Masterarbeit, 2021
87 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Theoretische Fundierung
2.1 Geschlechterkonstruktionen
2.1.1 Gender Studies – Entwicklung sozialkonstruktivistischer Ansätze
2.1.2 Dekonstruktivistische Ansätze und Queerstudies
2.1.3 Geschlechterdifferenzen und Geschlechterdifferenzierung
2.1.4 Geschlechterstereotype
2.2 Produktion und Reproduktion von Geschlechterdifferenzen und -stereotypen
2.2.1 Familie und soziales Umfeld
2.2.2 Die Institution Schule
2.2.3 Konsumgüter, Medien und Sprache
3. Lesesozialisation
3.1 Kinderliteratur für Jungen und Mädchen
3.2 Identifikation mit literarischen Figuren
3.3 Pinkifizierung und Archaisierung in Lesereihen für Mädchen und Jungen
4. Methodische Vorgehensweise
4.1 Buchauswahl
4.2 Untersuchungsaufbau
5. Ergebnisdarstellung
5.1 Repräsentation weiblicher und männlicher Figuren
5.2 Darstellung weiblicher und männlicher Figuren
5.2.1 Erwachsene Charaktere und Berufsverteilung
5.2.2 Kindliche Figuren und Interessensgebiete
5.2.3 Sprache und Emotionen
5.2.4 Familiäre Strukturen und soziale Beziehungen
5.2.5 Explizites Benennen der Genderthematik
6. Interpretation
6.1 Repräsentation und Darstellung weiblicher und männlicher Figuren
6.2 Sozialbeziehungen und prägende Einflüsse
6.3 Geschlechterstereotype und Reaktionen auf nicht geschlechtsstereotypes Verhalten
7. Zusammenfassung
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, inwiefern Geschlechterasymmetrien und stereotype Rollenbilder in aktueller, für den Deutschen Literaturpreis nominierter Kinderliteratur vorhanden sind und reproduziert werden, um Kinder für bestehende Geschlechterstrukturen zu sensibilisieren.
1. Einleitung
Trotz fortschreitender Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen in den Bereichen Recht und Bildung, bleibt geschlechtsbedingte Chancenungleichheit in verschiedenen Formen und Intensitätsgraden in Bezug auf Einkommen, Verteilung der Hausarbeit und berufliche Segregation weiterhin nahezu unverändert bestehen (Heintz, 2020, S. 239). Basis hierfür bietet geschlechtliche Differenzierung, die einen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen respektive Frauen und Männern herstellt. Kinder wachsen in einer Welt auf, die in blau und rosa unterteilt wird. Schon im Säuglingsalter scheint die Frage „Junge oder Mädchen?“ größte Relevanz zu haben, in der Interaktion mit Unbekannten häufig direkt zu Beginn abgefragt wird. Die Auswahl von Kleidung, Spielzeugen, Einrichtungsgegenständen für das Kinderzimmer, Pflegeprodukten, potenziellen Spielgefährten und sogar Nahrungsmitteln ist absurd eng an die Antwort auf diese Frage gekoppelt.
Das Wissen um zugeschriebener Geschlechtszugehörigkeit und den damit verbundenen Rollen und Verhaltensweisen wird so schon in der frühen Kindheit erworben und prägt die Heranwachsenden ein Leben lang. Durch soziale Umweltfaktoren, Interaktionen und Institutionen werden geschlechtsbezogene Stereotype erzeugt, verstärkt und verinnerlicht. Daraus ergeben sich verschiedenstarke Einschränkungen in der Entwicklung des Selbstbildes, der Gedanken- und Gefühlswelt sowie der Handlungsmöglichkeiten für das Individuum (Elsen, 2020, S. 103). Weil immer noch unterschiedliche Lebenschancen für Frauen, Männer und queere Menschen bestehen und diese sich aus der Differenzierung von Männlichkeit und Weiblichkeit ableiten lassen, ist es wichtig, Kinder für bestehende Strukturen zu sensibilisieren. Konstruktionsprozesse müssen hierfür sichtbar und diskutierbar gemacht und alternative Vorstellungen bezüglich geschlechtlicher Identität geschaffen werden.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Hartnäckigkeit geschlechtsbedingter Ungleichheiten in der Gesellschaft und begründet die Notwendigkeit, Kinder durch die Auseinandersetzung mit Literatur für bestehende Strukturen zu sensibilisieren.
