Diplomarbeit, 2009
152 Seiten, Note: 2,0
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Definition Psychotherapie
2.2 Psychotherapieforschung
2.2.1 Gütekriterien psychotherapeutischer Evaluationsforschung
2.2.2 Behandlungsintegrität von Psychotherapien
2.2.2.1 Supervision
2.2.2.2 Behandlungsmanuale
2.2.2.3 Therapeutenvariablen
2.2.3 Evidenzbasierung und -graduierung von Psychotherapie
2.2.4 Forschung und Praxis der Psychotherapie
2.2.5 Wirksamkeitsbeurteilung
2.3 Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter
2.3.1 Besonderheiten
2.3.2 Ergebnisse der Psychotherapieforschung
2.4 Integrative Forschungsmethoden – Metaanalysen
2.4.1 Definition der Metaanalyse
2.4.2 Methodenkritische Anmerkungen
2.4.3 Allgemeines Vorgehen
2.4.3.1 Problemformulierung
2.4.3.2 Literaturrecherche
2.4.3.3 Bewertung der Ergebnisse
2.4.3.3.1 Klassifikationsmerkmale
2.4.3.4 Analyse und Interpretation der Ergebnisse
2.4.3.4.1 Effektstärkenberechnung
2.4.3.4.2 Fail-safe-N-Berechnung
2.4.3.4.3 Prüfung der Homogenität von Effektstärken
2.4.3.4.4 Varianzzerlegung im Modell heterogener Effekte
2.4.3.4.5 Moderatorsuche
2.4.3.5 Präsentation der Ergebnisse
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN
3.1 Allgemeine Wirksamkeit der Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter
3.2 Untersuchung des Einflusses verschiedener Moderatoren auf den Behandlungseffekt
3.2.1 Therapieklasse
3.2.2 Einbezuges der Familie
3.2.3 Therapiemodalität
3.2.4 Schweregrad der Störung
3.2.5 Behandelter Problemtyp
3.2.6 Geschlecht der Behandelten
3.2.7 Alter der Behandelten
3.2.8 Erfahrung des Therapeuten
3.2.9 Therapieintegrität
4. METHODEN
4.1 Ablauf der Analyse
4.1.1 Problemformulierung
4.1.2 Sammlung der Primärstudien
4.1.3 Bewertung der Primärstudien
4.1.3.1 Studienbewertung
4.1.3.2 Studienkodierung
4.1.4 Analyse und Interpretation der Primärstudien
4.2 Vorstellung der Stichprobe
4.2.1 Studienmerkmale
4.2.2 Merkmale der Teilnehmer
4.2.3 Merkmale des Studiendesigns
4.2.4 Merkmale der Behandlung
4.2.5 Informationen zur Ergebnismessung
5. ERGEBNISSE
5.1 Allgemeine Wirksamkeit der Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter
5.2 Moderatoren des Psychotherapieeffektes
5.2.1 Therapieklasse
5.2.2 Einbezug der Familie
5.2.3 Therapiemodalität
5.2.4 Schweregrad der Störung
5.2.5 Behandelter Problemtyp
5.2.6. Geschlecht der Behandelten
5.2.7. Alter der Behandelten
5.2.8. Erfahrung des Therapeuten
5.2.9. Therapieintegrität
5.3 Post-hoc-Qualitätsanalyse der vorliegenden Daten
5.4 Regressionsanalyse reduzierter Daten
6. DISKUSSION
6.1 Allgemeine Wirksamkeit von Psychotherapie
6.2 Moderatoren des Therapieeffektes
6.2.1 Therapiemerkmale
6.2.2 Klientenmerkmale
6.2.3 Therapeutenmerkmale
6.3 Methodenkritische Bemerkungen
6.4 Ausblick
7. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit hat zum Ziel, die Wirksamkeit von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter durch eine Metaanalyse aktueller Studien (2007-2009) unter Einbeziehung vorangegangener Daten zu bestätigen und differenzierte Moderatoreffekte, insbesondere hinsichtlich der Professionalität der Therapeuten, zu untersuchen.
2.2.1 Gütekriterien psychotherapeutischer Evaluationsforschung
Psychotherapiestudien sind in ihrer Qualität umso höher zu bewerten, desto mehr Standards durch die American Psychological Association definiert für die Bewertung von Interventionsstudien als erfüllt angesehen werden können. Die APA-Standards – auch als „Goldstandard“ (Zurhorst, 2003) der Forschung beschrieben – lassen sich wie folgt zusammenfassen (vgl. Hibbs, 2001):
1. Es erfolgt eine randomisierte Zuordnung der untersuchten Kinder/Jugendlichen in unterschiedliche Gruppen.
2. Es liegen mindestens zwei Gruppen vor, entweder eine Kontrollgruppe (z.B. Wartegruppe, Placebogruppe, Nicht-Behandlungsgruppe), oder es werden zwei unterschiedliche Behandlungsmodalitäten für zwei Gruppen von Kindern/Jugendlichen mit der gleichen Störung beschrieben.
