Bachelorarbeit, 2006
54 Seiten, Note: Sehr gut
1. EINLEITUNG
2. ZENTRALE BEGRIFFE
2.1. DAS FERNSEHMAGAZIN
2.2. DAS FRAUENMAGAZIN
2.2.1. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER FRAUEN- UND GESCHLECHTERFORSCHUNG
2.2.2. FRAUENFORSCHUNG – GENDERFORSCHUNG
2.2.2.1. Frauenmedienforschung - Gleichheitsansatz
2.2.2.2. Vom Gleichheitsansatz zum Differenzansatz
2.2.2.3. Poststrukturalismus/Postmodernismus/Dekonstruktivismus
3. DAS FERNSEHMAGAZIN FÜR DIE FRAU
3.1. FRAUENMAGAZINE IM WANDEL DER ZEIT
3.2. HISTORISCHE GESCHICHTE DER FRAUENMAGAZINE IM ORF
3.3. FRAUENMAGAZINE IM DEUTSCHSPRACHIGEN FERNSEHEN
3.3.1. „MONA LISA“ (ML)
3.3.2. „MONA LISA“ VOM 23.10.2005
3.3.3. „MONA LISA“ VOM 22.1.2006
3.3.4. ZUSAMMENFASSUNG UND BEURTEILUNG
4. EIN NEUES FRAUENMAGAZIN IM ÖSTERR. FERNSEHEN?
4.1. WELCHE FERNSEHANSTALT?
4.1.1. ORF
4.1.2. ATVPLUS
4.1.3. PULS TV
4.2. WELCHE ZIELGRUPPE?
4.2.1. DER TELETEST
4.2.2. ZIELGRUPPENMODELL – DIE SINUS-MILIEUS
4.3. WELCHE THEMEN?
4.4. AUSBLICKE AUF EIN ÖSTERREICHISCHES FRAUENMAGAZIN
4.4.1. „FRAUENTHEMEN“ IN BESTEHENDEN ÖSTERREICHISCHEN MAGAZINSENDUNGEN
4.4.1.1. ORF
4.4.1.2. ATVplus
4.4.1.3. PULS TV
4.4.2. WELCHE FERNSEHANSTALT?
4.4.3. WELCHE ZIELGRUPPE – WELCHE THEMEN?
4.4.3.1. Sinus-Milieus
4.4.3.2. Affinität
4.4.3.3. Qualitative Interviews
4.4.4. STELLUNGNAHMEN DER ÖSTERREICHISCHEN FERNSEHSENDER
4.4.4.1. Österreichischer Rundfunk
4.4.4.2. TW1
4.4.4.3. ATVplus
4.4.4.4. PULS TV
4.4.4.5. Zusammenfassung
5. CONCLUSIO
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und praktischen Möglichkeiten zur Etablierung eines eigenständigen Frauenmagazins im österreichischen Fernsehen. Dabei wird analysiert, inwieweit bestehende Formate bereits Frauenthemen behandeln und welche Hindernisse – insbesondere wirtschaftlicher Art – einer Neueinführung entgegenstehen.
3.3.1. „Mona Lisa“ (ML)
„ML Mona Lisa“ startet 1988 unter der Leitung von Maria von Welser. Waren die KritikerInnen anfänglich aufgrund der starken Nähe zu den klassischen Frauenzeitschriften skeptisch, hat sich dieses Magazin vom „sonntäglichen Damengeplauder zum engagierten Frauenmagazin“ mausern können und ist heute das einzige überregionale Fernsehmagazin im deutschsprachigen Raum. Die Moderatorinnen Marianne Ruperti und Karen Webb versuchen sonntags um 18:00 die Zielgruppe der Erwachsenen und der Frauen ab 29 anzusprechen und erreichen damit bei Erwachsenen ab 14 Jahren einen Marktanteil von 8,99 %, vierzig Prozent davon sind Männer (siehe Fußnote 9).
Unter dem Motto „Ein Magazin von Frauen für Frauen“ versucht dieses Format, brennende Themen aus Politik und Gesellschaft wie „Lesbische Liebe“ oder „Kinderpornographie“ und Geschichten für und über Frauen in allen Lebensbereichen aufzugreifen und sich überall dort einzumischen, wo es um die Frau geht.
