Bachelorarbeit, 2024
38 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Theoretischer Rahmen: Definitionen
2.1 Sharenting
2.2 Soziale Netzwerke
2.3 Influencing
2.4 Community
2.5 Influencer-Marketing
2.6 Monetarisierung
2.7 Affiliate-Marketing
3 Sharenting: Für und Wider
3.1 Auswirkungen auf die Privatsphäre und die Sicherheit
3.2 Psychische Auswirkungen
3.3 Mobbing
3.4 Gesellschaftliche Wirkung
3.5 Sicherheitsrisiken
3.5.1 Pädosexualität
3.5.2 Deepfakes
3.5.3 Digitaler Fußabdruck
3.5.4 Folgen von Sharenting
4 Einflussfaktoren und Motivationen für Sharenting
4.1 Technologische Entwicklungen und deren Rolle in der Entwicklung von Sharenting
4.2 Psychologische Aspekte: Warum teilen Eltern Inhalte über ihre Kinder?
4.3 Weitere Fallbeispiele
4.4 Ethische Aspekte des Sharenting
5 Rechtliche Aspekte und Datenschutz
5.1 Bestehende Gesetze und deren Anwendung auf Sharenting
5.1.1 Urheberrecht
5.1.2 Persönlichkeitsrechte
5.1.3 Recht am eigenen Bild
5.1.4 UN-Kinderrechtskonvention Artikel 32 – Schutz vor wirtschaftlicher Ausbeutung
5.1.5 DSGVO Artikel 17 – Das Recht auf Löschung
5.1.6 Kampagne #DeinKindAuchNicht
5.2 Internationale Unterschiede und rechtliche Grauzonen
5.2.1 Urheberrecht
5.2.2 DSGVO
5.2.3 Rechtliche Grauzone
6 Fazit und Forschungsdesiderate
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Sharentings" im Kontext sozialer Netzwerke, mit einem besonderen Fokus auf die Auswirkungen auf die Privatsphäre, Sicherheit und psychische Entwicklung von Kindern, sowie die Frage nach der rechtlichen Einordnung als Kinderarbeit.
3.5.1 Pädosexualität
Pädosexualität bezeichnet eine Neigung von Erwachsenen, die sich hauptsächlihc zu Kindern hingezogen fühlen, die noch nicht die Pubertät erreicht haben. Es ist bislang unklar, ob dies als psychische Störung oder als eine Form der Sexualität wie Hetero oder Homosexualität einzuordnen ist. Der wesentliche Unterschied besteht hier in dem Machtgefälle, das die sexuelle Autonomie des Kindes gefährdet. (gegen missbrauch e.V., 2024)
Pädokriminalität im Internet, auch als Online-Kindesmissbrauch oder Cyber Grooming bekannt, umfasst verschiedene Formen des Missbrauchs und der Ausbeutung von Kindern durch das Internet. Dies kann durch die Weiterverbreitung intimer Bilder, Deepfake-Pornographie und durch Sharenting geteilte Kinderbilder entstehen. Im Darknet sind einige einschlägige Plattformen und Foren zu finden, in denen sogar harmlos scheinende Kinderfotos verbreitet werden. Diese werden in Folge so bearbeitet, dass die Kleidung (fast) gänzlich verschwindet und in einen sexuellen Kontext eingebettet. (Bundeskriminalamt, 2024)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des Sharentings ein, erläutert die Relevanz durch soziale Medien und Smartphones und definiert die Forschungsfragen der Arbeit.
2 Theoretischer Rahmen: Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe wie Sharenting, soziale Netzwerke, Influencing und Monetarisierungsstrategien wissenschaftlich definiert und erläutert.
3 Sharenting: Für und Wider: Dieses Kapitel analysiert die Chancen und Risiken des Sharentings, inklusive Themen wie psychische Probleme, Mobbing und konkrete Sicherheitsrisiken wie Deepfakes.
4 Einflussfaktoren und Motivationen für Sharenting: Hier wird untersucht, warum Eltern trotz Gefahren Inhalte teilen, wobei technologische, psychologische und ethische Aspekte beleuchtet werden.
5 Rechtliche Aspekte und Datenschutz: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die rechtliche Lage, einschließlich Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte und internationale Datenschutzstandards wie die DSGVO.
6 Fazit und Forschungsdesiderate: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit elterlicher Aufklärung und weist auf den weiteren Forschungsbedarf hin.
Sharenting, Soziale Netzwerke, Privatsphäre, Sicherheit, Kinderarbeit, Influencer-Marketing, Monetarisierung, Pädosexualität, Deepfakes, Datensicherheit, Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte, DSGVO, Medienkompetenz, Kinderschutz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Phänomen des Sharenting, bei dem Eltern Fotos und Videos ihrer Kinder auf sozialen Plattformen teilen, sowie der damit verbundenen Problematik.
Zu den zentralen Themen zählen psychologische Motive der Eltern, Sicherheitsrisiken wie Pädosexualität, der Schutz der Privatsphäre und die rechtliche Einordnung von Kinderbildern im Netz.
Ziel ist es, die Auswirkungen des Teilens von Kinderbildern auf deren Privatleben und Entwicklung zu beleuchten, zu prüfen, ob es sich um Kinderarbeit handelt, und Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoriebasierten Aufarbeitung facheinschlägiger Literatur, wobei aufgrund der Aktualität des Themas vorwiegend Internetquellen herangezogen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, eine Abwägung von Pro und Contra, eine Analyse der Motivationen für Sharenting sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit rechtlichen Aspekten und dem Datenschutz.
Die wichtigsten Schlagworte sind Sharenting, Privatsphäre, Kinderschutz, Soziale Netzwerke, Monetarisierung und Persönlichkeitsrechte.
Es zeigt sich ein Wandel: Während manche Influencer weiterhin den Alltag ihrer Kinder öffentlich machen, ziehen andere wie Sarah Harrison klare Grenzen, um die Identität ihrer Kinder zu schützen.
Die Kampagne von Toyah Diebel zielt darauf ab, durch das Nachstellen von Kinderfotos das Bewusstsein der Eltern für die Gefahren der Preisgabe der Privatsphäre ihrer Kinder zu schärfen.
Das Urheberrecht schützt zwar den Ersteller des Fotos, jedoch kann die Veröffentlichung von Kinderfotos trotz Urheberschaft zu einer Verletzung der Persönlichkeitsrechte des abgebildeten Kindes führen.
Dies ist der Fall, wenn die Veröffentlichung von Inhalten mit Kindern monetarisiert wird und somit unter Ausnutzung der Identität der Kinder ein finanzieller Ertrag erzielt wird.
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