3. Die Anzahl der Versuchspersonen ist ausreichend hoch, d.h. Behandlungs- und Kontrollgruppe weisen eine ausreichend statistische Power auf, in der Regel n ≥ 30 Versuchspersonen pro Behandlungsbedingung. Die Charakteristika der Stichprobe (z.B. Prozedur der Rekrutierung, Art der Stichprobe) sind präzise beschrieben.
4. Hinsichtlich der Diagnostik und Verlaufsdiagnostik werden reliable Messinstrumente für die diagnostische Einschätzung und das Behandlungsergebnis verwendet.
5. Eingangs- und Ergebnismessung erfolgen durch von der Studie Unabhängige (blind rater).
6. Die Interventionstechniken sind gut beschrieben und liegen in Form von Behandlungsmanualen vor.
7. Die Kompetenz der durchführenden Therapeuten ist präzise beschrieben.
8. Die Studie ist prospektiv, und es liegt eine Katamneseuntersuchung vor.
9. Die durchgeführten statistischen Operationen sind präzise beschrieben und weisen einen hohen Grad an Transparenz auf.
10. Dropout-Raten und deren statistische Behandlung werden genau beschrieben und finden eine weitere Beachtung in der Interpretation gefundener Ergebnisse.
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung stellt das Ziel der Arbeit vor, die Wirksamkeit von Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter mittels Metaanalyse zu belegen und paradoxe Effekte bezüglich der Qualifikation von Therapeuten zu untersuchen.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Dieses Kapitel erläutert die Definition von Psychotherapie, aktuelle Ansätze der Psychotherapieforschung und die spezifischen Herausforderungen im Kindes- und Jugendalter sowie die methodischen Grundlagen von Metaanalysen.
3. FRAGESTELLUNGEN UND HYPOTHESEN: Hier werden die Forschungsfragen und die daraus abgeleiteten Hypothesen zur Wirksamkeit der Psychotherapie und zu verschiedenen Moderatoren, wie z.B. Therapieklasse und Therapeutenmerkmale, detailliert aufgeführt.
4. METHODEN: Dieses Kapitel beschreibt den metaanalytischen Ablauf, die Kriterien zur Auswahl der Primärstudien, das Kodierungsschema und die methodischen Schritte der statistischen Auswertung.
5. ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Analysen präsentiert, darunter die allgemeine Wirksamkeit sowie die Einflüsse der untersuchten Moderatoren auf den Behandlungseffekt.
6. DISKUSSION: Die wichtigsten Ergebnisse werden zusammengefasst, kritisch hinterfragt und in den Gesamtkontext der bisherigen Psychotherapieforschung eingeordnet.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Ein kurzer Rückblick auf die Zielsetzung, die methodische Vorgehensweise und die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.
Psychotherapie, Kindesalter, Jugendalter, Metaanalyse, Wirksamkeit, Psychotherapieforschung, Effektstärke, Moderatoren, Therapieintegrität, Supervision, Behandlungsmanual, kognitive Verhaltenstherapie, Klinische Psychologie, evidenzbasierte Praxis, Behandlungseffekt.
Die Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen mittels einer Metaanalyse von Studien aus dem Zeitraum 1993 bis 2009 und analysiert verschiedene Einflussfaktoren (Moderatoren) auf den Behandlungserfolg.
Zentrale Themen sind die allgemeine Wirksamkeit, die methodischen Standards der Psychotherapieforschung, die Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen sowie die Rolle von Therapeutenmerkmalen und methodischen Aspekten der Therapie.
Das Ziel ist es, die Wirksamkeit von Psychotherapie zu bestätigen und insbesondere zu erklären, warum in einigen Studien weniger erfahrene Therapeuten oder Studenten paradoxerweise hohe Behandlungseffekte erzielten.
Die Autorin nutzt ein metaanalytisches Design, um Ergebnisse aus 138 Behandlungs-Kontrollgruppen-Vergleichen quantitativ zu aggregieren und durch verschiedene statistische Analysen (u.a. Varianz- und Regressionsanalysen) Moderatoreffekte zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Hypothesenbildung, eine detaillierte methodische Beschreibung der Datenaggregation sowie die ausführliche Darstellung und Diskussion der erzielten statistischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Psychotherapieforschung, Metaanalyse, Wirksamkeit, Kindes- und Jugendalter, Therapieintegrität und Effektstärkenberechnung charakterisieren.
Die Analyse zeigt, dass Studenten und Paraprofessionelle in bestimmten Studiendesigns statistisch bedeutsame Behandlungseffekte erzielten, die teils über denen professioneller Therapeuten lagen, was im Diskussionsteil unter anderem auf die Manualisierung und Supervision zurückgeführt wird.
Der Einbezug der Familie in die Psychotherapie erweist sich als ein signifikanter positiver Einflussfaktor, der die Behandlungserfolge im Kindes- und Jugendalter deutlich verbessern kann.
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