Bachelorarbeit, 2009
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Aggression und häusliche Gewalt – Was bedeutet das?
3. Unterschiedliche Formen von Gewalt
4. Erkrankungen durch häusliche Gewalt
5. Vorgehensweise und Aufbau der empirischen Untersuchung
5.1 Empirische Untersuchung
5.1.2 Auswertung der empirischen Untersuchung
5.1.2 Anzahl der Probanden
5.1.3 Alter der Probanden
5.1.4 Migrationshintergrund
5.1.5 Gewalterfahrungen der Probanden
5.1.6 Erlebte Gewaltform
5.1.7 Über die Gewalt sprechen
5.1.8 Warum das Opfer Gewalt erfahren musste
5.1.9 Professionelle Unterstützung
5.2 Ergebnisse
6. Prävention und Intervention
7. Resümee
Die Arbeit untersucht das Ausmaß und die Dynamik häuslicher Gewalt gegen Frauen durch eine empirische Befragung von 100 Frauen in Köln, um Hilfsbedarfe zu identifizieren und die Wirksamkeit präventiver Ansätze zu reflektieren.
Die physische Gewalt
Die physische Gewalt umfasst eine große Spannbreite von Misshandlungen, die vom einfachen Schubsen bis zum Töten reicht: Ohrfeigen, heftiges Zwicken, Faustschläge, Fußtritte, Bisse, Verbrennungen, verdrehte Arme, Angriffe mit Stich- oder Schusswaffen – nicht zu vergessen die Freiheitsberaubung. Mit flacher Hand auf den Bauch schlagen, an den Haaren ziehen, zu stoßen, den Arm verrenken, sind Tätlichkeiten die keine Spuren hinterlassen. Dieses wissen die Täter sehr genau und üben daher extra diese Gewalttaten aus.
Wenn über einen längeren Zeitraum Frauen Demütigungen ertragen mussten, aber nicht reagieren konnten, kann es sein, dass es nach einem von der Polizei geahndeten körperlichen Übergriff plötzlich „klick“ macht und sie den Ausstieg finden. Meistens hindert jedoch eine Anzeige zunächst an weiteren Gewalttaten, dennoch bleibt die Gewalt präsent - verbal oder in Überfällen auf die Psyche.
Psychische Gewalt kann sich indirekt äußern, indem z.B. das Kind aus der vorherigen Beziehung grob angefasst wird, oder ein Haustier gequält wird. Solch aggressive Verhaltensweisen sollen Angst machen, doch für die Frau ist es psychisch nicht anders, als hätte sie selbst Schläge bekommen. Sie wird nicht geschlagen, spürt aber am eigenen Körper den Schmerz. Dieser reagiert mit Bauch-, Muskel-, oder Kopfschmerzen. So wird ein Zusammenhang mit der seelischen Gewalt deutlich: Der Schlag, den man fürchtet, der aber nicht kommt, hat eine ebenso schädliche (wenn nicht gar schädlichere) Wirkung wie der reale Schlag, der nicht unbedingt dann erfolgt, wenn man ihn erwartet.
1. Einleitung: Die Autorin begründet ihre Wahl des Themas durch persönliche Praxiserfahrungen und stellt die Forschungsfrage zur empirischen Überprüfung der Verbreitung häuslicher Gewalt bei Frauen verschiedener Altersgruppen.
2. Aggression und häusliche Gewalt – Was bedeutet das?: Es erfolgt eine theoretische Abgrenzung der Begriffe Aggression und Gewalt, wobei der Fokus auf der Dynamik in Partnerschaften und der Machtverschiebung liegt.
3. Unterschiedliche Formen von Gewalt: Dieses Kapitel beschreibt das breite Spektrum der Gewalt, von physischen Übergriffen bis hin zu ökonomischer und psychischer Gewalt, illustriert durch Fallbeispiele.
4. Erkrankungen durch häusliche Gewalt: Die körperlichen und psychosomatischen Langzeitfolgen für betroffene Frauen sowie die Beeinträchtigungen von Kindern als Mitbetroffene werden erörtert.
5. Vorgehensweise und Aufbau der empirischen Untersuchung: Hier werden Methodik, Zielsetzung und Struktur der durchgeführten Befragung von 100 Frauen in Köln dargelegt.
5.1 Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt umfasst die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten zu Alter, Gewalterfahrung, Hilfesuchverhalten und den Gründen für das Schweigen der Opfer.
5.2 Ergebnisse: Die zentralen Daten der Umfrage werden zusammengefasst und mit der eingangs erwähnten Literaturhypothese zur Verbreitung von Gewalt gegenübergestellt.
6. Prävention und Intervention: Es werden Unterstützungsangebote für Opfer von Gewalt sowie die notwendigen Kompetenzen von Sozialarbeitern in Interventionsstellen definiert.
7. Resümee: Die Autorin reflektiert ihre Ergebnisse, vergleicht sie kritisch mit der vorhandenen Literatur und leitet berufliche Konsequenzen für ihr zukünftiges Handeln ab.
Häusliche Gewalt, Gewalt gegen Frauen, empirische Untersuchung, Sozialarbeit, Interventionsstelle, physische Gewalt, psychische Gewalt, Migrationshintergrund, Hilfesuchverhalten, Prävention, Opferhilfe, Dunkelziffer, Partnerschaft, Täter, Angst.
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema häuslicher Gewalt gegen Frauen, untersucht deren verschiedene Ausprägungsformen und analysiert das Hilfesuchverhalten sowie die Barrieren der betroffenen Frauen.
Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Gewalt und Aggression, die psychischen und körperlichen Folgen für Opfer, die Bedeutung des sozialen Umfelds sowie präventive Interventionsmöglichkeiten.
Das Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung von 100 Frauen in Köln herauszufinden, in welchem Ausmaß Frauen Gewalt erleben, welche Rolle das Alter und der Migrationshintergrund spielen und warum viele Betroffene keine professionelle Hilfe suchen.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Fragebogens durchgeführt, bei der 100 erwachsene Frauen in der Kölner Innenstadt befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturrecherche zu Gewaltformen und deren Folgen sowie eine detaillierte grafische Auswertung der Befragungsdaten zu Gewalterfahrungen und Hilfeansprüchen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Häusliche Gewalt, Interventionsstelle, Migrationshintergrund, Opferhilfe, Gewaltprävention und soziale Arbeit.
Die Autorin differenziert zwischen Schlägen, Haare ziehen, Würgen, Vergewaltigung, psychischer Gewalt und sonstigen Formen, um deren Häufigkeit und Verteilung auf verschiedene Altersgruppen sichtbar zu machen.
Die Untersuchung zeigt, dass über 50 % der Befragten aus Angst vor negativen Konsequenzen und der Überzeugung, dass sich an der Situation ohnehin nichts ändern wird, schweigen.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass ein signifikanter Teil der befragten Gewaltopfer einen Migrationshintergrund aufweist, wobei besonders Frauen zwischen 26 und 45 Jahren betroffen sind.
Die Autorin unterstreicht die hohe Bedeutung professioneller Intervention und Beratung und leitet aus ihrer Praxiserfahrung sowie der Untersuchung ab, dass eine effektive Unterstützung Opfer befähigen muss, ihr Leben dauerhaft gewaltfrei zu gestalten.
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