Magisterarbeit, 2003
87 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
2 Geographie und Tourismus
2.1 Theoretische Grundlagen
2.2 Praktische Umsetzung
3 Das Untersuchungsgebiet
3.1 Räumliche Abgrenzung
3.2 Einführende Landschaftskunde
3.2.1 Physisch-Geographische Grundlagen
3.2.1.1 Die naturräumlichen Einheiten
3.2.1.1.1 Die Geest
3.2.1.1.2 Die Moore
3.2.1.1.3 Die Marsch
3.2.1.1.4 Das Wattenmeer
3.2.1.1.5 Die Inseln
3.2.1.1.5.1 Die Ostfriesischen Inseln
3.2.1.1.5.2 Helgoland
3.2.1.2 Grundlagen für den Fremdenverkehr
3.2.1.2.1 Lage und Landschaftsbild
3.2.1.2.2 Das Meer und der Strand
3.2.1.2.3 Das Klima
3.2.2 Kulturgeographische Grundlagen
3.2.2.1 Die Siedlungen
3.2.2.2 Die Verkehrslage
3.2.2.3 Die Bevölkerung und Bevölkerungsentwicklung
3.2.2.4 Die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt
3.2.2.5 Die regionaltypische Kultur
4 Geschichte des Tourismus in Ostfriesland
4.1 Die Entwicklung bis 1945
4.2 Die Entwicklung nach 1945
4.3 Zusammenfassung der Entwicklung
5 Jüngere Entwicklung und heutige Struktur des Tourismus in Ostfriesland
5.1 Allgemeine Entwicklung und Struktur
5.1.1 Die Ankünfte und Übernachtungen
5.1.2 Die Saisonalität des Fremdenverkehrs
5.1.3 Die Struktur der Beherbergungsbetriebe
5.1.4 Die Beschäftigten im Gastgewerbe
5.1.5 Zusammenfassung
5.2 Die Küstenorte
5.2.1 Beispiel Wangerland
5.2.1.1 Die Nachfragesituation
5.2.1.1.1 Die Entwicklung der Gästeankünfte und -übernachtungen
5.2.1.1.2 Der Saisonverlauf
5.2.1.2 Die Beherbergungsstruktur
5.2.1.3 Die Gästestruktur
5.2.1.3.1 Die Herkunft der Gäste
5.2.1.3.2 Die Reiseverkehrsmittelstruktur der Gäste
5.2.1.3.3 Die Altersstruktur der Gäste und die Beteiligungsweise am Urlaubsverkehr
5.2.1.3.4 Die Berufsstruktur der Gäste
5.2.1.3.5 Die Verpflegungsweise der Gäste
5.2.1.4 Zusammenfassung
5.2.2 Beispiel Norden-Norddeich
5.2.2.1 Die Nachfragesituation
5.2.2.2 Die Gästestruktur
5.2.2.3 Zusammenfassung
5.3 Die Inseln
5.3.1 Beispiel Norderney
5.3.2 Helgoland als Ausflugziel für Ostfriesland
5.3.2.1 Die Entwicklung der Gästeankünfte
5.4 Das Binnenland
5.5 Wilhelmshaven
5.5.1 Das allgemeines touristisches Angebot und die Entwicklung der Gästezahlen
5.5.2 Der Nutzungskonflikt Tourismus - Jade Port
6 Bewertung des Tourismus in Ostfriesland
6.1 Stärken des Tourismus in Ostfriesland
6.2 Schwächen des Tourismus in Ostfriesland
7 Perspektiven für den Tourismus in Ostfriesland
7.1 Die künftige Entwicklung des Tourismus in Ostfriesland
7.2 Leitbildentwicklung für den Raum Ostfriesland
7.2.1 Ziele zum Themenfeld „Natur“
7.2.2 Ziele zum Themenfeld „Kultur“
7.2.3 Ziele zum Themenfeld „Verkehr“
7.2.4 Ziele zum Themenfeld „Touristisches Angebot“
7.2.5 Ziele zum Themenfeld „Marketing und Management“
7.2.6 Ziele zum Themenfeld „Gemeinsame Vermarktung“
7.2.7 Umsetzung des Leitbildes
7.3 Ostfriesland und die aktuelle Entwicklung der Tourismusbranche
8 Ausblick
Diese Arbeit analysiert die touristische Entwicklung und Struktur der Region Ostfriesland. Ziel ist es, einen kompakten Überblick über den Status quo zu geben, historische Entwicklungslinien nachzuzeichnen und Perspektiven sowie Strategien für die zukünftige touristische Ausrichtung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte zu erarbeiten.
