Masterarbeit, 2010
53 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Gegenstand der Untersuchung
1.2 Abgrenzung und Anwendungsbereich
2. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss
2.1 Bedeutungswandel durch das BilMoG
2.2 Ansatz aktiver latenter Steuern
2.2.1 Konzeptionelle Grundlagen
2.2.1.1 Außerbilanzielle Hinzurechnungen und Abzüge
2.2.1.2 Ertragsteuerliche Organschaft
2.2.2 Typische Sachverhalte für die Entstehung aktiver latenter Steuern
2.2.2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede auf der Aktivseite
2.2.2.2 Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede auf der Passivseite
2.2.2.3 Steuerliche Verlustvorträge
2.3 Bewertung und Ausweis aktiver latenter Steuern
2.3.1 Konzeptionelle Grundlagen
2.3.2 Bewertungsfragen
2.3.3 Aktivierungs- und Saldierungswahlrecht
2.3.4 Ausschüttungssperre
2.3.5 Anhangangabepflichten
2.4 Erstanwendungszeitpunkt und Übergangsregelungen
2.5 Anwendungsbeispiel zur Abgrenzung latenter Steuern
3. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss
3.1 Konzeptionelle Grundlagen
3.2 Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen
3.3 Abweichende Steuerabgrenzung nach IFRS
4. Prüfungsvorgehen im Prüffeld „Aktive latente Steuern“
4.1 Konzeptionelle Grundlagen
4.2 Prüfungsplanung
4.2.1 Prüfungsstrategieentwicklung
4.2.2 Informationsbeschaffung und vorläufige Risikoeinschätzung
4.2.2.1 Inhärente Risiken auf Unternehmensebene
4.2.2.2 Inhärente Risiken auf Prüffeldebene
4.2.2.3 Vorbereitende Prüfungshandlungen
4.2.3 Vorläufige Festlegung von Wesentlichkeitsgrenzen und Beurteilung der Fehlerrisiken
4.2.4 Aufbauprüfung des IKS – Kontrollrisiko
4.2.5 Festlegung von Prüfungsprogramm und Prüfungsstrategie
4.3 Prüfungsdurchführung
4.3.1 Checkliste für das Prüffeld „Aktive latenten Steuern“
4.3.2 Funktionsprüfung des IKS
4.3.3 Durchführung aussagebezogener Prüfungshandlungen
4.3.3.1 Prüfungshandlungen bezüglich des Ansatzes aktiver latenter Steuern
4.3.3.2 Prüfungshandlungen bezüglich der Bewertung und des Ausweises aktiver latenter Steuern
4.3.3.3 Prüfungshandlungen bezüglich der Übergangsregelungen
4.3.3.4 Prüfungshandlungen bezüglich aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss
4.3.3.5 Abschließende Prüfungshandlungen
4.3.4 Dokumentation und Berichtserstattung
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern nach Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Das Ziel ist es, die neuen HGB-Vorschriften zu durchleuchten, bilanzpolitische Spielräume zu analysieren und ein strukturiertes Vorgehen für die Jahresabschlussprüfung unter Anwendung eines risikoorientierten Ansatzes darzustellen.
2.2.1.2 Ertragsteuerliche Organschaft
Nach § 14 Absatz 1 Satz 1 KStG und § 2 Absatz 2 Satz 2 GewStG wird bei Vorliegen einer Organschaft das steuerliche Ergebnis der Organgesellschaft dem Organträger als Steuersubjekt und somit Steuerschuldner zugerechnet. Die herrschende Literatur vertritt überwiegend die Meinung, dass eine Bilanzierung latenter Steuern auf Ebene der Organgesellschaft ausscheidet, da diese während des Bestehens der Organschaft selbst nicht mit Ertragssteuern belastet ist (Ausnahme: Ausgleichszahlungen im Sinne des § 16 KStG) und sich in dieser Zeit kein steuerlicher Effekt aus der Umkehrung von temporären Differenzen ergeben kann. Die formale Betrachtungsweise verlangt also eine ausschließliche Bilanzierung von latenten Steuern bei dem Organträger. Daneben wird, insbesondere bei gleichzeitigem Bestehen von Steuerumlagevereinbarungen, unter der wirtschaftlichen Betrachtungsweise teilweise auch der Ansatz latenter Steuern auf Ebene der Organgesellschaft anerkannt.