2. Theoretische Fundierung: Das Kapitel umreißt die theoretischen Grundlagen der Geschlechtertheorien, erklärt Entstehung und Reproduktion von Geschlechterkonstruktionen und benennt Bereiche, in denen Differenzen und Stereotype aufrechterhalten werden.
3. Lesesozialisation: Hier wird die Rolle von Literatur als Modell für Lebenswirklichkeiten analysiert und untersucht, wie mediale Identifikationsfiguren die Ausbildung eigener Geschlechtsidentitäten prägen können.
4. Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel begründet die Auswahl des Textkorpus, bestehend aus für den Deutschen Literaturpreis nominierten Kinderbüchern der Jahre 2020 und 2021, und beschreibt den Aufbau der Analyse.
5. Ergebnisdarstellung: Die Ergebnisse der Analyse bezüglich der quantitativen und qualitativen Unterschiede in der Repräsentation und Darstellung von weiblichen und männlichen Figuren werden hier detailliert präsentiert.
6. Interpretation: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse aus der Ergebnisdarstellung vertiefend eingeordnet und in den Gesamtzusammenhang der theoretischen Fundierung interpretiert.
7. Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der vorangegangenen Analyse und Interpretation prägnant zusammen.
8. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die untersuchten Bücher zwar teils Stereotype reflektieren, aber durch die Vielfalt an Figuren und Beziehungen Ansätze zu einer Sensibilisierung für Geschlechterkonstruktionen bieten.
Geschlechterkonstruktion, Kinderliteratur, Stereotype, Sozialisation, Identifikation, Geschlechterdifferenz, Rollenbilder, Gender Studies, Literarische Analyse, Geschlechtsidentität, Gleichberechtigung, Repräsentation, Kindheit, Medienwirkungsforschung, Diskursanalyse
Die Masterarbeit befasst sich mit der Untersuchung von Geschlechterkonstruktionen und der Darstellung von Rollenbildern in aktueller, preisgekrönter Kinderliteratur.
Zentral sind die theoretische Fundierung geschlechtsspezifischer Konstruktion, die Lesesozialisation von Kindern sowie die Analyse realer literarischer Texte hinsichtlich ihrer Repräsentation von Männlichkeit und Weiblichkeit.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie aktuelle Kinderromane mit dem Thema Geschlecht umgehen und ob sie zur Reproduktion oder zur Dekonstruktion von Geschlechterstereotypen beitragen.
Es wird eine inhaltsanalytische Vorgehensweise gewählt, bei der die Kinderbücher auf Grundlage einer theoretisch fundierten Analysetabelle hinsichtlich geschlechtsspezifischer Unterschiede, Rollenbilder und expliziter Thematisierung untersucht werden.
Der Hauptteil umfasst neben dem theoretischen Rahmen die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnisdarstellung der Buchanalyse sowie eine anschließende Interpretation der Ergebnisse.
Wichtige Begriffe sind Geschlechterkonstruktion, Kinderliteratur, Stereotype, Geschlechtsidentität, Rollenbilder und Sozialisation.
Die kindlichen Hauptfiguren zeichnen sich oft durch Vielschichtigkeit aus, wobei sie zwar als tendenziell selbstständig und handlungsfähig dargestellt werden, jedoch auch Phasen der Unsicherheit oder Zerrissenheit durchleben, die sie authentisch wirken lassen.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die untersuchten Bücher zwar keineswegs frei von Stereotypen sind, aber durch die Darstellung vielschichtiger Identitäten und sozialer Beziehungen den Lesern neue Perspektiven eröffnen und zur Sensibilisierung für Geschlechterfragen beitragen können.
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