3.2.1.1.1 Die Geest
Die Geest stellt ein wesentliches Landschaftselement Ostfrieslands dar (vgl. Bild 3.2). Der Oldenburgisch-Ostfriesische Geestrücken bildet von Südost nach Nordwest das Rückgrat des Ostfriesischen Festlandes, bis er unter die Marschen, Watten und Ostfriesischen Inseln abtaucht (vgl. REINECK, 1994, S.8f). Das Relief der Geest weist heute kaum nennenswerte Höhenunterschiede auf, die Durchschnittshöhe beträgt selten mehr als 5-7 m über NN.1 Bedingt durch diese geringen Höhenunterschiede und die reichlichen Niederschläge war die Geestplatte von flächigen Hochmooren bedeckt, die heute jedoch zum Großteil abgetorft sind. (vgl. Kapitel 3.2.1.1.2)
Die Geest wurde als ein trockenes und unfruchtbares Heideland bezeichnet. Der Name findet sich im friesischen „gast“ als Ortsnamenendung wieder, wie z.B. Dangast. Man unterscheidet die Hohe Geest und die Niedere Geest. In der zentral gelegenen Hohen Geest sind die Böden trocken und sandig, während sie in der Niederen Geest eher in Form von sandigen und anlehmigen Platten vorliegen (KRÖMER/SCHMIDT/VAN LENGEN, 1987, S.7). Das Landschaftsbild der Geest ist heute alles andere als eintönig. Baumgruppen, Wallhecken2 und inselartige Waldungen verleihen der Geest das Aussehen einer „Parklandschaft“ (RACK, 1998, S.8). Auch die Böden haben durch die Verwendung von Kunstdünger, durch umfangreiche Be- und Entwässerungsmaßnahmen und durch die Mechanisierung der Landwirtschaft eine starke Aufwertung erfahren.
1 Einleitung: Vorstellung der touristischen Bedeutung und Strukturschwäche der Region sowie Einordnung in die deutsche Reisestatistik.
2 Geographie und Tourismus: Theoretische Einführung in die Fremdenverkehrsgeographie und Darstellung der methodischen Vorgehensweise.
3 Das Untersuchungsgebiet: Systematische Analyse der naturräumlichen und kulturgeographischen Grundlagen Ostfrieslands.
4 Geschichte des Tourismus in Ostfriesland: Zusammenfassung der historischen Entwicklung des Fremdenverkehrs in vier Phasen von 1800 bis nach 1945.
5 Jüngere Entwicklung und heutige Struktur des Tourismus in Ostfriesland: Detaillierte empirische Untersuchung aktueller Tourismusdaten, unterteilt in Inseln, Küstenorte, Binnenland und Städte.
6 Bewertung des Tourismus in Ostfriesland: Analyse der Stärken und Schwächen der Tourismusregion zur Ableitung notwendiger Handlungsfelder.
7 Perspektiven für den Tourismus in Ostfriesland: Darstellung von Leitbildern und künftigen Entwicklungsstrategien zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
8 Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle des Tourismus als wirtschaftlicher Faktor für die Zukunft der Region.
Tourismus, Ostfriesland, Geographie, Fremdenverkehr, Nordsee, Küstenorte, Inseln, Beherbergungsstruktur, Saisonalität, Strukturwandel, Regionalentwicklung, Leitbild, Naturlandschaft, Wirtschaftsförderung, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit analysiert die touristische Struktur, die historische Entwicklung und die zukünftigen Perspektiven des Tourismus an der ostfriesischen Nordseeküste.
Die Themenfelder umfassen naturräumliche Grundlagen, die historische Genese des Fremdenverkehrs, die Analyse aktueller Gäste- und Beherbergungsstatistiken sowie die strategische Leitbildentwicklung.
Das Ziel ist eine fundierte Übersicht über die Reiseregion Ostfriesland zu geben, um daraus Potenziale für eine zukunftsorientierte, qualitative touristische Entwicklung abzuleiten.
Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären geographischen Ansatz, der Literaturanalysen mit der Auswertung von Sekundärdaten (statistische Erhebungen, Kurverwaltungsdaten) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine physisch-geographische Bestandsaufnahme, eine historische Analyse der Tourismusentwicklung und eine detaillierte Auswertung der jüngeren Struktur (Inseln, Küsten, Binnenland).
Kernbegriffe sind Tourismus, Ostfriesland, Fremdenverkehr, Nordsee, Saisonalität und Strukturwandel.
Der Bau des Jade Ports schafft Nutzungskonflikte, da er als Containerhafen Flächen in Anspruch nimmt und die Rolle Wilhelmshavens als klassischer Badeort durch den Verlust des Geniusstrandes beeinträchtigen könnte.
Die Inseln sind traditionell stark auf Tourismus fokussiert und weisen Kapazitätsgrenzen auf, während die Küstenorte in den letzten Jahrzehnten hohe Zuwachsraten durch den Ausbau der Parahotellerie erfahren haben.
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