Diplomarbeit, 2008
67 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretische Basis
2.1 Arbeitsleistung
2.1.1 Definitionen der Arbeitsleistung
2.1.2 Voraussetzungen der Arbeitsleistung
2.1.3 Implikationen für die weitere Arbeit
2.2 Arbeitszufriedenheit
2.2.1 Definitionsversuche der Arbeitszufriedenheit
2.2.1.1 Inhaltsorientierte Arbeitszufriedenheitskonzepte
2.2.1.1.1 Bedürfnispyramide nach Maslow
2.2.1.1.2 Das 2-Faktoren Modell nach Herzberger
2.2.2.1 Prozessorientierte Konzepte der Arbeitszufriedenheit
2.2.2.1.1 Die VIE Theorie nach Vroom
2.2.2.1.2 Das dynamische Arbeitszufriedenheits Konzept nach Bruggemann et al.
2.2.2 Messbarkeit der Arbeitszufriedenheit
2.2.2.1 Job Describtive Index (JDI) von Smith, Kendall und Hulin
2.2.2.2 Arbeitsbeschreibungsbogen (ABB) von Neuberger
2.3 Implikationen für die weitere Arbeit
3. Die Korrelation von Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit
3.1 Primärstudien
3.1.1 Die Hawthorne Studien
3.1.2 Die Studien von Brayfield & Crockett
3.2 Meta-Analysen
3.2.1 Die Studien von Vroom
3.2.2 Die Studien von Six & Eckes
3.2.3 Die Studien von Judge et al.
3.2.4 Die Studien von Harter et al.
3.3 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Zwischenergebnis
4. Kritische Betrachtung der Forschung
4.1 Aufstellung und Erläuterung von Thesen zum Stand der Forschung
4.1.1 These 1: Die Arbeitssituation ist dynamisch - die Forschung nicht
4.1.2 These 2: Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung sind in der Forschung nicht ausreichend abgegrenzt
4.1.3 These 3: Ohne das Bezugssystem der Untersuchung ist die errechnete Korrelation haltlos
4.1.4 These 4: Arbeitszufriedenheit ist als Begriff und Konstrukt zu subjektiv und zu umfassend, um mit dem bisherigen Wissen der Zusammenhänge gemessen werden zu können
4.1.5 These 5: Die Forschung forscht für die Praxis und entfernt sich doch von ihr
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Ausblick und Empfehlungen für Forschung und Praxis
Die vorliegende Diplomarbeit verfolgt das Ziel, den aktuellen Forschungsstand zum Zusammenhang zwischen Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit kritisch aus inhaltlicher und methodischer Perspektive zu hinterfragen, um die Validität der klassischen Hypothese des „glücklichen und produktiven Arbeiters“ zu überprüfen.
2.1.1 Definitionen der Arbeitsleistung
Arbeitsleistung allgemeingültig zu erfassen, ist beliebig schwierig. So schreibt dann auch Dreitzel (1974, S.31, zitiert aus Faßauer, 2008, S.83) „Der Begriff der Leistung ist mit so vielen Äquivokationen behaftet, dass sich seine wissenschaftliche Verwendung fast verbietet.“. In der Physik bspw. wird Leistung als Arbeit je Zeiteinheit definiert. Je größer also die Arbeit pro Zeiteinheit, desto größer auch die Leistung. Aus ökonomischer Sicht beschreibt Arbeitsleistung das Ergebnis einer zielgerichteten Anstrengung pro Zeiteinheit bei einer bestimmten Qualität (vgl. Brandes 1995). Vereinfacht ausgedrückt bedeutet Arbeitsleistung also die Höhe des erzielten Outputs je Zeiteinheit, wobei der Output zielgerichtet sein und einer definierten Qualität entsprechen muss. Gerade die Zielrichtung ist ein wichtiger und keinesfalls zu vernachlässigender Aspekt, den Schlie (1988, S.66, zitiert nach Faßauer, 2008, S.86) pointiert aufnimmt, indem er feststellt, dass man „das Einschlafen über dem Schreibtisch wohl kaum als Leistung interpretieren würde“.