Für die Berichterstattung wird die Redaktion von „Mona Lisa“ ausgezeichnet: Maria von Welser erhält 1991 den „Journalistenpreis der Deutschen Aids-Stiftung“. 1996 wird sie mit dem „Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalisten“ geehrt und 1998 bekommt Petra Gerster in der Kategorie „Glaubwürdigkeit im Fernsehen“ die „Goldene Kamera“.
Anhand von zwei ausgewählten Sendungen von ML möchte ich exemplarisch aufzeigen, wie die Umsetzung des oben beschriebenen Konzeptes in der Praxis aussieht bzw. welche Themen dieses Format anspricht.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Unterrepräsentation von Frauen in der österreichischen Medienlandschaft und begründet die Notwendigkeit einer Untersuchung zur Einführung eines Frauenmagazins.
2. ZENTRALE BEGRIFFE: Dieser Abschnitt definiert Fernsehmagazine und Frauenmagazine unter Rückgriff auf historische Forschungsansätze wie Gleichheits-, Differenz- und dekonstruktivistische Theorien.
3. DAS FERNSEHMAGAZIN FÜR DIE FRAU: Das Kapitel analysiert die Entwicklung von Frauenmagazinen im Zeitverlauf und stellt das deutsche Format „Mona Lisa“ als Referenzmodell vor.
4. EIN NEUES FRAUENMAGAZIN IM ÖSTERR. FERNSEHEN?: Dieser Hauptteil prüft die Voraussetzungen für ein Frauenmagazin bei ORF, ATVplus und PULS TV unter Berücksichtigung von Zielgruppen, Themen und Expertenstellungen.
5. CONCLUSIO: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass trotz prinzipiellen Interesses eine Umsetzung aufgrund fehlender finanzieller Ressourcen derzeit nicht realisierbar erscheint.
Frauenmagazin, Österreichisches Fernsehen, Geschlechterforschung, Gender, Frauenöffentlichkeit, Medienanalyse, ORF, Sinus-Milieus, Affinität, Gleichberechtigung, Medieninhalte, Programmplanung, Frauenmedienforschung, Feministisch, Fernsehkultur.
Die Arbeit untersucht, ob und wie ein eigenständiges Frauenmagazin im österreichischen Fernsehen realisiert werden kann, um eine weibliche Öffentlichkeit zu stärken und Gleichberechtigung zu fördern.
Das Spektrum reicht von der medienwissenschaftlichen Definition von Frauenmagazinen über die Analyse von Zielgruppenmodellen bis hin zur aktuellen Situation und den Plänen der österreichischen Fernsehsender ORF, ATVplus und PULS TV.
Ziel ist es, die Erfolgsaussichten und Hindernisse für die Etablierung eines solchen Formats zu identifizieren, wobei insbesondere die ökonomischen Rahmenbedingungen und inhaltlichen Ausrichtungen der Sender beleuchtet werden.
Neben einer Literaturanalyse zur Gender- und Medienforschung nutzt die Autorin eine quantitative Analyse des Fernsehprogramms, die Auswertung von Reichweitendaten sowie qualitative Interviews mit Programmplanern und Medienforschern.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der bestehenden Magazinsendungen der genannten Sender, die Befragung von Experten und die Bewertung der Machbarkeit eines neuen Frauenformats vor dem Hintergrund der Senderstrategien.
Wichtige Fachbegriffe sind "Frauenöffentlichkeit", "Sinus-Milieus", "Affinitätsindex", "Gleichheitsansatz" sowie "Differenzansatz", die alle zur theoretischen Einbettung und praktischen Analyse herangezogen werden.
Das Urteil der Sender fällt ernüchternd aus: Obwohl prinzipielles inhaltliches Interesse besteht, verhindern wirtschaftliche Engpässe, die Konzentration auf quotenstarke Unterhaltung und die finanzielle Abhängigkeit von Werbung eine Realisierung.
„Mona Lisa“ dient der Autorin als einziges überregionales Referenzmodell im deutschsprachigen Raum, um zu zeigen, wie ein solches Konzept in der Praxis aussehen kann und welche Themenbereiche erfolgreich abgedeckt werden.
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