Bachelorarbeit, 2022
63 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die deutschsprachige Kinder und Jugendliteratur (KJL)
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Historische Entstehung der KJL
2.3 Pädagogik und Ästhetik der KJL
2.4 KJL in der Postmoderne
2.5 Realismus und realistisches Erzählen in der KJL
2.5.1 Die problemorientierte KJL
2.5.2 Die psychologische KJL
2.5.3 Gewalt und (Cyber-)Mobbing in der KJL
3. Cybermobbing
3.1 Das traditionelle Mobbing als Ursprung
3.2 Cybermobbing: Definition
3.3 Häufigkeit von Cybermobbing an deutschen Schulen
4. Analyse der ausgewählten Jugendbücher
4.1 Text 1: Oben ohne (2020) von Jutta Nymphius
4.1.1 Inhalt
4.1.2 Exkurs: Der komische Kinder- und Jugendroman
4.1.3 Darstellung des Cybermobbing-Motivs
4.2 Text 2: I can see U (2019) von Matthias Morgenroth
4.2.1 Inhalt
4.2.2 Exkurs: Science-Fiction
4.2.3 Darstellung des Cybermobbing Motivs
4.3 Gegenüberstellung beider Texte
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Cybermobbing als Motiv in der aktuellen deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse, wie dieses relevante gesellschaftliche Problem in jugendliterarischen Werken dargestellt wird, welche Auswirkungen es auf die betroffenen Akteure hat und inwiefern diese Literatur zur Sensibilisierung und Aufklärung junger Lesender beitragen kann.
4.1.1 Inhalt
Jutta Nymphius’ Buch Oben ohne wurde 2020 vom Tulipan-Verlag unter der Rubrik „Kinderromane“ veröffentlicht (vgl. Tulipan-Verlag: 2022). Die Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Der Text umfasst 25 Kapitel und erzählt die Geschichte der 13-jährigen Amelie. Sie ist eine sehr selbstkritische Jugendliche: Ihre Haare findet sie „viel zu dünn“, ihr Gesicht habe „keine hohen Wangenknochen, sondern sei „ziemlich rund und [habe] außerdem eine krumme Nase und (...) schmale Lippen“ (Nymphius 2020: 45). Außerdem findet sie ihre Brüste zu klein und ihren Bauch zu groß. Als aktive Nutzerin von Internetdiensten fällt es ihr nicht schwer, ihre Bilder zu bearbeiten und ihr äußerliches Erscheinungsbild ihren Wünschen anzupassen.
Die Protagonistin berichtet darüber hinaus von ihren problematischen Familienverhältnissen. Ihre Eltern streiten sich die meiste Zeit und Amelies Bemühungen, sie als Familie wieder zusammenzubringen, scheitern. In der Schule gehört sie nicht zu den beliebten Kindern. Sie verhält sich lieber unauffällig und erfährt dort auch Mobbing. Ihre einzigen beiden Freunde sind ihr Kindheitsfreund Nicki und ihre rebellische, neue Klassenkameradin Kira.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Cybermobbing in der Jugendliteratur ein und stellt die zu analysierenden Romane vor.
2. Die deutschsprachige Kinder und Jugendliteratur (KJL): Dieses Kapitel klärt Begriffsdefinitionen, historische Hintergründe und die pädagogische Bedeutung der KJL.
3. Cybermobbing: Hier werden Ursprung und Definition von Mobbing und Cybermobbing sowie deren statistische Verbreitung erläutert.
4. Analyse der ausgewählten Jugendbücher: Dieses Hauptkapitel bietet eine detaillierte Analyse der Romane Oben ohne und I can see U hinsichtlich ihrer Darstellung von Cybermobbing.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die Bedeutung von Cybermobbing-Thematisierungen in der KJL.
Kinder- und Jugendliteratur, Cybermobbing, digitale Medien, Schulalltag, Mobbing, Online-Identität, Sozialisation, realistische Jugendliteratur, Erziehung, Adoleszenzroman, Soziale Netzwerke, Medienkompetenz, Gruppendynamik.
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik des Cybermobbings innerhalb zeitgenössischer deutschsprachiger Kinder- und Jugendliteratur.
Zentrale Themenfelder sind die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Alltag von Jugendlichen sowie die literarische Auseinandersetzung mit Gewalt und Cybermobbing.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Cybermobbing in beispielhaften Jugendromanen dargestellt wird und welche Funktion diese Literatur zur Aufklärung und Identifikation leisten kann.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Jugendbüchern vorgenommen, ergänzt durch die Einordnung in den theoretischen Kontext der KJL und aktuelle Studien.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse von Amelie in "Oben ohne" und Marie in "I can see U" und deren Umgang mit Cybermobbing-Erfahrungen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Cybermobbing, digitale Medien, Adoleszenzroman und soziale Gruppendynamik charakterisieren.
Während in "Oben ohne" die Täter definiert und der Protagonistin bekannt sind, bleibt in "I can see U" die Identität eines anonymen Täters länger verborgen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Cybermobbing in der KJL zunehmend als ein reales, ernst zu nehmendes Problem dargestellt wird, das moderne Herausforderungen der heutigen Jugend widerspiegelt.
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