Diplomarbeit, 2010
149 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Entwicklungspolitik aus ethischer Perspektive
2.1 Der Mensch als Abbild Gottes
2.2 Freiheit – Solidarität – Gerechtigkeit als Leitbild der Entwicklungspolitik
2.3 Die Entwicklung der Welt als Interesse der Industrienationen
3. In welchem internationalen Rahmen agiert die deutsche Entwicklungspolitik
4. Der institutionelle Rahmen deutscher Entwicklungspolitik
4.1 Die entwicklungspolitischen Dekaden Deutschlands
4.2 Welche Ziele verfolgt die deutsche Entwicklungspolitik in Afrika?
4.2.1 „Good Governance“ – zur Förderung von Institutionen, regionalen Kooperationen, Demokratie und Menschenrechten
4.2.2 Wasser
4.2.3 nachhaltige Wirtschaftsförderung
5. Was sind Mikrokredite – die Vision des Muhammad Yunus
5.1 Welche anderen Mikrokreditmodelle gibt es und wie funktionieren diese?
5.2 Wie werden Mikrokredite in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit angewendet?
5.3 Sind Mikrokredite der Schlüssel für eine effektivere deutsche Entwicklungspolitik?
6. Endbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Effektivität der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Afrika unter sozialethischen Gesichtspunkten, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Mikrokrediten als mögliches Schlüsselinstrument zur Armutsbekämpfung.
2. Entwicklungspolitik aus ethischer Perspektive
Im Zentrum der Entwicklungspolitik und der Ethik steht der Mensch und die ihm inne wohnende, unveräußerliche Würde.
Papst Johannes XXIII legte in den Dokumenten des zweiten Vatikanischen Konzils „Mater et magistra“ von 1961 und „Pacem in terris“ von 1963 die Grundlagen des kirchlichen Verständnisses von Entwicklungspolitik. Darin wird vor allem betont, dass der Mensch, egal ob er arm oder reich ist, Teil desselben Ganzen ist. Daraus lässt sich ableiten, dass die Entwicklung des Einen, dem Anderen nicht egal sein kann. Anders ausgedrückt bedeutet dies, wenn der Eine in Überfluss lebt darf er nicht die Lage des Anderen, welcher unter einem Mangel wie Hunger oder Elend leidet, missachten. Denn früher oder später werden die Probleme der Ärmeren zu den Problemen der Reicheren werden. Die Armen werden irgendwann versuchen, sich zu holen was ihnen fehlt und zwar bei den Reichen.
Papst Johannes Paul II griff diese Gedankenkonstrukte auf und verfeinerte sie. Auf der deutschen Bischofskonferenz „Gerechtigkeit schafft Frieden“ im Jahr 1983 wurde demnach auch das entwicklungspolitische Engagement auf der einen Seite mit der Schaffung von Frieden auf der anderen Seite verknüpft. Will man den Frieden, die „eine Welt“ schaffen, so muss man die ganzheitliche Entwicklung der Menschheit vorantreiben. Dies kann nicht durch die pauschale Formel: „Entwicklung ist gleich wirtschaftliches Wachstum“ erreicht werden, sondern nur durch die Gewährleistung der geistigen und sozialen Entfaltung des Menschen. Dabei ist vor allem zu gewährleisten, dass sich die Armen ausdrücken dürfen und somit eine Teilhabe am Geschehen bekommen. Diese Forderung ist Grundlage eines jeden menschlichen Handelns.
1. Einleitung: Stellt die wirtschaftliche Ausgangslage dar und führt in die Fragestellung ein, ob Mikrokredite ein effektives Instrument für die deutsche Entwicklungshilfe in Afrika sein können.
2. Entwicklungspolitik aus ethischer Perspektive: Begründet die Notwendigkeit von Entwicklungshilfe durch die unveräußerliche Würde des Menschen und die moralische Pflicht zur Solidarität.
3. In welchem internationalen Rahmen agiert die deutsche Entwicklungspolitik: Erläutert die Einbettung des deutschen Handelns in globale Organisationen wie die UN, OECD und EU.
4. Der institutionelle Rahmen deutscher Entwicklungspolitik: Analysiert die Struktur und Effizienz der deutschen Akteure wie des BMZ sowie die Schwerpunkte Good Governance, Wasser und Wirtschaft.
5. Was sind Mikrokredite – die Vision des Muhammad Yunus: Beschreibt das Konzept der Mikrokredite, verschiedene Modelle und deren Anwendung sowie die kritische Hinterfragung ihrer Wirksamkeit in Afrika.
6. Endbetrachtung: Fasst zusammen, dass Mikrokredite zwar ein nützliches Instrument, aber kein Allheilmittel sind und eine grundlegende Reform der institutionellen Struktur sowie ein stärkerer Fokus auf Bildung notwendig ist.
Entwicklungspolitik, Sozialethik, Afrika, Mikrokredite, Armutsbekämpfung, Good Governance, Entwicklungszusammenarbeit, Menschenrechte, Institutionenreform, Nachhaltigkeit, Wirtschaftsförderung, Wasserversorgung, Finanzsysteme, Muhammad Yunus, BMZ.
Die Arbeit analysiert die Effektivität deutscher Entwicklungspolitik in Afrika mit einem besonderen Fokus auf die ethische Rechtfertigung und die Rolle von Mikrokrediten.
Sozialethische Grundlagen, internationale Rahmenbedingungen, institutionelle Strukturen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie die Analyse von Mikrofinanzmodellen.
Die zentrale Frage lautet, ob Mikrokredite das entscheidende Schlüsselinstrument für eine effektivere deutsche Entwicklungszusammenarbeit auf dem afrikanischen Kontinent sein können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie auf Auswertungen von Dokumenten des BMZ, der KFW und der OECD basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die ethische Herleitung, die Darstellung der institutionellen Rahmenbedingungen, die Rolle von Good Governance, Wasser und Wirtschaftsförderung sowie die detaillierte Prüfung von Mikrokrediten.
Entwicklungspolitik, Sozialethik, Mikrokredite, Afrika, Good Governance, Armutsbekämpfung, KFW, BMZ.
Die Arbeit identifiziert die herrschenden Eliten als einen zentralen Faktor, der Reformen behindern kann, und diskutiert Ansätze, wie diese für Entwicklungsprozesse aktiviert oder durch Reformanreize gesteuert werden können.
Sie kommt zu dem Schluss, dass Mikrokredite kein "Wundermittel" sind und in Afrika bisher keine flächendeckende, durchschlagende Wirkung entfaltet haben, da sie oft nicht auf die lokalen Bedingungen angepasst sind.
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