Wissenschaftliche Studie, 2009
111 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Erwachsenenbildung als Entwicklungsprozess, als Ermöglichungslernen
Paradigmenwechsel in der erwachsenenpädagogischen Diskussion
Ermöglichungsdidaktik I
Lernen als aktiver Prozess, Lernen als Deutung
Symbolischer Interaktionismus
Bedeutung für die Erwachsenenbildung
Deutungsmusteransatz
Bedeutung für die Erwachsenenbildung
Der Konstruktivismus
Lernen aus konstruktivistischer Sicht
Bedeutung für die Erwachsenenbildung
Ermöglichungsdidaktik II
Von der Ermöglichungsdidaktik zu kollaborativem Lernen
Kollaboratives Lernen
Merkmale einer Haltung: Kollaborativer Lehrer/Lerner
Kollaboratives Lernen in der Weiterbildung von professionellen PraktikerInnen
Fähigkeitsentwicklung und Wissenserwerb in kollaborativen Lernsituationen
Dialog als Kunst gemeinsam zu denken
Grundlagen des Dialogs
Der Dialog bei M. Buber
David Bohms Dialogbegriff
Der Dialog – unterschiedliche Formen und Varianten
Der zufällig entstehende Dialog
Der bewusst gestaltete Dialog (Hartkemeyer, Dorithy)
Der „offene Dialog“ nach D. Bohm
Der Dialog-Prozess
Dialog - Das Dialogverfahren - Der offene, vielstimmige Dialog in der Gruppe
Kompetenzen im Dialog – Kompetenzen des Dialogs
Kernkompetenzen des Dialogs nach D. Bohm
Kernkompetenzen des Dialogs nach W. Isaacs
Kernprinzipien des Dialogs
Die Leiter der Schlussfolgerungen
Kernkompetenzen des Dialogs nach Hartkemeyer/Dorithy
Die unterstützenden Rahmenbedingungen des Dialogs
Achtsamkeit und dialogische Atmosphäre
Die Bedeutung des Containers für den Dialog-Prozess
Die Begleitung des Dialogs - Facilitator -
Ablauf und Setting des Dialogs
Der Dialog, Phasen-Krisen-Probleme
Veränderungsprozesse im Dialog - durch den Dialog
Dialog und Erwachsenenlernen in Focusgruppen
Dialog in der Kommunikation von Wissen
Der offene, vielstimmige Dialog - Erkenntnisse und Ergebnisse
Ergebnisse der Leitungs- und Führungskräftefortbildung - eine subjektorientierte Zusammenfassung -
Essenzielle Qualitäten im Dialog-Prozess mit Leitungs- und Führungspersönlichkeiten
Dialog als schöpferischer Prozess
Dialog als aktiver, kollaborativer und neuer Lernansatz
Der Dialog-Prozess - Weg und Ziel - Lernprozess und Fähigkeit - relational und individuell
Zirkularität im Dialog - Zirkularität durch Dialog
Schlussgedanken
Die Arbeit untersucht den „Dialog-Prozess“ als innovatives, kollaboratives Lernverfahren für die zeitgemäße Erwachsenenbildung. Das primäre Ziel ist es, den Dialog als „soziale Kunst der Freiheit“ zu etablieren, die es Führungskräften und Fachleuten ermöglicht, ihre Selbstwirksamkeit zu erhöhen, komplexe Probleme gemeinsam zu reflektieren und eine neue, ermöglichungsdidaktische Lernkultur zu gestalten, die über rein wissensvermittelnde Ansätze hinausgeht.
Die Bedeutung des Containers für den Dialog-Prozess
W. Isaacs: „ein Gefäß, ein Setting, in dem die Intensität menschlicher Aktivität gefahrlos ausgedrückt werden kann.“ (W Isaacs - Dialog als Kunst gemeinsam zu denken - 2002, S.204)
Erfahrungen von W. Isaacs und anderen lassen das Urteil berechtigt erscheinen, dass es ohne einen bewussten Container keinen Dialog gibt, kein Dialog-Prozess sich entwickeln kann.
Das Entstehen dieses Containers (con-tenere, zusammenhalten), entwickelt und gestaltet sich aus der Aktivität der Teilnehmer, aus den angewandten leitenden Maximen und Kernkompetenzen, aus der gemeinsamen Intention, die eigenen Gedanken zu erforschen, neue Ideen zu finden, eigene Einstellungen und Verhaltensweisen verändern zu wollen, Fragen zu haben. Je höher die Achtsamkeit im Kreis ist, desto stärker und kräftiger ist der Container, desto mehr an Unterschiedlichkeit, Freiheit, Neues zu denken, darf sein.