Unter Berücksichtigung der formalen Betrachtungsweise sind im Jahr des Entstehens der Organschaft, die bei der Organgesellschaft bestehenden Steuerlatenzen ergebniswirksam aufzulösen und bei dem Organträger zu bilanzieren. Vororganschaftliche Verlustvorträge der Organgesellschaft gemäß § 15 Satz 1 Nr. 1 KStG sind nicht zu verrechnen, sondern „einzufrieren“. Demnach erfasst der Organträger bei der Ermittlung latenter Steuern nur seine eigenen Verlustvorträge.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert die steigende Relevanz latenter Steuern als Schnittstelle zwischen Steuerrecht und Rechnungslegung durch das BilMoG.
2. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Einzelabschluss: Hier werden die konzeptionellen Grundlagen des Temporary-Konzepts, die Ansatzkriterien, Bewertungsfragen sowie die spezifische Behandlung von Verlustvorträgen und Organschaften erläutert.
3. Bilanzierung aktiver latenter Steuern im Konzernabschluss: Dieses Kapitel behandelt die Besonderheiten bei der Konsolidierung und stellt die HGB-Regelungen dem internationalen IAS 12 Standard gegenüber.
4. Prüfungsvorgehen im Prüffeld „Aktive latente Steuern“: Das Kapitel beschreibt detailliert den risikoorientierten Prüfungsansatz, die Prüfungsplanung sowie die konkrete Durchführung mittels Checklisten für Aufbau- und Funktionsprüfungen des IKS.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Würdigung der Herausforderungen durch das BilMoG und der Kritik an der zunehmenden Komplexität der Steuerabgrenzung.
Bilanzierung, Prüfung, aktive latente Steuern, BilMoG, HGB, Temporary-Konzept, Steuerabgrenzung, Verlustvorträge, Konzernabschluss, Jahresabschlussprüfung, IKS, Ausschüttungssperre, Steuerlatenz, Organschaft, Bilanzpolitik.
Die Arbeit analysiert die Bilanzierung und Prüfung aktiver latenter Steuern unter den geänderten Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und stellt ein Konzept für die Jahresabschlussprüfung vor.
Die zentralen Themen sind der Übergang zum Temporary-Konzept, die Bilanzierung latenter Steuern in Einzel- und Konzernabschlüssen sowie die methodische Prüfung dieser Posten im Rahmen einer risikoorientierten Abschlussprüfung.
Ziel ist es, den Bilanzposten „Aktive latente Steuern“ als Beratungs- und Prüfungsfeld zu strukturieren, die Auswirkungen der Gesetzesänderungen kritisch zu würdigen und Prüfungshandlungen für die Praxis abzuleiten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der geltenden HGB-Vorschriften, einer kritischen Auswertung der Fachliteratur sowie einer strukturierten Darstellung der Prüfungsvorgehensweisen nach dem risikoorientierten Prüfungsansatz.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bilanzierung (Einzelabschluss und Konzernabschluss) sowie das Prüfungsvorgehen (Planung, Aufbau- und Funktionsprüfung des IKS, aussagebezogene Prüfungshandlungen).
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe BilMoG, latente Steuern, HGB, Temporary-Konzept, Jahresabschlussprüfung und Steuerabgrenzung geprägt.
Die Arbeit erläutert die gesetzliche Verankerung der Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge unter Berücksichtigung eines fünfjährigen Planungshorizonts und betont die Komplexität sowie die notwendige steuerliche Planungsrechnung.
Das IKS wird als wesentlicher Bestandteil des risikoorientierten Prüfungsansatzes dargestellt; die Arbeit liefert hierfür konkrete Checklisten zur Aufbau- und Funktionsprüfung.
Durch das Aktivierungswahlrecht und die komplexen Bewertungsmethoden entsteht ein Spielraum, der es Unternehmen ermöglicht, durch Bilanzierung latenter Steuern das Eigenkapital oder das Jahresergebnis aktiv zu beeinflussen.
Die Arbeit erklärt, dass nach formaler Betrachtungsweise die Bilanzierung latenter Steuern primär beim Organträger erfolgt, während die Organgesellschaft selbst während des Bestehens der Organschaft in der Regel keine eigenen Latenzen ausweist.
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