Wissenschaftliche Studie, 2009
16 Seiten
1. Einleitung
2. Das Dionysische und Apollinische sowie der Rausch.
3. Der Übermensch: des Menschen Ziel.
4. Askese und asketische Ideale: die Krankheit des Menschen.
5. Leib und Wissen: Wissen vor dem Wissen.
6. Natur und Kultur: das Leben.
7. Der Wille zu Macht: der Wille des Übermenschen zum Leben.
8. Die ewige Wiederkehr des Gleichen: zurück zum Anfang.
9. Schluss
Diese Abhandlung verfolgt das Ziel, die grundlegenden Konzepte der Philosophie von Friedrich Nietzsche einer breiteren Leserschaft zugänglich zu machen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sich Nietzsches Kernbegriffe – wie der Übermensch, der Wille zur Macht und das Apollinisch-Dionysische – in ein konsistentes philosophisches System einordnen lassen und wie sie das Verständnis von Kultur, Leiblichkeit und Moral des Menschen prägen.
2. Das Dionysische und Apollinische sowie der Rausch.
Der Rausch ist das, was der Künstler, was das Genie braucht um sich ausdrücken, ausleben zu können. Erst der Rausch ermöglicht ästhetisches Tun und Kunst. Laut Nietzsche ist der Rausch der Geschlechtserregung der älteste; am stärksten ist der Rausch bei Affekten sowie einem starken Willen. Der Rausch ist ein Gefühl der Kraftsteigerung, der Fülle. Nietzsche unterscheidet nun aber zwischen zwei Arten von Rausch: a) Der Apollinische Rausch kommt vom Gott Apoll. Er spricht das Auge an, gibt Visionen, ist der Rausch der Maler und Schreiber. b) Der Dionysische Rausch erregt das Affekt-System, ist der Rausch des Darstellens, Nachstellens, Verwandelns. Dazugehörig sind Musik und Tanz. Ein Gegenstück zu den Rausch-Affektierten ist dagegen zum Beispiel der Architekt: Er ist keins von beidem sondern ein gewaltiger Willensakt; der Wille zur Macht, der Sieg über die Schwere, der keine Bestätigung mehr braucht sondern schon ist. Das Begriffspaar des Apollinisch-Dionysischen hat Nietzsche von Schelling.
In der Kunst ist der Apollinische das Bild, der Dionysische die Musik, welche durch den Willen vereint werden. Das Ergebnis ist ein Traum, ein schöner Schein, der in seiner höchsten Form nicht als solcher erkennbar ist. Nur der Philosoph sieht die wahre Wirklichkeit hinter dem Schein. Für Apollo ist der Traum notwendig und wahrsagend. Dionysus dagegen ist ein Grausen; erfährt man dabei Entzückung, so ist man im Rausch. Dies ist das glühende Leben, welche die Entfremdung zwischen Mensch und Natur beendet, wenn alle eins werden und singen und tanzen.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt Nietzsche als Philosophen vor und skizziert die zentralen Begriffe, die im weiteren Verlauf der Abhandlung detailliert erläutert werden.
2. Das Dionysische und Apollinische sowie der Rausch.: Das Kapitel erläutert die dualistische Theorie Nietzsches, in der der rauschhafte, dionysische Trieb und die bildhafte, apollinische Ordnung die Basis für Kunst und Kultur bilden.
3. Der Übermensch: des Menschen Ziel.: Hier wird der Übermensch als das Ziel der menschlichen Selbstüberwindung definiert und gegen den modernen, angepassten letzten Menschen abgegrenzt.
4. Askese und asketische Ideale: die Krankheit des Menschen.: Dieses Kapitel analysiert Nietzsches Kritik an asketischen Idealen, die er als Ausdruck einer degenerierten Lebensführung und als Werkzeug zur Unterdrückung der menschlichen Vitalität betrachtet.
5. Leib und Wissen: Wissen vor dem Wissen.: Der Autor beschreibt Nietzsches Auffassung, dass der Leib die eigentliche Instanz des Wissens darstellt und der Geist lediglich als sein Werkzeug fungiert.
6. Natur und Kultur: das Leben.: Das Verhältnis von Natur und Kultur wird als Spannungsfeld behandelt, in dem Bildung und echtes Leben durch individuelle Anstrengung erst erarbeitet werden müssen.
7. Der Wille zu Macht: der Wille des Übermenschen zum Leben.: Dieses Kapitel widmet sich dem Willen zur Macht als grundlegendem Selbsterhaltungstrieb und Motor für die Höherentwicklung des Menschen.
8. Die ewige Wiederkehr des Gleichen: zurück zum Anfang.: Hier wird das mystisch anmutende Konzept der ewigen Wiederkehr vorgestellt, das als Maßstab für die eigene Lebensführung dienen soll.
9. Schluss: Zusammenfassung der behandelten philosophischen Begriffe und Reflexion über die historische Rezeption von Nietzsches Ideen.
Friedrich Nietzsche, Übermensch, Wille zur Macht, Apollinisch, Dionysisch, Askese, Philosophie, Leib, ewige Wiederkehr, Kultur, Nihilismus, Erkenntnistheorie, Lebensphilosophie, Selbstüberwindung, letzte Mensch.
Die Arbeit bietet eine strukturierte Einführung in die zentralen Begrifflichkeiten und philosophischen Kernkonzepte des deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche.
Zu den Schwerpunkten zählen die Dichotomie zwischen dem Apollinischen und Dionysischen, das Konzept des Übermenschen, die Kritik an der Moral und asketischen Idealen sowie die Bedeutung von Leiblichkeit.
Das Ziel ist es, dem Leser ein grundlegendes Verständnis für Nietzsches komplexes Denken zu vermitteln, um dessen Werke und die wissenschaftliche Rezeption besser einordnen zu können.
Es handelt sich um eine philosophische Abhandlung, die primär auf der exegetischen Auslegung von Nietzsches Originalschriften und deren Kontextualisierung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die jeweils spezifische Konzepte wie den Übermenschen, den Leib als Erkenntnisinstanz und den Willen zur Macht isoliert und in ihrer Bedeutung erklären.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Übermensch, Wille zur Macht, Apollinisch-Dionysisch, Askese und ewige Wiederkehr charakterisieren.
Der letzte Mensch repräsentiert für Nietzsche das moderne Ideal der Anpassung und Bequemlichkeit, welches jegliche Selbstüberwindung und wahre schöpferische Kraft vermissen lässt.
Anhand von Volker Caysa wird der Leib als 'leibend' und grundlegend für das Ich beschrieben, während der Körper als objektivierbare, verfügbare Arbeitsmaschine fungiert.
Die Arbeit weist darauf hin, dass die Nationalsozialisten Begriffe wie den "Übermenschen" aus ihrem Kontext rissen, um sie ideologisch für Rassenideologien zu instrumentalisieren, obwohl Nietzsche nationalistische und antisemitische Strömungen explizit ablehnte.
Die ewige Wiederkehr dient bei Nietzsche als existenzielle Prüfung: Sie fordert den Einzelnen auf, sein Leben so zu gestalten, dass er den Gedanken, es ewig identisch zu wiederholen, mit Freude statt mit Angst begegnen kann.
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