Im und durch den Dialog verändert sich der Container in Richtung Vertiefung und Erweiterung und schafft damit den Vertrauensraum in dessen Dimension Themen - einfache, komplizierte und heikle - erkundet und besprochen werden können. Wenn wenig Sicherheit, relationale Sicherheit spürbar ist, werden beunruhigende und verunsichernde Themen vermieden. Facilitatoren können durch ihre eigene Präsenz diesen Vertrauensraum mit entwickeln, fördern und auch unterstützen.
Einleitung: Der Autor führt in das Thema ein und postuliert den Dialog als notwendige Alternative zur klassischen Belehrungskultur in der Erwachsenenbildung.
Erwachsenenbildung als Entwicklungsprozess, als Ermöglichungslernen: Dieses Kapitel erläutert den Paradigmenwechsel vom Wissensvermittlungs- zum Aneignungskonzept und stellt theoretische Strömungen wie den Konstruktivismus vor.
Von der Ermöglichungsdidaktik zu kollaborativem Lernen: Hier wird der Übergang zum gemeinsamen Erkunden von Wirklichkeiten beschrieben, wobei der kollaborative Ansatz als dialogisches Prozessgeschehen definiert wird.
Dialog als Kunst gemeinsam zu denken: Das Kapitel widmet sich den philosophischen und theoretischen Grundlagen des Dialogbegriffs, insbesondere den Ansätzen von M. Buber und D. Bohm.
Der Dialog-Prozess: Dieser Abschnitt beschreibt die praktische Methodik, die notwendigen Rahmenbedingungen (Container) und die Rolle des Facilitators im Dialog.
Der offene, vielstimmige Dialog - Erkenntnisse und Ergebnisse: Der Autor wertet hier exemplarisch die Erfahrungen aus den Fortbildungseinheiten mit Führungskräften aus und reflektiert die Wirkung des Dialogs auf die berufliche Praxis.
Schlussgedanken: Der Autor fasst die Bedeutung des Dialogs für eine zukunftsfähige Lernkultur zusammen und plädiert für das Wagnis, bestehende Denkmuster aufzubrechen.
Dialog-Prozess, Ermöglichungsdidaktik, Erwachsenenbildung, Konstruktivismus, Kollaboratives Lernen, Führungskräftefortbildung, Dialogische Haltung, Container, Selbsterkenntnis, Wissensgenerierung, Vielstimmigkeit, Reflexion, Selbstwirksamkeit, Prozessbegleitung, Bedeutungskonstruktion.
Die Arbeit behandelt den „Dialog-Prozess“ als eine soziale Kunstform, die als innovative Methode für kollaboratives Lernen in der Erwachsenenbildung eingesetzt wird.
Neben theoretischen Grundlagen (Konstruktivismus, Deutungslernen) fokussiert die Arbeit auf die praktische Anwendung von Dialogverfahren in Führungsgruppen und Bildungsprojekten.
Ziel ist es zu untersuchen, wie der offene Dialog als „sinnvolles Instrument“ Lernprozesse und Kompetenzentwicklung in der Arbeit mit professionellen Praktikern fördern kann.
Der Autor stützt sich auf einen handlungsorientierten, qualitativen Ansatz, der auf der Dokumentation von Fortbildungserfahrungen, Selbstreflexion und der Anwendung konstruktivistischer Modelle basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Ermöglichungsdidaktik, die detaillierte Darstellung der Dialog-Kernkompetenzen und die Auswertung von Praxisbeispielen aus Waldorfkindergärten.
Die zentralen Begriffe umfassen Dialog-Prozess, Ermöglichungsdidaktik, Kollaboratives Lernen, Konstruktivismus und Selbstwirksamkeit.
Während der strategische Dialog ein spezifisches Thema oder eine konkrete Frage verfolgt, öffnet der generative Dialog den Raum für themenlose Prozesse, um tiefere mentale Modelle und Werte der Beteiligten sichtbar zu machen.
Der Container fungiert als „haltender Raum“ oder Gefäß, das die notwendige psychologische Sicherheit bietet, damit Teilnehmer ihre Beobachtungen, Gefühle und Spannungen innerhalb der Gruppe risikofrei artikulieren können.
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