Schanz wiederrum beschreibt in Anlehnung an Lawler Leistung als mathematische Funktion
Leistung = f (Fähigkeit x Motivation)
(vgl. Schanz 1977, S. 212f.), wobei sich hier durch die Normierung von Fähigkeit und Motivation als Variablen in einem Bereich zwischen 0 und 1 nur ein relativer Leistungswert ermitteln lässt, der das individuelle Leistungsvermögen zum gegebenen Zeitpunkt abbildet. Diese Formel wird in dieser Arbeit als wichtiger Aspekt für die Verbindung von Arbeitsleistung, Motivation und Arbeitszufriedenheit angesehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Forschung zum Zusammenhang von Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit ein und erläutert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Theoretische Basis: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit, stellt verschiedene theoretische Modelle zur Motivation und Zufriedenheit vor und erörtert deren Messbarkeit durch gängige Fragebogeninstrumente.
3. Die Korrelation von Arbeitsleistung und Arbeitszufriedenheit: Hier werden ausgewählte Primärstudien und Meta-Analysen analysiert, um den empirischen Forschungsstand zur Korrelation der beiden Variablen kritisch zu beleuchten.
4. Kritische Betrachtung der Forschung: Auf Basis von fünf definierten Thesen setzt sich der Autor kritisch mit den bestehenden Forschungsergebnissen auseinander und ergänzt die theoretische Analyse durch eine Kurzerhebung in der Praxis.
5. Ausblick und Empfehlungen für Forschung und Praxis: Der abschließende Teil leitet aus der vorangegangenen Kritik Implikationen ab und gibt Empfehlungen, wie die Forschung in Zukunft praxisrelevanter gestaltet werden kann.
Arbeitsleistung, Arbeitszufriedenheit, Motivation, Human-Relations-Bewegung, Hawthorne-Studien, Korrelationsanalyse, Meta-Analyse, Herzberg-Modell, Maslow-Bedürfnispyramide, Arbeitsbeschreibungsbogen, Führung, Leistungsmessung, Arbeitsumwelt, psychologische Faktoren, betriebliche Praxis.
Die Diplomarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Arbeitsleistung von Mitarbeitern und deren Arbeitszufriedenheit unter kritischer Betrachtung der aktuellen wissenschaftlichen Forschung.
Die Arbeit fokussiert auf Definitionen von Leistung und Zufriedenheit, verschiedene theoretische Motivationsansätze, empirische Primär- und Sekundärstudien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Praxisrelevanz dieser Forschung.
Ziel ist es, die häufig als „heilig“ betrachtete „happy productive worker“-Hypothese (dass zufriedene Arbeiter automatisch besser leisten) zu hinterfragen und die methodischen Schwächen der bisherigen Forschung aufzuzeigen.
Der Autor nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse (Metastudien) und eine ergänzende, qualitative Kurzerhebung mittels Fachgesprächen unter acht verschiedenen Kollegen, um die theoretischen Thesen mit der Praxis abzugleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen und Messinstrumente), die Analyse historischer und aktueller Studien zur Korrelation und die kritische Diskussion der Forschung durch spezifische Thesen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsleistung, Arbeitszufriedenheit, Korrelation, Meta-Analyse, Motivationstheorien und die kritische Distanz zwischen wissenschaftlicher Forschung und Unternehmenspraxis geprägt.
Judge et al. integrieren in ihrem Modell die Komplexität bidirektionaler Zusammenhänge und verschiedener Mediatoren/Moderatoren, statt nur von einer simplen, linearen Ursache-Wirkungs-Beziehung auszugehen.
Der Autor stellt ein Paradoxon fest: Während sich die Forschung stark am Effizienzziel der Wirtschaft orientiert, liefert sie dennoch oft zu generalisierende Ergebnisse, die in der komplexen Unternehmenspraxis nur schwer direkt anwendbar sind.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

