren für Musik-Downloadportale zu identifizieren und diese auf aktuelle Anbieter anzuwenden, um deren Entwicklungspotenziale und Zukunftsaussichten zu bewerten.
3.2.2.1 Wahrnehmungsorientierte Codierung
Bei MP3 handelt es sich um ein verlustbehaftetes Verfahren, d.h. das bei der Kompression der Daten Information verloren geht. So stellt sich die Frage, wie man Informationen einsparen kann, ohne dass die Qualität des Musikstückes darunter hörbar leidet. Und „hörbar“ ist in der Tat das Schlüsselwort. Beim PCM-Modell wurde versucht das Eingangssignal so genau wie möglich nachzubilden. Was dabei nicht berücksichtigt wurde, ist wie die Wahrnehmung des menschlichen Gehörs funktioniert. Dies ist bei MP3 anders, denn es bedient sich der so genannten wahrnehmungsorientierten Codierung bzw. des Percepual Coding.
„Perceputal Coding zielt durch den Einsatz des psychoakustischen Modells auf die Speicherung nur derjenigen Daten, die für das menschliche Ohr relevant sind. So ist eine drastische Reduktion der Dateigröße durch das Entfernen nicht wahrnehmbarer und deshalb irrelevanter Anteile aus einer PCM-Aufnahme möglich.“
Diese Codierungsvariante wird vor allem durch eine Besonderheit des menschlichen Gehörs möglich: der Verdeckung. Sie tritt auf, da das menschliche Gehör adaptiv arbeitet, d.h., es findet ständig eine Lautstärkeanpassung von Umgebungsgeräuschen statt. So kommt es beispielsweise vor, dass ein Basston (z.B. von einem Schlagzeug) einem dazu relativ leisen und mittenhaltigen Ton verdeckt (z.B. eine Gitarre). Dabei spielen sowohl die Zeit und Frequenz eine Rolle, weshalb zwischen zeitbezogener und frequenzbezogener Verdeckung unterschieden wird. Diesen verdeckten Anteilen weißt das Percepual Coding weniger Bits zu, was zwar zu Verzerrungen führt, die aber dann bei der Wiedergabe nicht auffallen. So lässt sich die Dateigröße auf ein Zehntel verringern, ohne bemerkenswerte Klangunterschiede hinnehmen zu müssen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch das Internet und MP3 ausgelösten Wandel der Musikindustrie sowie die Problematik illegaler Tauschbörsen und skizziert die Zielsetzung der Arbeit.
2 Musikindustrie im Wandel: Dieses Kapitel analysiert die Marktteilnehmer, die Auswirkungen des Internets und neue Vertriebswege, die die klassische Wertschöpfungskette nachhaltig verändert haben.
3 Technische Grundlagen der digitalen Musik: Es werden die Digitalisierung von Audiosignalen sowie verschiedene Audio-Dateiformate und deren Eignung für Downloadportale und Abspielsoftware behandelt.
4 Rechtliche Grundlagen der digitalen Musik: Dieses Kapitel erläutert das Urheberrecht, die Rolle von Verwertungsgesellschaften sowie die Bedeutung und das Scheitern von Digital Rights Management (DRM).
5 Anbieter von Musikdownloads im Internet: Hier werden legale und illegale Bezugsquellen sowie Peer-to-Peer-Technologien und Sharehoster als alternative Vertriebswege und Konkurrenten gegenübergestellt.
6 Kritische Erfolgsfaktoren für Musik-Downloadportale: Das Kapitel definiert wichtige Erfolgsfaktoren wie Angebotsmodelle, Preisstrategien, Zahlungsarten und Zusatzleistungen für den kommerziellen Betrieb von Download-Portalen.
7 Vergleich ausgewählter Anbieter von Musik im Internet: Eine detaillierte Gegenüberstellung und Bewertung der führenden Portale iTunes, Amazon, Musicload und Napster basierend auf den zuvor definierten Erfolgsfaktoren.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Diese abschließenden Abschnitte fassen die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und wagen einen Ausblick auf künftige Entwicklungen und Herausforderungen der Musikindustrie.
Musikindustrie, Downloadportal, MP3, Digitalisierung, Urheberrecht, DRM, Filesharing, Preisdifferenzierung, Streaming, Online-Handel, Zahlungsmodelle, Wertschöpfungskette, Musik Flatrate, Musikpiraterie, Internet
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse von Musik-Downloadportalen, untersucht deren strukturelle Erfolgsfaktoren und bewertet das Entwicklungspotenzial auf Basis der aktuellen Marktsituation.
Die zentralen Themen umfassen den Wandel der Musikindustrie, die technischen Grundlagen digitaler Audioformate, rechtliche Rahmenbedingungen wie das Urheberrecht und DRM sowie eine vergleichende Analyse verschiedener Download-Anbieter.
Das Ziel ist es, kritische Erfolgsfaktoren für Musik-Downloadportale zu finden, diese auf marktführende Anbieter anzuwenden und daraus Schlussfolgerungen für zukunftsfähige Geschäftsmodelle in der digitalen Musikdistribution abzuleiten.
Der Autor verwendet eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie einen empirischen Vergleich der Portale (iTunes, Amazon, Musicload, Napster) anhand von zehn ausgewählten Genres und fünf repräsentativen Interpreten pro Genre.
Der Hauptteil behandelt die technischen und rechtlichen Grundlagen, die verschiedenen Arten von legalen und illegalen Anbietern sowie eine detaillierte Ausarbeitung und praktische Überprüfung kritischer Erfolgsfaktoren für den Erfolg solcher Portale.
Zu den Schlüsselwörtern gehören Musikindustrie, Downloadportal, MP3, Digital Rights Management (DRM), Urheberrecht, Filesharing und moderne Zahlungsmodelle im Internet.
BitTorrent nutzt einen dezentralen Ansatz ohne zentralen Index-Server, was die Verfolgung und Abschaltung im Vergleich zu zentralisierten Systemen wie dem ursprünglichen Napster erschwert.
Bonus-Material, wie interaktive Booklets oder exklusive Live-Mitschnitte, dient als Mehrwert (Added Value), um sich von Konkurrenten zu differenzieren und das Produkt gegenüber der CD oder illegalen Kopien attraktiver zu gestalten.
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